Friderizianischen Kataster

Hallo Almut

Unter http://www.kaschuben.gmxhome.de/kataster.htm steht in etwa folgendes:
Zuerst wird kurz die Vorgeschichte der ersten polnischen Teilung
beschrieben. Dann folgt die Beschreibung der "Friderizianischen Kataster".
Sie enthielten Angaben zu Familienhäuptern, der Familienangehörigen
unterteilt nach Personen bis und über 12 Jahre sowie nach sonstigen zum
Haushalte gehörenden Personen (Gesinde...) getrennt nach Geschlecht und das
für jede Ortschaft gesondert.
Die Formulare / Fragebögen waren unterteilt auf 91 Punkte, bieten also eine
Menge an Informationen.
Die Kataster wurde eingeführt zur besseren Erfassung der Steuerpflichtigen
und wurden durch 3 Kommissionen des Geheimrats Roden innerhalb eines Jahres
(1772/73) abgeschlossen.
Die angegebene Liste enthält die Angaben aus dem "Kreis" und der
"Kreisstadt" Tucholi (Kaschubenland).
Aufgrund der Menge der Angaben (100.000 Namen) wird die Liste peu a peu
ergänzt(Deswegen zunächst die Angaben bis D).
Über den heutigen Lagerungsort ist kein Wort zu finden.

So, das ganze ist natürlich jetzt wenig hilfreich für Suche nach den
Friderizianischen Kataster aus Schlesien, die 1743 erstellt wurden.

Hallo Andreas und sonstige Interessierte,

"...Kolonistenakten angelegt, die heute zum
Teil in Berlin-Dahlem lagern..."
um welche Archive es sich hier genau handelt

zumindest das Archiv in Berlin-Dahlem konnte ich gestern abend ausfindig
machen.
Es handelt sich um das "Geheime Staatsarchiv Preu�ischer Kulturbesitz" mit
interessanten Sammlungen rund um Preussen und damit auch Schlesien.
Archivbest�nde sind unter
http://www.gsta.spk-berlin.de/framesets/frameset.php
in der Rubrik "Best�nde / Recherche" nachzusehen.

Adresse:
Das Geheime Staatsarchiv Preu�ischer Kulturbesitz,
Archivstra�e 12-14
D-14195 Berlin (Dahlem)
Telefon: 030/839 01 00
Telefax: 030/839 01 180
E-Mail: gsta.pk@gsta.spk-berlin.de

�ffnungszeiten
Montag, Mittwoch - Freitag
8.00 h - 15.30 h
Dienstag 8.00 h - 19.30 h

Viele Gr�sse
Almut Bruschke-Reimer

Hallo,

zum Thema habe ich gerade noch folgendes auf der Webseite von Doris Baumert
gefunden:

"Kataster werden auch Bekenntnis-, Fassions- oder Pr�stationstabellen
genannt. Die �ltesten, schlesischen Kataster stammen aus den Jahren
1721-1725. Ihr Zweck war die Ermittlung des Steuerwertes, denn in diesen
Vordrucken mussten die Herrschaften und Untertanen gesondert ihre
"Steuererkl�rung" abgeben - somit enthalten die Kataster alle Besitzer /
Haushaltsvorst�nde in der Reihenfolge der Hausnummern. Diese Erkl�rungen
wurden vom Schulzen und zwei Sch�ffen unterschrieben und mit dem Dorfsiegel
untersiegelt.

Friedrich der Gro�e hat nach seiner Besitzergreifung Schlesiens im Jahr 1743
eine Revision der Kataster durchgef�hrt, die allerdings kaum �nderungen
brachte; in sp�teren Revisionsprotokollen sind oftmals auch die sp�teren
Besitzer angegeben.

In einer Ver�ffentlichung aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hei�t
es, dass sich diese viele hundert B�nde umfassenden Kataster fast l�ckenlos
im BRESLAUER STAATSARCHIV bef�nden. Zweitschriften gab es in den
entsprechenden Orten, bei den Landrats�mtern oder auch bereits im
Staatsarchiv".

Viele Gr�sse
Almut Bruschke-Reimer