Hier der ganze Link; es handelt sich um den Stand der Verstorbenen
In der Sterbeurkunde des Ehemanns einige Jahre später steht: Leibzüchter
Danke und viele Grüße,
Maria Anna (Meyer)
Hier der ganze Link; es handelt sich um den Stand der Verstorbenen
In der Sterbeurkunde des Ehemanns einige Jahre später steht: Leibzüchter
Danke und viele Grüße,
Maria Anna (Meyer)
Steuerexecutor(s)
Danke, das klingt sehr interessant, ich denke, es wird die Berufsbezeichnung ihres Mannes sein, wenn man andere Einträge des Sterbebuchs liest (Totengräber und Schreiner waren um 1850 bestimmt keine typischen Berufe für Frauen).
Die (sehr klare und deutliche) Eintragung lautet aber ganz eindeutig „Steuerexecutors“. Eine Lesung als „Steuerperäquator“ gibt die Schreibung nicht her.
Hallo, Maria Anna und Franz,
ich lese daraus Steuerexecutor.
Viele Grüße
Stephan (Nickel)
Danke, leider verstehe ich es in diesem Zusammenhang (noch) nicht.
Die Berufsbezeichnung ist im 19. Jahrhundert nicht selten. Im Amtsblatt von Großenhain (Sachsen) vom 16. Mai 1868 steht die Bekanntmachung: „Die städtischen Centralsteuern auf das II. Vierteljahr 1868 sind längstens bis zum 30. d. Mts. an die geordnete Cassenstelle zu bezahlen, widrigenfalls die Restanten durch den städtischen Steuerexecutor gegen die gesetzliche Erinnerungsgebühr von je 13 Pfennigen werden erinnert werden.“ (Digitale Sammlungen: Großenhainer Unterhaltungs- & Anzeigeblatt : 16.05.1868)
Das hört sich für mich so an, als sei ein Steuerexecutor ein Beamter, der für die Eintreibung der ausstehenden Steuerzahlungen sorgt.
Freundlichen Gruß
Klaus (Bailly)
Zum Zusammenhang: In diesem Kirchenbuch werden verstorbene Ehefrauen in der Spalte „Stand des Verstorbenen“ durchgängig mit dem Beruf des Ehemanns (im Genitiv) bezeichnet (siehe z. B. Nr. 23 „Todtengräbers“ - das machte auch keine Frau). Der Eintrag ist also zusammenhängend zu lesen als: „Eleonore Weiffen, geborne Güntermann, Ehefrau des Conrad Weiffen, Steuerexecutors zu Peckelsheim“.
Genau, das hab ich mir dann auch gedacht! Ich habe nur noch nicht den Zusammenhang verstanden, da ja in der Sterbeurkunde des Ehegatten “Leibzüchter” und nicht Steuerexecutor steht.
Hallo zusammen,
mein Urgroßvater Philipp Wilhelm Ramfort (1839-1910) war Kötter und Steuer-Executor, so wurde er vom Amtsgericht Rheda i/W angeschrieben. Er wurde auch Steuerbote genannt. Im Totenbuch nur noch Vollziehungsbeamter a.D. Es gab also damals schon den Nebenerwerbslandwirt.
Jemand hat auf ein Thema geantwortet, das du beobachtest.
| Maria_Anna_Meyer
11. April |
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Genau, das hab ich mir dann auch gedacht! Ich habe nur noch nicht den Zusammenhang verstanden, da ja in der Sterbeurkunde des Ehegatten “Leibzüchter” und nicht Steuerexecutor steht.
Ein Leibzüchter ist ein Rentenbezieher. Ich nehme an, dass Weiffen zum Zeitpunkt seines Todes schon im Ruhestand war.
Leibzüchter war in Westfalen der frühere Bauer auf einem Hof oder Kotten, der diesen an die nächste Generation übergeben hatte und jetzt auf dem Altenteil lebte, i.d.R. ein kleines Häuschen auf dem Hof und von der jüngeren Generation einen Unterhalt bezog. In alten Dokimenten findet sich dafür regelmäßig auch die Bezeichnung “Liftucht”.