Eintrag des Vaters in Kirchenbüchern

Hallo Steffan,

Da hast du wohl recht! Zwar glaube ich auch, dass der Ehemann sich gegen
die Vaterschaft wehren konnte, indem er die Eintragung des Kindes als sein
Kind verhinderte.
Andererseits habe ich unter meinen Vorfahren und Verwandten
durchaus auch Fälle in denen ein Mann ein Kind als das eigene anerkannt hat,
obwohl er die Mutter zum Zeitpunkt der Zeugung noch nicht kannte, sich also
sicher war, dass es nicht sein eigenes Kind war. Sozusagen vorgeburtliche
Adoption. Habe ich dreimal in meiner Familie (zwischen 1890 und 1950).
Wer weiß, wie oft das früher vorgekommen ist.

Aber, wie du richterweise schreibst, ist schon allein bei der hohen Anzahl von Kuckuckskinder garaniert der ein oder andere Ahnvater dabei, mit dem man
nicht genetisch verwandt ist. Gerade deshalb würde ich gern mehr über meine
mütterliche Linie wissen, aber dies ist wegen verschollener Kirchenbücher nicht
möglich. Auch teilt man sich mit seiner mütterlichen Linie die mitochondriale DNA,
die in den Eizellen ist und von Frau zu Frau vererbt wird. (Siehe die diversen
Projekte Urmütter oder "Evas" zufinden).

Aber generell lege ich auch gleichviel Gewicht auf alle Linien. Komischerweise
bin ich gerade in diesen mittleren Linien sehr weit. Meine ältesten Ahnen sind
in der Linie der Mutter meiner Großvaters väterlicherseits (bis 1480) und in der
Linie meiner Großmutter väterlicherseits, da geht es einmal bis 1383. Also nun
wirklich nicht die rein mütterliche oder väterliche Linie.

Natürlich interessiert mich auch die Herkunft meines Familiennamens- Gassner,
über dessen Entstehung es mehr Theorien und Legenden gibt als der Familien-Namen-Duden auch nur erahnen lässt. So gesehen kann ich die Fixierung
auf eine Forschung in der väterlichen Linie durchaus verstehen. Man hat eben
gerade den Namen mit den Personen gemeinsam.

Grüße,
Patricia