Hallo Andreas,
soweit ich weiss, "haben sich" deutsche Standes�mter
da sehr, vor allem das Standesamt I in Berlin, wenn es
nicht um die direkte Linie geht.
Meine Erfahrung mit kleinen brandenburgischen oder
s�chsischen Standes�mtern, wohin ich wegen einiger
Grosstanten geschrieben hatte, ist jedoch, das ich
postwendend die gew�nschte Urkunde (mit Rechnung von
ca. 7-9 Euro, und sehr freundlichem Gruss) bekam,
w�hrend ich beim Standesamt Esslingen, wo ich wegen
eines polnischen Zwangsarbeiters anfragte, sehr
intensive Diskussionen mit dem Amtsleiter f�hren
musste. Schliesslich habe der Verstorbene keine
direkten Nachkommen (weil er von den Deutschen 1945
umgebracht wurde).
Ich denke, es gibt da auch einen gewissen
Ermessensspielraum.
Bei polnischen �mtern kann ich mir nicht vorstellen,
dass da extra noch gepr�ft wird, ob die Anfrage
"berechtigt" ist, eher, ob die Urkunde vorhanden ist.
Mein Tip, wegen der 100-Jahres-Regelung: Versuch es
gleich beim Staatsarchiv, da nun schon 2003 ist und
diese Akten (bis 1903) bereits dorthin verbracht
worden sind.
Beim Staatsarchiv ist eine Recherche 1. preiswerter
(geringf�gig), 2. wird in jedem Fall eine Kopie der
Originalurkunde gemacht (da das Staatsarchiv im
Gegensatz zum Standesamt ja keine beurkundende Stelle
ist), 3. Du dort auch selbst hinfahren kannst und die
B�cher durchschauen.
Du musst beim Staatsarchiv dann nur einen
"Benutzungsantrag" ausf�llen, mit der Angabe, was
gesucht wird. Ich habe beim Staatsarchiv Zielona G�ra
(Gr�nberg) in der Kategorie angegeben "meine
Urgrosseltern und deren Nachkommen" und durfte die
B�cher so durchschauen.
Falls sich dann herausstellt, dass die Gesuchten doch
nach 1903 geboren sind, kannst Du immer noch eine
Anfrage an das polnische Standesamt richten, oder 1-2
Jahre warten, bis diese Jahrg�nge auch ans Archiv
gehen...
Viel Erfolg
Sonja