Hallo Ihr Lieben,
vor allem Eva Holtkamp, Gisbert Berwe, Stefan Mettenbrink und Gerd Schmerse,
für die vielen Hinweise, Informationen, Meinungen und Ratschläge zu dem von
mir geschilderten Problem der nicht durchführbaren Optimierung von GenProfi
3.4 - Daten bzw. der nicht durchführbaren Konvertierung zu GenProfi 4 -
Daten.
Dabei gab es wieder sehr viele und äußerst unterschiedliche Auffassungen zum
DOS-System, zum Betreiben von DOS-Programmen unter Windows, zur jeweiligen
Software und dem entsprechenen Betriebssystem, zu Programmen mit
unterschiedlichen Datenbanksystemen, zur maximalen Satzzahl usw. usw.,
aber auch zur Übernahme in andere hilfreiche und stabile
Genealogie-Programme sowie zur moralischen Verpflichtung des Entwickleres.
Auch scheint mir nicht die vorhandene Anzahl der Datensätze der kritisiche
Punkt zu sein, sondern vielmehr die Handhabung der Verknüpfungen innerhalb
des Programms.
Offenbar bündeln sich alle Schwierigkeiten in der Prgrammlogik von GenProfi,
die offensichtlich derart komplex programmiert ist.
Wie Herr Thimm selbst berichtete, ist die wesentliche Änderung, die mit
GenProfi 4 angegangen wurde, um bekannte Probleme zu beheben
(Speicherbedarf, proprietäres Memofeld, das keinen sauberen externen Zugang
erlaubt u. a.), der Wechsel der Datenbankstruktur von xBase auf Foxpro.
Mein Problem ist daher, dass ich sehr viele Jahre sehr zufrieden mit
GenProfi 3.4. gearbeitet und einen beachtlichen Datenbankbestand durch
fleißige Arbeit zusammen getragen habe.
Und, da fast jeder weiß, dass man unheimlich viel in GenProfi
hineinschreiben kann, was sich aber kaum durch auswertbare Dateien,
Gedcom-Dateien für den Export usw. wieder herausholen lässt, entfiel für
mich von vornherein ein Umstieg auf ein anderes Programm.
Am meisten aber glaube ich, wurde GenProfi durch meine gezielte Anwendung
der Register für Orte, Familiennamen und Vornamen mit Alias-Begriffen
eingeschränkt. Und durch die besondere Struktur der Memo-Felder hat sich das
Programm schließlich selbst erwürgt. Aber es wurde ja immer mit dieser
Möglichkeit geworben. Eine mögliche Warnung ist mir nie zu Ohren gekommen.
Allerdings falsche Verknüpfungen irgendwelcher Daten, die - wie mir z. B.
Walter Wiesner berichtete - letztlich zum Zusammenbruch von GenProfi
führten, hat es bei mir nie gegeben.
Mit vielen Versuchen und Irrtümern ist es mir endlich gelungen, aus
einzelnen Datenbankfraktionen ein neues Gebilde aufzubauen, das tatsächlich
optimierbar ist.
Meine Vorgehensweise zur Datenübertragung in einen neuen Forschungsbereich
habe ich - wie bereits am 25.04.06 berichtet - in der Reihenfolge
Register in neuen Forschungsbereich kopieren, dann Familiendaten und
schließlich unverknüßfte Personen einschließ Patenbeziehungen kopieren,
jeweils für eine bestimmte Anzahl von Datensätzen vor genommen und danach
optimiert. Da wieder von vorn mit den nächsten Familien- und Personensätzen.
Zum Schluß hatte ich eine (hoffentlich vollständige) Kopie des alten
Forschungsbereichs, der sich anschließend optimieren und danach auch in das
GP4-Format konvertieren ließ.
Trotz meiner sicher recht gut durchdachten Vorgehensweise war aber in keinem
Falle eine Vollständigkeit aller Datensätze ohne händisches Zutun zu
erreichen.
Hinzu kommt, dass die tatsächlichen Datensatzzahlen ja mehr oder minder im
Dunkeln bleiben, da unzählige Datensätze beim normalen Datenbetrieb bei der
Überarbeitung gelöscht werden, aber von der nicht optimierten Datenbank
weiterhin in der Gesamtzahl der vorhandenen Datensätze ausgewiesen werden.
Ansonsten wäre es eine einfache Differenzrechnung.
Die hoffentlich weitgehend vollständige Datenbank habe ich dann tatsächlich
mit der KONVGP34.EXE ins neue Datenbankformat von GenProfi 4 verwandeln
können.
Zuvor mehrfach durchgeführte Versuche mit der defekten Datenbank scheiterten
weiterhin, weil auch diese Konvertierungsdatei wegen des scheinbar fehlenden
Speicherplatzes ihre Arbeit nicht entfalten konnte. Der Ablauf ist dabei so,
dass zuerst auf die DAT__AC.DBV zugegriffen wird (AC ist mein
Forschungsbereich), und diese Datei hat sich ja schon mehrfach als defekt
erwiesen (nicht mehr komprimierbar mit ZIP bzw. auch nicht mehr entpackbar,
hin und wieder auch schwer kopierbar).
Es ist jedenfalls eine Freude zu sehen, wie gut jetzt alles läuft.
Optimierungen, die früher mehr als 4 Stunden dauerten, sind jetzt in etwa 10
Minuten erledigt. Allerdings muss ich einschränken, dass die von mir als
Alias-Dateien benutzten Registerdateien für Familiennamen, Vornamen und Orte
(ich hatte immer von Klammerbegriffen gesprochen) nur in der einfachen
Grundform konvertiert wurden. So muss ich für eine effektive Suche nach und
nach diese Klammerbegriffe neu eingeben. Und das kann dauern!
In meinem Hinterkopf hat sich irgendwie der Gedanke festgesetzt, dass ich
die alte Datenbank vielleicht durch die Überbeanspruchung dieser
Alias-Begriffe in den Registern zum Erliegen gebracht habe. Und wenn man die
defekte Datei mit irgendeinem Splitprogramm so weit zerlegen könnte, dass
sich die einzelnen Teile optimieren lassen, könnte man die alte Struktur
(Übereinstimmung von Datensatznummer und Personenschlüssel) erhalten und
danach in GP 4 übernehmen.
Bis jetzt funktioniert die Vergabe von neuen Personenschlüsseln bei der
Anlage neuer Personensätze noch nicht richtig. Immer wieder werden Schlüssel
vorgeschlagen, die wie sich erst beim Abspeichern des Datensatzes zeigt,
bereits belegt sind.
Andererseits wird auf die durch die wirkliche Löschung von Personensätzen
frei gewordenen Schlüssel noch nicht zurückgegriffen. Im Falle der
Familienschlüssel funktioniert es aber einwandfrei.
Außerdem vergleiche ich jetzt durch Aufrufe der Personensätze in GenProfi
3.4 und Genprofi 4 (jeweils 15 Personensätze pro Bildschirm) nach und nach
die Vollständigkeit bzw. mögliche Abweichungen in der Schlüsselbenutzung.
Auch das ist bis für eine noch nicht absehbare Zeit eine ungeheure händische
Aktion.
Aber auf die Dauer will ich nicht beide Programme nebenher bedienen, weil
sich so keine Einheitlichkeit erzielen lässt.
Jetzt muss ich einmal sehen, ob ich irgendwo ein Hilfsprogramm downloaden
kann, mit dem ich die Dateien mit der GP4-Struktur einsehen (und notfalls
ändern) kann.
Weiterhin schrieben mir einige Leser, dass Sie ebenfalls zwangsläufig auf
GP4 umgestiegen sind und auch dafür viel Zeit aufwenden mussten. Die
Zwangsläufigkeit verstehe ich aus eigenem Erleben. Ob sie mit dem großem
Zeitaufwand die Datenrettung oder das Umlernen auf ein neues Programm
meinen, weiß ich allerdings nicht. Ich empfinde das überhaupt nicht so. Und
außer der wesentlich größeren Schnelligkeit, besonders für die Datenpflege
springen mir keine erkennbaren Vorteile ins Auge. Kann es sein, dass ich
noch nicht alle Vorteile von GP$ erkannt habe?
Gibt es eigentlich auch GenProfi Extrem für das neue GP4-Format? Und was
kann man damit anstellen?
Nochmals Euch allen vielen Dank für Eure fachliche und moralische
Unterstützung bei meinem Datenbankproblem.
Schön wäre es jedoch, wenn zu einem solchen leistungsfähigen und
hochgeschätzten Programm ein bessere Support möglich wäre.
Mit freundlichen Grüßen
Franz-Jörg Becker aus der Messestadt Leipzig
e-Mail to: info@ahnen-pool.info
Meine Datenbank ist - vielleicht auch durch Ihre / deine Hilfe - wie folgt
gewachsen: