Kiel wriedt

Zum Thema Wriedt in Kiel kann ich folgendes beitragen:
   .
   Aus dem Chronicon Kiliensee tragicum curiosum (1432-1717), von Asmus
   Bremer, Buergermeister von Kiehl:
   .
   [Anno 1595] "Evdem auf einen sontag gegen den Abend hat sichs
   zugetragen, da� ein alter Mann Paul Morthorst genannt, zu Meimerstoerp
   wohnend, mit seiner Frauen und zwei Soehnen von Kiehl ab, da sie des
   Tages zur Kirche gewesen, wieder nach Hause fahren wollen. Da gehet
   ein Mann vom Garten [Gaarden], Marx Wriedt genannt, ohnweit der St.
   Juergens Kirchen diesen Wagen vorbey und wuenschet ihnen einen guten
   Abend. Alsbald springen des alten Paul Morthorsten beide Soehne, Asmus
   und Claus, von dem Wagen auf diesen Wriedten zu und schlagen ihm eine
   Wunde ins Haubt (als mit dem sie vorher in Feindschaft gelebet). Deren
   Vater komt auch mit ein Beyl dazu um Frieden zu machen. Diesem nimmt
   der Wriedt das Beyl aus der Hand und wehret sich damit so gut er kann,
   trifft aber den alten Vater selber damit auf den Arm, da� er bey zu
   haenget, wird aber darauf von den beyden Bruedern dergestalt
   niedergeschlagen, da� sie ihn in einem Graben aldar für tot liegen
   lassen und davon gangen! . Der alte Paul Morthorst aber hat sich an
   der empfangenen Wunde so sehr verblutet, da� er bald darauf
   gestorben." [S. 75, Wolfgang Ferdinand Gabriel Mordhorst, Vom Ursprung
   und der Herkunft des Freibaeuerlichen Geschlechts (tor) Morthorst]
   .
   [Anno 1599] "Am 4. Februar des Jahres 1599 hat einer Nahmens Marx
   Wriedt, auf dem Garten wohnend, eine Sentenz dahin bekommen, da� er
   sich in dieser Stadt und demselben Gebiete bis zur gebuehrlichen
   Aussoehnung wegen der dem Paul Morthorsten zugefuegten Verwundung mit
   toedlichen Ausgang, enthalten sollte. Dieser aber entgegen hat er sich
   dennoch den 4. Februar als am Sontag Sexagesimae, allhier wieder
   eingefunden. Weil nun die drei Asmus, Claus und Peter Gebruedere
   Morthorsten von Meymerstoerp mit diesem Wriedten in Feindschaft
   gestanden, eben das mal auch hier zugegen gewesen und den Wriedten
   wahrgenommen, haben sie ihn, als er am selben Sontage aus der
   Vormittagspredigt gegangen, aufgepasset und denselben vom Nicolai
   Kirchhofe ab die Schuhmacherstra�e hinunter bis ans Schuhmacherthor im
   vollem Lauf verfolget und daselbst vor Thomas Beckensons Wohnung, da
   er sich verbergen wollte, aber so eilig nicht hinein kommen koennen,
   alle drey mit ihren Spiessen ueberfallen und ! jaemmerlich erschlagen
   und erstochen. Die Handtaeter haben alsofort die Flucht durchs
   Schuhmacherthor uebers Eys genommen und sint darauf durch
   gewoehnliches Fahrrecht friedelos gelecht worden." [S. 75, 76, ibid.]
   .
   .
   .
   Kann mir jemand sagen wo Meimersdorf damals eingepfarrt war, St.
   Juergen oder St. Nicolai?
   .
   Frohe Ostern
   .
   Thomas Petersen