Handke/ Schindler Beerberg, Kreis Lauban

Ich brauche noch einmal eure Hilfe, denn ich bin wieder an einem toten Punkt angekommen.

Ich suche Daten zu folgenden Personen

Arnold Reinhold Paul Handke

*:1867 vermutlich Kreis Lauban (abgeleitet von der Heiratsurkunde der Tochter)

+:Mautitz, Meißen, Sachsen (Jahr unbekannt, jedoch definitiv vor dem 2. WK)

er war verheiratet mit

Pauline Alwine Schindler

*: vermutlich Kreis Lauban

+:1952 Mautitz, Meißen, Sachsen (geschätzt, jedoch definitiv nach dem 2. WK)

die beiden hatten eine Tochter welche in Beerberg, Kreis Lauban geboren wurde - die Urkunde konnte ich mittlerweile erhalten, jedoch gab es keine weiteren Spuren

Ida Anna Martha Handke

*:12 Feb 1897 Beerberg, Kreis Lauban (Urkunde vorhanden)

+:06 FEB 1978 Mautitz, Meißen, Sachsen, Deutschland (Urkunde vorhanden)

der Sohn wurde bereits in Sachsen geboren

Albert Hermann Martin Handke

*:25 Dez 1900 Borna, Nordsachsen, Sachsen, Deutschland

+:14 Jul 1957 Mautitz, Meißen, Sachsen, Deutschland

Nun weiß ich aus dessen Heiratsurkunde, dass der Vater Kunstschlossgärtner im Schloss zu Borna und Bornitz war. Als sie dann alt waren sind sie nach Mautitz zur Familie gezogen.So weit, so bekannt. Aber woher kamen sie? Zwischen 1897 und 1900 sind sie nach Deutschland eingewandert. Kann man so etwas irgendwo einsehen? Könnte es Personallisten geben aus denne man mehr filtern kann? Oder hat jemand sonst eine Idee, wo ich angreifen kann? Ich bin wirklich unglücklich, weil ich hier nicht weiter komme.

Danke!

Liebe Yoyomaus, eines an Ihrem Post irritiert mich sehr: Sie schreiben, dass die Ahnen zwischen 1897 und 1900 nach Deutschland eingewandert seien. Bitte studieren Sie die Geschichte doch mal genau und sie werden feststellen, dass eben Lauban zu dieser Zeit zu Niederschlesien gehörte, d.h. zu Deutschland und nicht zum Ausland. Ich finde es einigermassen erschütternd, dass Ihnen das nicht klar ist. Ansonsten wünsche ich Ihnen, dass sie voran kommen in der Forschung. Leider forsche ich dort nicht.

Freundliche Grüsse, Brigitte

Hallo „Yoyomaus“,

der Kreis Lauban mit seinen Ortschaften gehörte zu Niederschlesien bis zum Ende des 2ten Weltkrieges.
Insofern sind Sie/bist Du ja in der richtigen Liste mit der Anfrage.

Zu Ende des 2ten Weltkrieges flüchteten viele Niederschlesier vor der Roten Armee, diejenigen die blieben wurden später vertrieben.
Dann wurde das Gebiet polnisch.
Vielleicht meinten Sie mit „Auswanderung“ die Flucht oder Vertreibung?

Wie sicher ist es, dass Arnold Reinhold Handke vor dem 2ten Weltkrieg starb? Es lässt eine recht weite Zeitspanne.
Ich würde zunächst versuchen, seine Sterbeurkunde zu erhalten. Und wenn möglich auch die Sterbeurkunde seiner Ehefrau.
Den Kreis Lauban würde ich nicht unbedingt als Geburtsort dieser beiden sehen, aber als Wohnort zur Zeit der Geburt der Tochter.

Wichtig wäre den Heiratsort herauszufinden, vielleicht im Kreis Lauban?
Ich habe das sehr ungenaue Gefühl, dass mir bei meiner Familienforschung im Kreis Lauban schon einmal der Name Handke „über den Weg“ lief.
Das kann ich aber nicht sicher sagen. Ich denke mal nach.

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen,
nehmen Sie/Du den Kommentar nicht all zu Ernst, jeder fängt mal an, nicht jeder findet immer die richtigen Worte für eine Anfrage.

Gruss Christina_L

Hallo,

danke für die Antwort - ja für mich ist das hier noch ganz hart Neuland :wink:

Ich kann zwecks dem Versterben auf die Aussage meiner Großtante zurückgreifen, mehr habe ich da leider nicht und eine Anfrage im archiv zu Riesa verlief bis jetzt ergebnislos mit der Anm., dass man das genaue Datum wissen müsse :’) Fakt ist, dass die Tochter in Dresden lebte und dort ausgebombt wurde. Sie und ihr Mann kamen bei der Familie in Mautitz unter und haben die Möbel/Wohnlichkeit mit der Mutter geteilt haben und dann übernahmen. Sie schwört Stein und Bein, dass es um 1952 gewesen sein muss (Ja gut, sie ist 90 … da kann es natürlich auch abweichen).

Schwer wird es wohl auch die Heiratsdaten zu bekommen, denn wo soll man anfangen. Handke hab ich in Lauban gefunden, aber ob die zusammen gehören, man weiß es nicht :frowning:

LG

Hallo „Yoyomaus“,

Sie/Du könnten erneut bei zuständigen Archiv für Mautitz (Archiv Riesa?) anfragen. Diesmal nach der Melderegisterkarte von Arnold Reinhold Handke.
Darauf sind vermutlich auch die Geburts-und Sterbedaten von ihm und seiner Ehefrau vermerkt und wann und von woher sie zugezogen sind.

Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, betreffend der Sterbedaten, freundlich den zuständigen Friedhof (vermutlich Mautitz) zu kontaktieren.

Geburtsurkunde der Tochter, geboren zu Beerberg: welches Standesamt stellte die Urkunde aus?
Welche Religion hatten die Eltern?

Standesamtsregister gab es ab dem 01.10.1874. Für die Zeit davor muss man nach den Kirchenbüchern suchen, soweit sie erhalten sind.
Eventuel hatte Beerberg keine eigene Kirche, d.h. man muss die zuständige Kirche finden.
In vielen Orten, die seit 1945 polnisch sind, überlebten die Kirchenbücher nicht.

Zur Zeit der Heirat der Eltern war es noch üblich, dass am Wohnort der Braut bzw ihrer Eltern geheiratet wurde.

Hier ein Link zu Beerberg:

Vielleicht helfen ja diese Infos weiter,

Gruss Christina_L

Hallo „Yoyomaus“,

ich habe mal in meinem grossen Recherche-Stammbaum nachgesehen.
Der Name Handke sowie der Name Schindler taucht darin auf.
Aber keiner der beiden Familiennamen scheint untereinander verbunden und es gibt keine Anzeichen,
ob die eine oder andere Familie mit der von Dir genannten Familie verwandt ist.

Ich wollte auch noch sagen, dass die Suche nach Spuren in Niederschlesien teilweise sehr, sehr schwierig sein kann,
da ja sehr viele Dokumente im Krieg oder kurz danach zerstört wurden.

Da zählt jedes Detail !

Ich selber Suche seit vielen, vielen Jahren im Kreis Lauban.

Solange Deine Grossmutter noch recht fit ist, frage sie , sehr nett, aus ! Mach evtl Video oder Audio Aufnahmen
und gestalte ein Treffen, dass sie „inspiriert“ ! (Alte Fotos, alte Unterlagen… )
Lebende Verwandte sind das wichtigste !!! Sie haben ein Wissen, das kein Dokument belegen kann !!!

Viel Glück
Christina_L

Alles schon probiert, mal fallen die Orte Grünberg, Hirschberg oder Schneekoppe, aber das ist meiner Meinung nach zu weit weg von Beerberg. (Die Seite kannte ich übrigens auch schon, aber leider war ich dann da auch nicht weiter gekommen.)

Auch ist von einem Bruder, Cousin oder Onkel die Rede der Alfred hieß und wohl Jäger war, er wurde immer besucht, aber den Ort weiß man nicht mehr. Die Tochter hat nach dem Krieg noch einmal in die Region geschrieben, hat aber nichts mehr erreichen können.

Dahingehend ist die Tante aber noch recht fit - sie wusste dass die Tochter Kindermädchen für den Sohn der Familie von Byren war. Das hab ich so weit auch rekonstruiiert.

Aus der Geburtsurkunde/Heiratsurkunde lässt sich leider nicht viel entnehmen, ich bin mal so frei und hänge die an. Vielleicht sieht ja wer was, was ich nicht sehe…

Das andere werde ich mal probieren, vielen lieben Dank für den Hinweis.

Hallo Yoyomaus,

orientiere Dich nicht an der Distanz. Jeder dieser Orte könnte eine Spur sein! Wir sind bei Deiner/Ihrer Suche nicht im Mittelalter.
Es gab „Wanderberufe“ = immer neuer Arbeitsplatz aber es gab auch einfach Berufe, die mit einem Ortswechsel zusammenhingen.
Der Vater scheint ja bereits 1897 den Beruf des Kunstgärtners ausgeübt zu haben.
Vielleicht hatte er damals, wie man heute sagen würde: ein gutes Jobangebot" in Beerberg und früher und später woanders.
„Kunstgärtner“ war nicht jeder.

Die Tochter war „Haustochter“? Das heißt nicht automatisch Kindermädchen.

Ich selber suchte nach dem Begriff „Haustochter“ wegen einer Ur-Grosstante aus Lauban.
Die beste Erklärung, die ich bisher fand ist: „eine junge Frau, die in einem fremden Haushalt lebt und dort lernt einen Haushalt zu führen“.
Ob das nun die Bezeichnung „Kindermädchen“ beinhaltet, kann ich nicht sagen, aber es könnte dazugehören.
Ich würde sagen: eine Haustochter kann auch ein Kindermädchen sein, ein Kindermädchen aber keine Haustochter.
Ich, rein persönlich, gehe davon aus, dass eine „Haustochter“ nur bei vertrauenswürdigen, bekannten Personen der Familie
untergebracht wurde.

Frage weiter und sag Dir nie! Der Ort ist zu weit entfernt! Seit der industriellen Revolution ab 1870er Jahre wurden immer mehr Zugverbindungen
gebaut. Es gab z. Bsp.Züge von Lauban nach Berlin (mit Umsteigen).

Und noch eines:
Ich hatte Schwierigkeiten, aus Deiner Antwort herauszulesen worauf Du jeweils antwortest.

Ein einfacher Tipp: Kopiere den Satz auf den Du antwortest in Deine Antwort und Antworte hervorgehoben direkt nur darauf.
Das kann manches vereinfachen.

Ich hoffe, ich konnte helfen
Gruss Christina_L

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Betr.: Hausmädchen

Hier ein Auszug aus dem Lebenslauf meiner Schwiegermutter, betreffend Hausmädchen und was danach kam.

1.12.1934 bis 28.02.1935
Alleinmädchen bei der Familie von Hanna K. mit drei Kindern zwischen 3 und 7 Jahren in Goldberg/Schlesien.
1.03.1935 bis 31.05.1935
Haustochter mit Kinderpflege bei einer Dorothea G. in Jauer
1.09.1935 bis 30.11.1938
kaufmännischer Lehrling Immerbrand-Ofenwerke Paul Friedrich Jauer, für ¼ Jahr unterbrochen, siehe unten.
1.04.1937 bis 1.07.1937
Samariterin Kreiskrankenhaus Liegnitz

MfG. Helmut Bode

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Mittlerweile konnte ich mehr Daten bekommen und habe nun gelesen, dass Camin gar keine KB mehr hat und Wiesenthal könnte man wohl im Archiv Polen abfragen? Hat da jemand eine Idee, wo man sich da genau hinwendet? Ich bin da leider noch sehr unbeholfen…

      • Arnold Reinhold Paul Handke

        • Geb:01 Dez 1867 in Kamien, Niederschlesien, Polen

        • Gest:24 Aug 1939 in Mautitz, Meißen, Sachsen, Deutschland

  1. Pauline Alwine Schindler

    Geburt 24 Aug 1874 • Wiesental, Kreis Löwenberg, Schlesien, Polen

    Tod 23 Mär 1953 • Mautitz, Meißen, Sachsen, Deutschland