Erfahrungen bei der Ahnenforschung

Liebe Forscher,

meine Erfahrungen sind sehr unterschiedlich und die negativen Erfahrungen wiegen f�r mich leider schwerer.

Eigentlich hatte ich meine Seite auch als Hinweis f�r Anf�nger in Schlesien gedacht und komplette Daten im Netz. Damit die Anf�nger sehen k�nnen, Name X kommt in Y vor.

    * Dann kam ein X und verlinkte meine Seite ungefragt und erweckte
      den Anschein, dass meine Daten seine Arbeit sind. Das pa�te mir
      nicht, auch weil er etliche "krause" und politische Gedanken auf
      seiner Seite kundtut. Er nahm auch gleich das Wappen mit. Der
      "Forscher" meinte ich solle mich freuen.
    * Danach bedient sich Y bei mir, nahm die Daten von VOLKMER auf
      seine Seite. Da er nur einen Teil genommen hatte, "hing" z. B. die
      Schwester meiner Gro�mutter "in der Luft." Sie hatte einen VOLKMER
      geheiratet. Der junge Mensch meinte: ich als Frau Christoph h�tte
      kein Recht an den Daten VOLKMER, wo auch immer.
    * Der 3. Forscher nahm Daten von dem Ort Z von meiner Seite und
      stellte sie unter GedBas als sein Forschungsergebnis ein. Nun war
      bei diesen Daten meine Gro�mutterdabei und das Sterbedatum ist nur
      der Familie bekannt bez. auf meiner Internetseite. So kam ich ihm
      auf die Schliche. Der "Forscher" fand die Sache ganz in Ordnung
      und ich sollte mich schon wieder freuen.

Alle Herren sind mir bekannt und ich brachte sie dazu, die Sachen r�ckg�ngig zu machen. So finde ich das nicht in Ordnung. Ich gebe gerne. Jetzt habe ich nur noch Jahreszahlen und Orte auf meiner Internetseite und wer ehrlich ist, wird sicher fragen m�gen und der bekommt nat�rlich die gew�nschten Daten. Einen Teil meiner Forschung habe ich als Brosch�re gefa�t, drucken lassen und auch z.T. an die Mormonen und Bibliothen (Herne und Leipzig) verteilt.

Mir ist bekannt, dass nun viele Forscher denken: soll sie die Daten doch mit ins Grab nehmen oder einen Stacheldraht drum machen. Darum geht es nicht. Ich will mich auch nicht �ber den Tisch ziehen lassen.

GedBas mochte ich lange nicht, weil dort viele Daten doppelt und dreifach abgelegt wurden und viele Daten sehr ungenau waren. Das hat sich gebessert. Manche Forscher geben noch schrecklich gerne Daten in GedBas ein, aber leider sind viele Halbwahrheiten oder Ungenauigkeiten dabei.

Das sind meine Erfahrungen zu dem Thema.

Viele Gr��e
Ursula Christoph
http://www.grafschaft-glatz-familienforschung.de/

Liebe Frau Christoph,

ich finde Ihr Erleben anr�hrend (Sie erlauben bitte den Ausdruck), weil Ihre Schilderung so authentisch und nachvollziehbar ist. Sie spiegelt aber auch eine gewisse Hilflosigkeit mit der durch die Internetkommunikation in unser Leben gekommene Realit�t wider. Diese Situation gilt f�r uns alle und wir kommen jeweils besser oder schlechter damit zu Rande. Aber wir leben in dieser Situation mit ihren gro�en Vorteilen, aber auch den erkannten Nachteilen. Nach bezahltem Lehrgeld wird dann aber jeder seinen eigenen Weg finden m�ssen.
Wir m�ssen einfach selbstbewusster und auch kritischer unsere Publikationswege suchen und sie dann vertreten.

Sie haben eine richtige Schlussfolgerung gezogen: "Einen Teil meiner Forschung habe ich als Brosch�re gefa�t, drucken lassen und auch z.T. an die Mormonen und Bibliotheken (Herne und Leipzig) verteilt."

V�llig richtig. Sie haben damit den klassischen Weg einer Publikation Ihrer Forschungsergebnisse gew�hlt. Immer k�nnen Sie nun darauf verweisen, dass dies Ihre Forschungsergebnisse sind. - Nun denken Sie aber bitte nicht, dass sich damit im Verhalten der von Ihnen zitierten sogenannten Forscher etwas �ndert. Die neuen Medien haben eben vielen - so nenne ich sie - ungezogenen, weil unerzogenen und genealogisch ungebildeten, Menschen die M�glichkeit zum Datensammeln (das ist eben Sammeln und kein Forschen) gegeben. Das macht aber auch vor Druckwerken keinen Halt. Ich gebe ein eigenes Beispiel:

Ich ver�ffentliche in Abst�nden Aufs�tze in der Zeitschrift meines Hauptvereins, der AMF, und f�ge zur Erl�uterung genealogische Listen bei. Auch diese Daten fand ich dann in einem Fall bei GedBas wieder, und zwar zu einer Zeit, als ich mich selbst bewusst weigerte Daten dort einzustellen. Die Von Ihnen beklagte Unart ist also nicht auf Online-Ver�ffentlichungen begrenzt, nur f�llt sie dort schneller und unangenehmer auf.

Sie sagen dann noch: "GedBas mochte ich lange nicht, weil [...]dort viele Daten sehr ungenau waren. Das hat sich gebessert. [...], aber leider sind viele Halbwahrheiten oder Ungenauigkeiten dabei."

In der Tat hat GedBas Fortschritte gemacht. Vor allem durch die M�glichkeit, der eigenen GEDCOM-Datei eine Beschreibung mitzugeben und bei Ungereimtheiten in Fremden Dateien dort Kommentare zu hinterlegen. Auch die M�glichkeit Quellenhinweise hochzuspielen besteht jetzt, in allerdings leider immer noch nur rudiment�rer Weise. Das ist neben anderem der Grund, weshalb ich GeneaNet bevorzuge.

Das von Ihnen beschriebene Verhalten sogenannter Forscher f�hrt zu viel Daten-Schrott, aber wir werden das nicht �ndern. Nur durch �berlegtes eigenes Vorgehen mit bewussten Ver�ffentlichungen, k�nnen wir es schaffen, uns die Freude an den Ergebnissen unseres Hobbys nicht tr�ben zu lassen. Also kein Stacheldraht sondern Ver�ffentlichen in geeigneten seri�sen Medien.

Viele Gr��e
Peter Teuthorn

Liebe Frau Christoph, lieber Peter,

ich enthalte mich in der Regel inzwischen bei diesen Diskussionen.
Jedoch bin ich gestern abend auf einen Sachverhalt gestossen, der mir
besonders beispielhaft erscheint.

Ich erforsche u.a. eine bislang weitestgehend unbekannte Adelsfamilie der
frühen Neuzeit. Das klingt erstaunlich, gibt es aber tatsächlich.

Als Dateninfo, und nur das und sehr skeptisch, nutze ich auch IGI und
Family-Search.

Meine Kenntniss infolge Archivarbeit und Beschäftigung mit Primärquellen zu
der Person:

Persius v. Lohnsdorf, Leopold Ferdinand (Darmstadt)
* ca. 1652 (Wien, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern sind mir bekannt),
+ 1721 Darmstadt,

zweifach verheiratet, z.Zt. bekannt 3 Kinder, noch nicht bekannt,
Enkelkinder,

Ehe I laut Primärquellen: MIEG von, Susanna Maria, (die Familie von MIEG ist
gut erforscht und allgemein bekannt);

laut Family-Search bei Geburt des einen Kindes = Von MIEGEN, Susannen
Marien,
laut Family-Search bei Geburt des anderen Kindes = Von MENG, Susannen
Marien,

In beiden Fällen Fehler infolge von Lesefehlern und oder Mangel an
grammatikalischer Kenntnis der deutschen Sprache. Genetiv- bzw- Dativ-Formen
werden als kompletter Name publiziert.
Unter diesen Vorraussetzungen ist es nur erschwert möglich, das Sterben der
Kinder zu finden. Die beiden Jungs sind als Kind gestorben. Ich kenne die
Sterbedaten noch nicht, da von mir noch nicht in den rk-Kirchenbüchern zu
Darmstadt gesucht, aber da das Testament des Persius v. Lohnsdorf, Leopold
Ferdinand (Darmstadt) vorliegt und als alleinige Erbin eine Tochter aus
zweiter Ehe benannt ist, weiß ich, dass diese Familie in männlicher Folge
zwischen 1700 und 1750 ausgestorben ist.

Alleinige Kenntnis der Secundärliteratur von IGI bzw. Family-Search führt in
der Regel wegen der hohen Fehlerhäufigkeit zu Irrwegen. Für vergleichende
und vorbereitende Datensammlung kann man das nutzen und immer mit ???
versehen.

Mehr ist es alles nicht!

Im übrigen ist es auch interessant, dass man bei Family-Search Infos zu der
Familie <Persius v. Lohnsdorf> finden kann wenn man sucht, getrennt, unter:

<PERSIUS>

<VON LOHNSDORF>

<PERSIUS VON LOHNSDORFF>

Es gibt im deutschsprachigen Raum Familien, mehrere:

PERSIUS (15. bis 20. Jh.);

VON lOHNSDORF (erw.... bis 1400, danach ausgestorben);

PERSIUS VON LOHNSDORF (erw. ab 1623 vorh. Adelsprädikat, Wien) bis etwa
1750, danach männlich ausgestorben, nach derzeitiger Kenntniss).

Bei Family-Search wird das alles nicht getrennt, ein heilloses
Durcheinander.

Ich schildere hier nur einen Einzelfall. Ich könnte das fortsetzen.

Also nochmals: Digitale Datensammlungen = Erstinformationen => OK,
Wirklichkeitsgehalt ???

Ohne erforschen der Primärquellen ist alles ???

Sorgfaltspflicht: Veröffentlichung gleich wo, nur bei möglichst präzisem
Nachweis.

Mit freundlichen Grüßen

Krafft-Aretin Eggert

Guten Tag Zusammen,

hat jemand Zugriff auf die

Chronik von Meckelfeld - Liebes altes Meckelfeld
Chronik von Meckelfeld - Unsere alten Dorfteile

oder der k�rzlich erschienen und inzwischen ausverkauften

Chronik von Marmstorf ?

Sowohl Meckelfeld als auch Marmstorf liegen im Bereich s�dliches Hamburg.

Suche Angaben zum Familiennamen KNUPPER. In Meckelfeld tauchte mal eine Familie auf, w�hrend in Marmstorf die Familien alteingesessen sind.

W�re daher nett, wenn mir jemand Angaben aus den B�chern geben k�nnte bzw. mir sagen k�nnte, wo ich diese einsehen kann.

Vielen Dank im voraus.

Viele Gr��e

Sven