Hallo Thomas,
nachfolgend das Mail mit dem Text aus dem Buch �ber Gro� Wartenberg .
Johannes war so nett und hat ihn mir heute geschickt. Vielleicht hilft es
Dir ja weiter.
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Sie fragten nach Klenowe und nach Ossen. Ich schreibe Ihnen mal ab, was in
dem Eisert-schen Buche dar�ber zu lesen ist:1.) Hirschrode (Klenowe)
Es ist ein sehr altes, bereits in der Protektionsbulle von Papst Hadrian
IV.
vom 23.April 1155 als Bistumsgut unter dem Namen Gelenow benanntes Dorf.
1531 geh�rt es unter dem Namen Clonaw zur Herrschaft Medzibor. 1554 hei�t
es
Klyna, 1561 finden wir es unter dem Namen Glenowo. 1549 hat der Ort,
zusammen mit den G�tern von Medzibor, Pawelau und Ossen einen Zins von
zusammen 27 Mark f�r Vikarien und Mansionorien des Domstifts Breslau zu
zahlen. Franzkowski errechnet eine Zinssumme vor dem Ersten Weltkrieg mit
756 Mark. Das war damals f�r das Dorf sicher eine nicht unbedeutende
Belastung.
Hans Bernhard von Maltzan verkaufte laut Vertrag vom 21.September 1565
seine
Kammerg�ter Medzibor, Pawelau, Klenowe, Ossen und Kenchen nebst zwei
Eisenh�mmern und allen Ein- und Zugeh�rungen an seinen Schwager Raphael
Le�czynski v.d.Lissow, Starosten zu Radiejow, Herrn zu Goluchow. "Zwar
galt
der K�ufer als eine Person, die sich in Polen hohen Ansehens erfreute und
bei Gelegenheit dem Habsburgischen Hause viel Nutzen schaffen konnte, so
hatte man doch Bedenken, ihn zum Besitz in Schlesien zuzulassen." Es
konnten
daraus unliebsame Verwickelungen und Folgerungen entstehen, diese suchte
man
zu
vermeiden. Erst als der neue Besitzer am 19.November 1565 einen Revers
unterschrieb, in dem er die Verpflichtung einging, sich dem Staate
willf�hrig zu erweisen und auf den verkauften G�tern keine Festungen zu
bauen und dem Kaiser Eides- und Untertanenpflicht zu leisten, wurde der
Kauf
genehmigt. Klenowe, wie es damals hie� - das bis zum Jahre 1607 zur
Standesherrschaft Wartenberg geh�rte - ist um 1800 zur Herrschaft Medzibor
zugeh�rig und damit geh�rt es zum F�rstentum Oels. Seit dem 1. Januar 1818
wurde es bei der Neugestaltung der Kreise mit der Herrschaft Medzibor und
allen dazugeh�rigen Gemeinden, laut K�niglicher Anordnung, dem Kreis
Wartenberg zugeteilt. So blieb es dann bis zur Vertreibung im Jahre 1945.
Seit 1825 gab es in Klenowe eine evangelische Schule, 1891 wurde das
Schulhaus massiv neu erbaut. Die Schule war dreiklassig mit zwei Lehrern.
Seit 1909 bestand auch eine L�ndliche Fortbildungsschule, wie lange sie
bestand ist nicht bekannt. Wahrscheinlich ging sie w�hrend des Ersten
Weltkrieges wieder ein. Langj�hriger und bedeutender Lehrer in Klenowe war
Paul Kiese (+ 7.Februar 1926), der sich als Heimatforscher und Sammler
verdient gemacht hat.2.Ossen
Das Dorf wird im L.f.(1305) auf S.63 Ozelawitz genannt und geh�rte damals
dem Ritter Duyslaus, Besitzer von Distelwitz. Sp�ter wird es Teilgut der
Herrschaft Medzibor. Der Freiherr von Maltzan verpf�ndet das Vorwerk
Medzibor und das Dorf Osse im Jahre 1539 f�r 400 ungarische Gulden dem
Jakob
Salza. 1609 war Ossen noch im Besitz des Herzogs von Oels. Es hat dann ein
wechselvolles Schicksal und die herzoglichen Hauptleute von Medzibor sind
auch gleichzeitig Besitzer von Ossen. Es geht dann in b�rgerliche H�nde
�ber, bis 1888 ein Premierleutnant Richard von Busse als Besitzer
auftritt,
der Ossen gegen Bischdorf eintauscht an Richard von Buddenbrock. Die
Familie
bleibt bis 1906 Besitzer. In der evangelischen Kirche in Neumittelwalde
war
nach dem Ersten Weltkrieg noch die Loge der Buddenbrocks und des Grafen
von
Reichenbach zu sehen. �ber den nachfolgenden Besitrzer Landschaftsrat
Heinrich von Mankowski wird am 1.Juli 1910 Joseph Daszkiewiecz aus
Olschowa,
Kreis Kempen, Besitzer auf Ossen. Damit wird ein Vertreter des Polentums
Besitzer eines Gutes im Kreise Gro� Wartenberg. Nach dem Ersten Weltkrieg
siedelte die Schlesische Landsiedlungsgesellschaft den gr��ten Teil des
Gutes auf und errichtete zahlreiche landwirtschaftliche
Nebenerwerbssiedlungen an der Markungsgrenze gegen Neumittelwalde, und im
Oberhof gr��ere Siedlerstellen als Haupterwerbssiedlerstellen. In den
R�umen
des alten Ossener Schlosses fand in den 30er Jahren ein Arbeitsdienstlager
f�r M�dchen (weibliches Arbeitsdienstlager) Unterkunft, das eine
Au�enstelle
in Kraschen errichtete.
Soweit diese beiden Orte. Ich vermute allerdings, da� diese Angaben f�r
die
Ahnenforschung nicht viel hergeben werden.
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Herzlichen Gru�
Petra Kreuzer (geb. Kaboth)
www.petrakreuzer.de
mailto:p.kreuzer@petrakreuzer.de
Dauersuche:
Kaboth, Kupke, Kynast, Glatz, Tschapke, Geldner(in), Nermal/Sermal, Mann
(M�nnchen)
in den Kreisen Namslau und Gro� Wartenberg
Roth, Lambio, Vernuell, Cordell im Raum Trier
Schumacher, Wagner, Richard, Schilz, Lehnen, Moritz im Raum Pr�m
Hassel, Schu, Schad, Malburg, Sossong, Collin, Dupr�, Detemple
Hunsr�ck/Belgien