ich merke, dass das Kirchenlatein bislang schwieriger als das klassische Latein sein kann.
Ich werde mit euren Anregungen noch etwas über die beiden unabhängig voneinander stehenden Sätzen nachdenken.
Vielen Dank für die bisherigen Übersetzungsvorschlägen.
Mit freundlichem Gruß
Clemens (Kühn)
Liebe Mitforscher,
mit beiden folgenden lateinischen Sätzen komme ich nicht zurecht:
"concubina in Wiesweiler, deinde uxor lutherani, quocum famulabatur."
"peperit, deinde uxor luther. in Kirn ubi semper famulabatur."
um solche Saetze richtig zu übersetzen braucht man den Kontext, d.h. eine Angabe der Quelle und der weiteren textlichen Umgebung, aus der sie stammen, denn Latein ist oft mehrdeutig und muss entsprechend des Kontextes interpretiert werden.
In Ihrem Fall z.B. kann das Wort lutherani sowohl Genitiv Singular, als auch Nominativ Plural sein, kann also z.B. heißen des Lutheraners (also evtl. des lutherischen Pfarrers), oder es bezieht sich auf Eheleute, die beide Lutheraner waren.
Am besten beurteilen kann man es, wenn man einen Scan der ganzen Seite vor sich hat. Schicken Sie mir den gerne mal, wenn Sie möchten.
Satz 1:
"concubina in Wiesweiler, deinde uxor lutherani, quocum famulabatur."
Davor müsste ein Name stehen:
NN, Geliebte in Wiesweiler, dann Ehefrau des Lutheraners, bei dem sie diente. (falls es sich um den Genitiv handelt)
Satz 2:
"peperit, deinde uxor luther. in Kirn ubi semper famulabatur."
NN.
Sie gebar ein Kind, (war) dann Ehefrau des Lutheraners (oder lutherische Ehefrau) in Kirn, wo sie immer diente (als Dienstmagd beschaeftigt war).
Ich übersetze es deshalb als Lutherische Frau, nicht als Frau eines Lutheraners
Grob übersetzt, sie war lutherisch geboren (Lutheranerin) und Dienstmagd in Kirn.
Man muss auch die oft eigenwillige Interpretierung der Lateinischen Sprache vieler Pfarrer berücksichtigen.