Ein Marineoberstabsarzt im Schwesternheim

Meine Oma, Heinriette Zacharias, ev. (*02.09.1886 Groß Wronnen, Kreis

Lötzen, RegBez. Allenstein, †30.05.1986 Aldingen, Kreis Tuttlingen, Baden-

Württemberg) war gemäß Heiratsurkunde als Köchin bei einem

Marineoberstabsarzt in Königsberg in der Tragheimer Kirchenstraße 24

angestellt.

Geheiratet hat sie am 25.04.1919 in Lötzen (StA Camionken)

den verwitweten Heizer Hermann Gustav Möller.

Aus Zufall habe ich nun ein Bild gefunden, was mit „Kranken- und

Schwesternheim Ostmark in der Tragheimer Kirchenstraße 24“ betitelt

ist. Link: https://bildarchiv-ostpreussen.de/suche/index.html?ids=125584

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Marineoberstabsarzt in einem

Schwesternheim wohnte (residierte ?) und sich von einer Köchin

dort bekochen und bewirten ließ.

Kann es sein, dass im Rahmen einer Neu- oder Umnummerierung der Häuser

in der Tragheimer Kirchenstraße die Arbeitsstätte meiner Oma eine ganz

andere Hausnummer hatte ?

Wäre wunderbar, wenn hier jemand etwas zu einer evtl. Neu- oder

Umnummerierung sagen und vielleicht auch noch ein Bild beisteuern könnte.

Vielen Dank für Eure Hilfe

Volker (Müller-Diepenbeck)

Sehr geehrter Herr Müller-Diepenbeck,

Haben Sie sich denn schon an das Archiv in Lötzen gewandt? So was sollten die doch eigentlich fast auswendig wissen.

Allzeit viel Forschererfolg wünscht nebst einem schönen Abend

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Peren

Hallo Volker,

da das Haus auf dem Foto als „Kranken- und Schwesternheim“ bezeichnet wird, würde ich annehmen, dass es für den Arzt dort eine Dienstwohnung gab und dass Deine Großmutter dort für ihn den Haushalt führte. Vermutlich war das kein „Fulltime-Job“ und Deine Großmutter musste auch noch sonstige Tätigkeiten im Heim verrichten.
Ein Oberstabsarzt ist ein relativ hoher Dienstgrad, daher würde dies auch zu der Situation passen.

Viele Grüße
Jan

Sehr geehrter Herr Peren,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Nein, an das Archiv in Lötzen habe ich mich noch nicht gewandt.

Danke auch für den Forschererfolg. In der Tat, hatte ich neulich. Fand heraus, wo mein Opa nach

der Flucht aus dem ehemaligen Ostpreußen gelebt hat und auch verstorben ist, was mir mit

einer Sterbeurkunde bestätigt wurde. Ein wirklich sehr zufriedenstellender Forschererfolg.

Eine schöne Woche.

Mit freundlichem Gruß

Volker Müller-Diepenbeck

Hallo Jan,

vielen Dank, für die durchaus realistische Vermutung. Habe nur noch ganz wage im

„Hinterstübchen“, als ich vor längerer Zeit Bilder von der Tragheimer Kirchenstraße

ansah, dass bei einem davon vermerkt war, dass die Aufnahme vor „Umnummerierung“

aufgenommen wurde. Leider habe ich mir die Quelle dieser Info nicht aufgeschrieben,

sonst hätte ich wahrscheinlich diese Anfrage nicht gestartet.

Liebe Grüße

Volker

Hallo Volker,

für die Ermittlung von Adressänderungen könnten vielleicht historische Adressbücher weiterhelfen, sofern überliefert. Das Kranken- und Schwesternheim müsste ja als öffentliche Einrichtung darin aufgeführt sein. Auch wird sicherlich in den ersten Ausgaben nach einer Umnummerierung auf die Veränderungen hingewiesen worden sein.

Viel Erfolg und Grüße,
Jan