Hallo Michaela,
ich m�chte mich nun aber doch mal eben in dieses Thema "einklinken" und
nat�rlich auch teilweise etwas ironisch 
Obwohl - - Die Ursprungsfrage vom Rainer (Jacob) war ja, ob jemand einen
Forscher aus Hannover oder Umgebung kennen w�rde, der sich "auf
Nachforschungen speziell f�r Norwegische Kriegskinder mit deutschen V�tern
spezialisiert hat ?".
Nun ist das Thema aber in eine ganz andere Richtung abgeglitten und m��te
eigentlich nicht in einer Ahnenforscher-Mailingliste er�rtert werden.
So ernst das Thema sicherlich f�r manch einen in den Mailinglisten sein mag,
m�chte ich doch sagen :
Du bist in diesem Zusammenhang noch so herrlich jung - mit Deinen 46 Jahren.
Denn zu der Zeit, als diese Dinge in Norwegen (und sicher auch andernorts)
geschahen, warst Du noch lange nicht "geplant".
Ergo kannst Du �ber diese Dinge auch nichts wissen (wenn Du Dich nicht
selbst etwas intensiver damit besch�ftigt hast).
Auch kann man das, was damals in Nazi-Deutschland in Hitlers Namen geschehen
ist (der damaligen "Anweisung" zu folgen und
in Norwegen ein Kind zu zeugen), unter den heutzutage in
Deutschland herrschendnen Verh�ltnissen �berhaupt nicht nachvollziehen.
Schon gar nicht kann man das, nachdem 1949 im Grundgesetz der BRD der
Grundsatz eingef�hrt wurde, das M�nnlein und Weiblein vor dem Gesetz gleich
sind, sprich Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Und doch :
Auch heutzutage gibt es noch solche Dinge.
Man erinnere sich nur an die Geschehnisse/den Krieg im
Nach-Tito-Jugoslavien.
Haben dort nicht auch Massenvergewaltigungen als Kriegsmittel stattgefunden,
nur um andere Rassen gleichsam auf lange Sicht "auszurotten" bzw.
zur�ckzudr�ngen?
In Norwegen gab es sicher auch so etwas, doch �berwiegend soll es so gewesen
sein, dass sich die norwegischen M�dels und Frauen mit deutschen
Besatzungssoldaten "eingelassen" haben sollen. Und aus solchen Beziehungen
sollen dann die sog. "Tyskerbarn" = "Deutschenkinder" entstanden sein.
Also - - insofern kannst Du das mit Deinen nachstehenden Erl�uterungen
("Wenn der Herr des Herzens mal wieder total fertig...") doch �berhaupt
nicht vergleichen. Doch sei's drum 
Noch ein Wort zur Betreuung von "kriegstraumatisierten Menschen des Zweiten
Weltkriegs" (ob nun die dadurch entstanden Kinder oder die M�tter von diesen
Kindern).
Zur Zeit der damaligen Geschehnisse gab es mit Sicherheit keine (oder eben
nur ganz wenige) F�lle in denen traumatisierte M�dchen und Frauen
psychologisch betreut wurden. Jede mu�te ganz allein mit ihrem Schicksal
fertig werden. Manche leiden heute noch darunter. Hilfe und Kostenersatz?
Pustekuchen. Es wird darauf verwiesen, dass ja alles bereits lange verj�hrt
sei.
Wenn man sich heute mal psychologische Betreuung ansieht und in welchen
F�llen sowas alles von den Kassen getragen wird - man mag es kaum glauben.
Da l��t sich ein Paar scheiden. Einer der beiden kann das nicht verkraften.
Also : psychotherapeutische Behandlung.
Deren Kinder k�nnen das auch nicht verkraften und werden in der Schule
auff�llig. Also : schulpsychologische oder psychotherapeutische Behandlung.
Die Eltern einer jungen Frau haben sich vor vielen Jahren scheiden lassen.
Nun bekommt diese junge Frau Probleme auf der Arbeitsstelle oder mit ihrem
Mann. Also : psychotherapeutische Behandlung. Dort wird wom�glich erkl�rt,
dass nicht sie Schuld an der Misere sei, sondern ihre Eltern - weil die sich
haben scheiden lassen. Die Eltern erfahren das und brauchen nun selbst
psychotherapeutische Behandlung.
Fragt man sich manchmal, was denn das f�r Zeiten heutzutage sind.
Man sieht also : es ist ein ziemlich umfangreiches Thema.
Frage bleibt, ob das in diesen Ahnenforschungs-Mailinglisten so umfassend
diskutiert werden mu�/sollte.
Ich will das keinesfalls abw�rgen. Doch vielleicht sollte man sich auf eine
speziellere Mailingliste/Forum zur�ckziehen. Dort wird man sicher auch mehr
Gleichgesinnte finden, die mehr von diesen Dingen verstehen.
Nachfolgend noch ein Hinweis auf eine Internetseit, die sich mit
Kriegskindern befa�t :
Ferner kann man in Google mal die Stichworte "Kriegskinder" und "Norwegen"
eintippen. Es werden 553 Hinweise aufgelistet.
In diesem Sinne : nichts f�r ungut und weiter fr�hliches Forschen und - -
viele Gr��e
Heinz (Schlutow)
P.S.
Wenn noch weiter Gespr�chsbedarf mit mir bestehen sollte:
Bitte nicht �ber die Mailingliste, sondern bilateral.