Fabri/Schmidt Fredeburg

Lieber Wolfgang,

vielen Dank f�r deinen Hinweis aus dem Sch�ngelfamilienbuch, wo der Autor Wasser schreibt, dass das Tagebuch des Hermann Schmidt, B�rgermeister zu Medebach aus der Zeit des 30j�hrigen Krieg, �ber seinen Sohn und dessen Nachkommen aus der Familie Schmidt - so schreibt Wasser - an einen Werler B�rgermeister Bockkopf gelangt ist (die Medebacher Schmidt sollen es Bockkopf �bergeben haben) und von dort kam es im 19. Jahrhundert an Seibertz, der diese Abschrift des geb�rtigen Medebacher Bockkopf, der Infos zu Stadtgeschichte von Medebach sammelte, publizierte.

Vielleicht steht ja bei Seibertz etwas zur Besitzergeschichte dieser Aufzeichnungen. Kann hier jemnd helfen? Seibertz Drangsale des 30j�hr. Krieges in Westfalen, Bd. Medebach in Quellen der westf�l. Geschichte, Bd. 1, Arnsberg, 1857, S. 419-28.

Ich habe die Familienb�cher Sch�ngel auch zuhause, was ich aber nicht verstehe ist, wieso nennt Wasser nicht den Namen desjenigen, der Bockskopf das Tagebuch �bergeben hat? Da er in Werl wohnt, erscheint mir eine Verbindung nach Fredeburg doch etwas weit, und als Medebacher hatte er doch eher Beziehungen in seine Heimatstadt als in ein abgelegenes sauerl�nd. St�dtchen. Man stelle sich einmal vor, ein B�rgermeister von Medebach schreibt ein Tagebuch, sicherlich nicht �ffentlich bekannt, und knapp 80 Jahre sp�ter wei� ein Medebacher, dass dieses Buch in Freburg liegen soll. Das klingt mir doch etwas unglaubw�rdig. Wahrscheinlich hat Bockskopf es von einem Schmidt aus Medebach. Ansonsten w�rde ich gerne einmal den Orginaltext mit dem Hinweis, dass das Tagebuch wirklich von einem Nachkommen Heinrichs Fabris stammt, der wiederum Hermann Schmidts Sohn ist.

In der Geschichte Medebachs finde ich, dass Bockskopf 1753 als kurk�lnischer Rat zu Arnsberg starb, um 1700 aber als Stadtschreiber in Medebach lebte und er 1704/5 eine Sammlung von Quellenabschriften " Miscellana civitatis Medebacensis" ver�ffentlichte. Hermann Schmidt war auch Freigraf und Stadtschreiber zu M von 1624-46. Dann wir die Chronik doch wohl eher in Medebach gelegen haben als in Fredeburg, und in Medebach st�nde seinem Nachfolger im Amt Bockskopf doch dieses Buch zur Abschrift zur Verf�gung. Ein Schreiber wird wohl kaum zur damaligen Zeit wochenlang durch das Sauerland gezogen zu sein, um alte Schriften auf D�rfern �ber Medebach zu finden.

Es ist doch sehr merkw�rdig:
Es gibt in Fredeburg eine B�rgermeister und Gerichtsschreiberfamilie mit adligem Konnubium und der Gerichtsschreiber und Notar Heinrich, ebenfalls mit adliger Ehefrau soll von einem abgelegten St�dtchen und dessen B�rgermeister stammen, der den Beinamen Rotgerber f�hrt. Das klingt doch gar zu unglaubw�rdig. Vielleicht gibt es ja direkte Hinweise in diesem Tagebuch bzw. in der Abschrift desselben.

Trotzdem vielen Dank

Frank