Kreuzer Brochenzell

Das Geburtshaus von Konradin Kreuzer, die Thalmühle, ist vor zwei Jahren komplett abgebrannt. War ein imposantes Gebäude.

VG

Das abgebrannte Haus stammte aus dem 19. Jahrhundert und ist damit nicht mehr genau das Gebäude, in dem Konradin Kreutzer 1780 geboren wurde.
Im Meßkircher Heimatmuseum befindet sich eine ausführliche Stammtafel Kreutzer, die von Museumleister Armin Heim erstellt wurde, der auch Mitglied des Kreutzer-Familienverbands ist.

Der Komponist hat meines Wissens keine männlichen Nachkommen, sondern nur zwei Töchter gehabt.

Guten Abend Tobias,

danke für den Tipp mit dem Heimatmuseum samt Kreuzer-Stammbaum. – Ich habe es auch gesehen im Internet, dass er 2 Töchter hatte, keine Söhne. Dann waren es „nur“ Verwandte aus Meßkirch.

VG Monika

Sehr geehrte Frau Beate,

Wenn die Teufelsmühle ja zum Kloster Kreuzlingen gehört hat, war das vermutlich auch der Gerichts- bzw. Grundherr der Mühle. Und dann sollten sich im Klosterarchiv auch Unterlagen finden, in denen zum Beispiel Erbverträge enthalten sein dürften. In diesen Erbverträgen werden in der Regel alle zum Zeitpunkt lebenden Verwandten genannt. So könnten Sie die Verwandtschaftsbeziehungen belegen.

Es ist jetzt nur die Frage, wo diese Erbverträge liegen. Vielleicht, wie schon gesagt im Thurgauer Landesarchiv, oder noch im Kloster selbst oder oder oder.

Schade, dass es hier in discourse keine Kategorie „Schweiz“ existiert, sonst könnte man dort anfragen.

Allzeit viel Forschererfolg wünscht nebst einem schönen Osterfest

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Peren

Hallo und guten Abend,

zum Thema “alles eine Blutwurst” habe ich folgendes herausgefunden:

Der Sohn von Franz Xaver Kreuzer (mutmaßlicher Bruder von Johann Georg), Sebastian heiratet 1778 in Brochenzell. Der Trauzeuge heißt Johannes Korros (im Eintrag Kollos) von Teufelsmühle. (Brochenzell 002_0052)

Ich denke, das ist der Sohn aus erster Ehe der Marianna Gebhard

Das verifiziert leider immer noch nicht, welchen Kreuzer der J Georg entstammt, aber es ist schon auffallend. So ein Durcheinander!

Noch eine andere Frage. Anton Korros und Familie haben laut Kirchenbuch Berg FN in Hüttenhausen gelebt. Weiß jemand, wo das sein könnte?

VG Beate

Guten Abend zusammen,

das Hüttenhausen ist wohl das jetzige Ittenhausen zwischen Ailingen und Berg.

VG Monika

Hallo zusammen,

Hüttenhausen = Ittenhausen kann ich bestätigen.

LG
Daniel

Vielen Dank!

Liebe Helfer,

gleich nochmal eine Ortsfrage.

Kann mir jemand sagen, wo der Christian Kreuzer herstammt?

Linke Seit, Eintrag vom 05.April

Vielen Dank für die Mühe

Ich lese “ Siggen”

Lese Siggen. Das gibt es im wttbg. Allgäu. Könnte sich aber auch wegen der räumlichen Nähe um Siggenweiler handeln.

VG, Franz

Hallo Agnes und Franz,

ich habe gerade bei matricula gesucht. Siggen gibt’s tatsächlich. Mal sehen, ob ich da irgendwie weiterkomme.

Vielen Dank

Hallo zusammen,

die Hundtbiss von Waltrams (Humpis) in Brochenzell waren auch in Siggen. Vermutlich kam der Christian Kreuzer deswegen nach Brochenzell. In Siggen gab es 1693 eine Mühle.

In 1693 und 1698 sind zwei Kinder dieser Hundtpiss gestorben. Leider fängt das 1. Buch erst 1693 an.

https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/rottenburg-stuttgart/siggen/M+0122%252C+B+001/?pg=111

Weiter habe ich nicht gesucht und weiß nicht, wo die Daten vor 1693 notiert sind.

Viel Glück bei der Suche

Monika

Hallo Monika,

das wäre tatsächlich möglich. Schade, dass die Bücher erst so spät anfangen.

Danke dir

LG Beate

Ich habe ein bisschen weiter recherchiert und gesehen, dass bei den Taufen der Kinder des Hans Jerg Kreuzer die Hundbiss Paten waren. Also besteht tatsächlich eine Verbindung.

Ich hatte gehofft, die Taufe meines Johann Georg vielleicht in Siggen zu finden, aber leider Fehlanzeige. Ich grabe weiter.

Mal eine blöde Frage. Sind die Bücher, die auf Matricula online sind, eigentlich die Erstschriften, oder Duplikate?

VG Beate

Man muss da etwas vor und nach 1808 bis 1871 unterscheiden.

Vor 1808 gab es beides. Wenn überhaupt Zweitschrift angefertigt wurde. Beispiel Waldsee. Dort gab es auch von einem frühen Buch (1650?) auch Erstschriften. Man sieht deutlich, immer wechselnde Schriftbild. Bei der Zweitschrift dann lesbarer und einheitlicher.

Ab 1808 ja laut Verordnung (vom 15.11.1807) beides zu erstellen mit Formularbücher. Die Zweitschrift hätte dann 1934 (ich vergesse das genaue Jahr immer!) nach Stuttgart-Ludwigsburg ins Archiv geliefert werden müssen. Es gab ein paar Pfarreien, die sich widersetzten (z.B. Michelwinnaden) und behaupteten, die Erstschrift ging verloren, sodass die Zweitschrift zur Erstschrift wurde, die sie behalten durften.

Ein paar haben die Zweitschrift ab 1808 später (also nach der Verfilmung ca. 1970 durch LDS-Kirche) doch noch ins Archiv nach LU eingeliefert. Dort wurde es digitalisiert und dann zurückgegeben - mit allen anderen (um die 2010?).

2020 haben dann die LDS ihre alten Filme durch diie Maschine laufen lassen und digitalisiert, sodass wiederum die Erstschriften auch im Gemeindezentrum verfügbar sind.

Konnte ich jetzt deine Frage beantworten? Vielleicht hilft der zeitliche Abriss für die Einschätzung “was in welchem Archiv”.

Hallo Silvia, vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Ich hatte die leise Hoffnung, dass das Kirchenbuch von Brochenzell vielleicht eine Abschrift ist. Es gibt einen Geburtseintrag um 1730 eines Kreuzer, bei dem die Angabe der Eltern und Paten komplett fehlt.

Nochmals vielen Dank und viele Grüße

Schau mal hier …. es wird noch nicht mal wirklich ‘ausgewiesen’, dass es sich um eine Erst- und Zweitschrift handelt → Kopie. Bad Waldsee - Zeitspanne von “Taufen 1609-1644” und “Taufen 1609-1662“. Auf dem Buchdeckel steht “Copia”.
Aber man hat es noch nicht mal in der Erfassung ausgewiesen. - auch nicht bei Matricula. Man muss einfach selbst schauen, wenn es überschneidende Zeitspannen gibt.

Katalog von Bad Waldsee bei Familiysearch

Katalog bei matricula