Hallo Gerd F. [Rymarzik]
aus meiner eigenen Erfahrung wei� ich, da� einige Staatsarchive (auch) in
Polen gelegentlich auch Korrespondenz in verschiedenen Fremdsprachen
durchf�hren, somit auch Anfragen in einigen wenigen westeurop�ischen
Sprachen, wie z.B. i. d. englischen, deutschen, franz�sischen u.a.m.
beantworten. Leider kann man sich darauf nicht verlassen, da die Mitarbeiter
der Archive (auch) in Polen chronisch �berarbeitet und die Archive selbst
personal unterbesetzt sind, zudem sind solche Anfragen NIEMALS einfach und
mit einem einfachen Schreiben erst gar nicht zu erledigen, das musste ich
schmerzlich erfahren, als ich selbst mehrmals versucht habe, ehrenamtlich
anderen Forscherkollegen mit der Durchf�hrung zweisprachiger Korrespondenz
zu helfen. Irgendwann einmal hie� es bei einigen Mitforschern, da� alles,
was ich f�r sie zweisprachig bew�ltige, doch so einfache Schreibarbeit sei,
nun mache ich sie jetzt �berhaupt nicht mehr ehrenamtlich und mit der
zweisprachigen Korrespondenz mit staatlichen Stellen in Polen will ich erst
recht nichts zutun haben.
Aber die Aussichten auf Erfolg einer solchen Anfrage, wie die Deine jetzt,
sind ohnehin (auch ohne �bersetzung) durchaus gro� und sie erh�hen sich sehr
deutlich, wenn Du das Ergebnis Deiner Internetrecherche mit beif�gst und
zwar bitte so genau, wie irgendwie m�glich, wenn Du dorthin eine E-Mail
schickst, dann halt ein extra Dokument mit dem anh�ngen, was Du im SEZAM
gefunden hast, einem Brief mit der einfachen Post das Dokument als Ausdruck
beif�gen - bitte auch an den Link im Internet zu diesem Dokument denken. So
was erleichtert die Durchf�hrung Deiner Anfrage dem Mitarbeiter des
Staatsarchivs sehr.
Es hilft einem auch sehr, wenn man den Verwandtschaftsgrad m�glich direkt zu
der gesuchten Person gleich plausibel gemacht hat, das erspart auch eine
eventuelle zus�tzliche R�ckfrage, die sich sehr umst�ndlich gestalten kann?
Nach dem in Polen geltendem Recht sind die Staatsarchive zwar zur ewigen
Aufbewahrung und der zur Verf�gungsstellung der Dokumente verpflichtet, das
gilt aber nur bei der Herausgabe der Informationen an die direkten
Verwandte, es kann ausgesprochen umst�ndlich werden, wenn sie mal anfangen,
dies zu �berpr�fen und sie f�hren diese Prozedur gelegentlich durch.
Leider habe ich eben noch etwas unter Deinem Link gefunden: "Access
conditions: Czesciowo" / das Bedeutet, da� Dein Fund nur "teilweise"
zug�nglich ist - ich w�rde's trotzdem in jedem Fall versuchen!
Viel Erfolg und liebe Gr��e aus Hamburg,
Richard [Czarnecki]