Gehäuftes Sterben gleich nach der Geburt/Minderwuchs

Liebe Familienforscher!

Heute habe ich ein Problem und hoffe, dass mir jemand helfen kann.

Diese Sache hat auch indirekt und direkt mit der Familienforschung zu tun:.

Eine Bekannte hat ein Kind bekommen, das in einer Art „kleinwüchsig“ ist.
Ihre Cousine hat ebenfalls vor Jahren so ein Kind bekommen.

Meine Bekannte war jetzt überall (auch an der Uni-Klinik) und niemand kann
ihr sagen, was das Kind hat und wie man die Krankheit nennt.

Es gibt u.a. das sog. „Silver-Russell-Syndrom“. Das soll es nicht sein.

Eine Ahnin von ihr wurde ca. 5 x schwanger und jedes Mal, wenn das Kind im
Mutterleib ca. 1000 g wog, starb es ab.

Hat vielleicht jemand so etwas in der eigenen Familie erlebt bzw. in der
Vorfahrengalerie???

Wäre doch auch interessant.

Wen es nicht interessiert, der möge die Mail bitte löschen.

Ich weiß, dass wir nicht in einer humangen. Liste sind :slight_smile:

Hat jemand noch einen Tipp??

Danke für die Mühe und liebe Grüße!

Rita Hartwig

Forschung nach:

BRODERSEN OWESEN BÜCHERT u.a.Norddeutschland u. „Umgebung“

HARTWIG FETT KOSANKE LIEDER KLEMZ Pommern, Meckl.-Vorp.,

SCHÖNFELD RASS Norderney etc.

LINKE LAUBE LAUGSCH WENDE ZIPPEL RÜBESAM

BARTHOLDIN u.a. in Niederschlesien

Liebe Frau Hartwig,

als Laie (!) und Mutter eines Extremfrühchen habe ich in den vergangenen
Jahren viel erlebt und gesehen. Ich wage zu behaupten, daß die
Kleinwüchsigkeit des Kindes Ihrer Bekannten nichts mit der Geschichte ihrer
Ahnin zu tun hat.

Heutzutage würden Kinder mit 1000 g Gewicht aufgrund des Standes unserer
Medizin eine sehr gute Chance haben zu überleben. Von den ca. 40
Schwangerschaftswochen hätten sie bereits ca. 27 bis 29 Wochen hinter sich
gebracht und wären bereits seit einigen Wochen körperlich voll entwickelt.
Die einzigen großen Probleme liegen dann bei den Lungen bzw. den
Lungenbläschen sowie bei dem Herzen, bei dem der Ductus noch nicht voll
geschlossen sein kann. Solche Zwerge werden dann zu ihrem eigenen Schutz per
Kaiserschnitt geholt. Heute spricht man dann davon, daß die Mutter ein
HELPP-Syndrom (Risiko von Leber-Lungen-Nieren-Herzversagen) hat, in den
Sechzigern und Dreißigern des letzten Jahrhundert sprach man von einer
Schwangerschaftsvergiftung. Zu führerer Zeit wären die Kinder sicherlich im
Mutterleib oder gleich nach der Geburt gestorben.

Von meinen unfreuwilligen Aufenthalten im Krankenhaus weiß ich, daß für
Kleinwüchsigkeit häufig eine Fehlfunktion - oft unerkannt - der Schilddrüse
bei der Mutter verantwortlich sein kann. Das war etwas, was man von mir
seinerzeit in der Uniklinik ganz genau wissen wollte.

Es würde mich freuen, wenn meine Betrachtungen Ihnen helfen konnten.
Gestatten Sie mir zum Schluß die Feststellung, daß Kleinwüchsigkeit des
Körper nicht einher gehen muß mit der des Geistes. Vielleicht war ja ein
Vorfahr ihrer Bekannten auch extrem klein und das hat sich bei der
Weitergabe der Gene bis heute bewahrt und Ihre Bekannte darf sich über einen
ganz pfiffigen kleinen Floh freuen. Welche Größe hat der Erdenbürger denn?
Wir haben seinerzeit mit 39 anfangen müssen.

Gruß

Anke (Reinholdt)

Hallo, langsam werden die Themen ja immer mehr genealogie-bezogen..... Gibt es nicht Speziallisten f�r diese Spezialt�ten, ansonsten h�tte sicher jeder noch ein paar spannende Themen zu bieten...
Ingo

Tut mir leid, Ingo, ich hätte Frau Hartwig gerne auch privat geantwortet,
hatte aber keine Anschrift. Und so abseits der Genealogie ist das Thema,
denke ich, nicht.

Gruß

Anke Reinholdt

Hallo Ingo,

ohne gleich wieder eine Protestlawine hervorrufen zu wollen: Ich finde derlei Beitr�ge ab und zu nicht ganz unspannend. Zeigen sie doch den Neulingen, dass Genealogie durchaus einen praktischen Nutzen f�r das Jetzt und f�r die Zukunft haben kann, vorausgesetzt man interessiert sich f�r mehr als nur die nackten Daten (kaum zu glauben, was man diesbez�glich manchmal in alten Kirchenb�chern und Familienchroniken finden kann). Anke gibt mit ihrer Schildr�senfunktionst�rung bei Kleinw�chsigkeit doch ein recht gutes Beispiel. Fr�her konnte man da wenig machen, heute hat man ganz andere M�glichkeiten. Wenn Kleinw�chsigkeit in einer Linie h�ufiger vorkam kann die heute Schwangere zumindest ihre Schilddr�senfuktion �berpr�fen lassen. Gilt auch f�r andere m�glicherweise familienimmanente Erkrankungen. Fr�h erkannt kann man oft was machen. Ich kann mir gleichfalls vorstellen, dass die Genealogie (ist jemandem aufgefallen, dass da das Wort Gen drinsteckt?) bei bestehenden Erkrankungen, z.B. bei der Suche nach einem Knochenmarksspender f�r einen Leuk�miepatienten hilfreich sein k�nnte. Wie gesagt, zur Auffrischung solcher Gedankeng�nge sind derlei Beitr�ge von Zeit zu Zeit nicht verkehrt und f�r manchen Leser wohl auch lehrreich. Damit sollten wir das Kapitel denn auch schlie�en. Bemerkungen zu diesem meinem Beitrag bitte direkt an mich (Ulrich.Schroeder@zenit-magdeburg.de) und nicht �ber die Liste.

Liebe Gr��e

Ulli

Boris Reinholdt schrieb:

Tut mir leid, Ingo, ich h�tte Frau Hartwig gerne auch privat geantwortet,
hatte aber keine Anschrift. Und so abseits der Genealogie ist das Thema,
denke ich, nicht.

Gru�

Anke Reinholdt

-----Urspr�ngliche Nachricht-----
Von: famnord-bounces@genealogy.net [mailto:famnord-bounces@genealogy.net] Im
Auftrag von ingo awe
Gesendet: Donnerstag, 9. August 2007 15:03
An: FamNord
Betreff: Re: [FamNord]Geh�uftes Sterben gleich nach der Geburt/Minderwuchs

Hallo, langsam werden die Themen ja immer mehr genealogie-bezogen..... Gibt
es nicht Speziallisten f�r diese Spezialt�ten, ansonsten h�tte sicher jeder
noch ein paar spannende Themen zu bieten...
Ingo
From: "Boris Reinholdt" <boris.reinholdt@gmx.de>
To: "'FamNord'" <famnord@genealogy.net>
Sent: Thursday, August 09, 2007 12:48 PM
Subject: Re: [FamNord]Geh�uftes Sterben gleich nach der Geburt/Minderwuchs

Liebe Frau Hartwig,

als Laie (!) und Mutter eines Extremfr�hchen habe ich in den vergangenen
Jahren viel erlebt und gesehen. Ich wage zu behaupten, da� die
Kleinw�chsigkeit des Kindes Ihrer Bekannten nichts mit der Geschichte ihrer
Ahnin zu tun hat.

Heutzutage w�rden Kinder mit 1000 g Gewicht aufgrund des Standes unserer
Medizin eine sehr gute Chance haben zu �berleben. Von den ca. 40
Schwangerschaftswochen h�tten sie bereits ca. 27 bis 29 Wochen hinter sich
gebracht und w�ren bereits seit einigen Wochen k�rperlich voll entwickelt.
Die einzigen gro�en Probleme liegen dann bei den Lungen bzw. den
Lungenbl�schen sowie bei dem Herzen, bei dem der Ductus noch nicht voll
geschlossen sein kann. Solche Zwerge werden dann zu ihrem eigenen Schutz per
Kaiserschnitt geholt. Heute spricht man dann davon, da� die Mutter ein
HELPP-Syndrom (Risiko von Leber-Lungen-Nieren-Herzversagen) hat, in den
Sechzigern und Drei�igern des letzten Jahrhundert sprach man von einer
Schwangerschaftsvergiftung. Zu f�hrerer Zeit w�ren die Kinder sicherlich im
Mutterleib oder gleich nach der Geburt gestorben.

Von meinen unfreuwilligen Aufenthalten im Krankenhaus wei� ich, da� f�r
Kleinw�chsigkeit h�ufig eine Fehlfunktion - oft unerkannt - der Schilddr�se
bei der Mutter verantwortlich sein kann. Das war etwas, was man von mir
seinerzeit in der Uniklinik ganz genau wissen wollte.

Es w�rde mich freuen, wenn meine Betrachtungen Ihnen helfen konnten.
Gestatten Sie mir zum Schlu� die Feststellung, da� Kleinw�chsigkeit des
K�rper nicht einher gehen mu� mit der des Geistes. Vielleicht war ja ein
Vorfahr ihrer Bekannten auch extrem klein und das hat sich bei der
Weitergabe der Gene bis heute bewahrt und Ihre Bekannte darf sich �ber einen
ganz pfiffigen kleinen Floh freuen. Welche Gr��e hat der Erdenb�rger denn?
Wir haben seinerzeit mit 39 anfangen m�ssen.

Gru�

Anke (Reinholdt)

-----Urspr�ngliche Nachricht-----
Von: famnord-bounces@genealogy.net [mailto:famnord-bounces@genealogy.net] Im
Auftrag von Rolf-Hartwig
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2007 23:04
An: famnord@genealogy.net; pommern-l@genealogy.net;
niederschlesien-l@genealogy.net
Cc: 'Mecklenburg-L'; stolp-l@genealogy.net
Betreff: [FamNord] Geh�uftes Sterben gleich nach der Geburt/Minderwuchs

Liebe Familienforscher!

Heute habe ich ein Problem und hoffe, dass mir jemand helfen kann.

Diese Sache hat auch indirekt und direkt mit der Familienforschung zu tun:.

Eine Bekannte hat ein Kind bekommen, das in einer Art "kleinw�chsig" ist.
Ihre Cousine hat ebenfalls vor Jahren so ein Kind bekommen.

Meine Bekannte war jetzt �berall (auch an der Uni-Klinik) und niemand kann
ihr sagen, was das Kind hat und wie man die Krankheit nennt.

Es gibt u.a. das sog. "Silver-Russell-Syndrom". Das soll es nicht sein.

Eine Ahnin von ihr wurde ca. 5 x schwanger und jedes Mal, wenn das Kind im
Mutterleib ca. 1000 g wog, starb es ab.

Hat vielleicht jemand so etwas in der eigenen Familie erlebt bzw. in der
Vorfahrengalerie???

W�re doch auch interessant.

Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt.

                 - Eugen Roth -

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Hallo Ralf,
es gibt mehr als 450 verschiedene Kleinwuchsformen und sicherlich 4-5 formen, die noch keinen Namen tragen. Dabei gibt es vererbbare Formen und Formen, die ein Wille oder Laune der Natur sind und Formen, die ernährungsbedingt sind.

Soviel dazu. Ob es etwas vererbbares sein könnte, welches dann erst in der 3. oder 4. Generation wieder auftritt, kann man erst sagen, wenn man die Krankheit kennt. Das heißt es müsste eine Diagnose darüber bekannt sein.

Herzlichste Grüße aus Hessen

Walter (Diehl)

"Rolf-Hartwig" <mailto:rolf-hartwig@foni.net> schrieb: