Guten Abend,
eine generelle Frage: Wer wurde in die Adressbücher eingetragen?
Ich habe nach vielen Verwandten und Vorfahren (einfache Leute) in
Adressbüchern gesucht, aber sie nicht gefunden. Insbesondere in kleinen
Dörfern. Gab es da Unterschiede zwischen Mietern und Untermietern. Oder
spielte die Tätigkeit die entscheidende Rolle?
Viele Grüße,
Uwe.
Ich glaube solche Bücher wurden hauptsächlich in größeren Städten zum
Verkauf vorbereitet. Es liegt ja viel Arbeit dazu alle Menschen Haus
für Haus in ein jährliches Buch zu bringen. Da mußte man schon Kunden
haben und hauptsächlich Firmen die dort ihrer Inserate drucken lassen
wollten.
Auf dem Land ging das eben nicht. So weit ich über die Elbinger
Addressbücher weiß, waren alle Einwohner eingetragen.
Fred
Hallo Uwe,
ich weiß nicht, wie Eintragungen in Adressbüchern in anderen Ländern
gehandhabt wurden, aber für den Goldaper Raum weiß ich, dass Namen
und Adressen nach Telefonanschlüssen, Handel, Gewerbe (Handwerk)
angelegt worden sind. Ergo können Adressbücher auch nur einen kleinen
Teil der Bevölkerung wieder geben. Es gab definitiv Unterschiede zwischen
Vermietern (als Besitzer einer Immobilie), Mietern und Untermietern.
Für Landgemeinden gelten eher OFB, als Adressbücher - und erstere auch nur,
wenn diese erarbeitet wurden, oder wegen Handel und Gewerbe "Mitarbeiter"
(Losmänner z.B.) in Kreis-Adressbüchern als ständig Ansässige eingetragen
wurden.
Auch heute verändern sich Adressbücher wegen der "Umzieherei" sehr schnell.
Für Familienforschung wäre es ratsam, alte Telefonbücher aufzuheben - aber wer
macht das heute noch ? Man holt ein neues ab und entsorgt das alte sogleich bei
der Post oder -filiale. Dazu muss man auch heute berücksichtigen, dass nicht jeder
Einwohner in Telefonbüchern eingetragen ist.
Adress- und Telefonbücher können demnach immer nur ein "Anhaltspunkt" für
Familienforschung sein.
Liebe Grüße --- Gisela