Hallo, Listenteilnehmer,
leider komme ich erst heute dazu, etwas mehr über die Hexenprozesse (ab)zu
schreiben.
Schauplatz : der Segensberg in Hochlar. Östlich des ehemaligen
Siechenkottens stand weit sichtbar der Galgen (Anno 1602 am Sevensberg). Die grausamen
Vorgänge sind über Aufzeichnungen aus Rentmeisterrechnungen und Niederschriften
der kurfürstlichen Oberkellnerei (Vorlaufer des Finanzamtes) von Schloß
Horneburg genau überliefert. Der Hörige Hermann Dietrich zu Hochlar hatte
jedesmal, wenn ein Dieb gehenkt wurde, die Leiter zum Galgen hin und wieder
zurückzufahren. Mörder und Räuber wurden gerädert. Eine Gnade für manchen Tunichtgut
war seine Enthauptung. Ende des 16. Jahrhunderts stieg die Zahl der Personen,
die als Hexen und Teufelsver-bündete durch Verbrennen auf dem Segensberg
hingerichtet wurden , gewaltig an. Das Rentmeisterbuch von 1580 enthält Ausgaben,
die bei den Hexenprozessen ausgelegt wurden : Essen und Trinken für die
Gefangenen und den Henker, der die Angeklagten durch Foltern zum Geständnis
"überreden" sollte. Ferner Kosten für Leitern, Rollen, Seile , Zangen, Haken,
Halsketten, Spanische Stiefel, Daumenschrauben (oh) Kerzen, Schwefel, Teer und
trockenes Holz.
Den geschichtlichen Hintergrund für die Hexenverbrennungen der damaligen
Zeit bildeten die soge-nannten "Truchsessischen Wirren" und die kirchlichen
Lehren der Inquisition.
Die erste Hexenhinrichtung fand wohl Anno 1514 statt. Der damalige
vestische Amtmann, der Graf von Schaumburg, ließ eine Zauberin aufgreifen, die den
lausigkalten Winter verursacht haben sollte.
Hinrichtungen im größeren Umfange gab´s 1580 und 1581. Mindestens 44 Männer
(auch) und Frauen aus Recklinghäuser Umgebung mußten den Scheiterhaufen
besteigen.
Entnommen dem Heimatbuch"Vom Hochlartal zum Segensberg" vom VV Rhs.-Hochlar,
MfG JR
Liebe Listenteilnehmer,
wei� jemand, ob das Erzbisch�fliche Generalvikariat in Paderborn Mikrofilme diverser Kirchenb�cher an Archive wie z.B. das Stadtarchiv Recklinghausen ausleihen w�rde?
Herzliche Gr��e
Christian (G�dde)
Hallo,
falls jemand daran interessiert ist.
Ich koennte eine 3 seitige original Grafik anbieten.
Es muesste sich hierbei um einen
"Bericht von der Hexerei im Bistum Neisse von 1651" handeln.
Es handelt sich um ca. 500 kg in Format Dateiformat PDF.
Diesen habe ich auf der Internetseite http://www.bibliotekacyfrowa.pl/dlibra gefunden.
Es gruesst ganz herzlich
G�nter ( Mielczarek )
www.mielczarek.de
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