Eigentümer von Gut Kleszowen 1810 - 1820

Hallo Herr Rüther!

Der verhältnismäßig schnelle Wechsel der Eigentümer dieses Gutes zeigt vermutlich beispielhaft, wie wenig bodenständig und an die heimatliche (wenn sie denn Heimat war) Scholle gebunden die Gutsbesitzer damals in Ostpreußen waren.

Derartige häufige Besitzerwechsel durch Kauf bzw. Verkauf sind zu der Zeit in Ostpreußen nahezu gang und gäbe gewesen.

Können sie anhand Ihrer Quelle ausmachen, ob es sich um ein ritterschaftliches Gut oder einen anderen Großbetrieb handelte?

Die
Vollständige Topographie des Königreichs Preußen. Erster Teil: Topographie von Ostpreußen. Herausgegeben von Johann Friedrich Goldbeck. Königsberg und Leipzig (1785). Nachdruck Hamburg 1990
bezeichnet Kleszowen als adliges Gut (Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 71).

In
Der Regierungs-Bezirk Gumbinnen nach seiner Lage, Begränzung, Größe, Bevölkerung und Eintheilung nebst einem Ortschafts-Verzeichniße und register. Gumbinnen 1818. Nachdruck Hamburg 1981
gibt es die gleiche Klassifikation (S. 8).

Viele Grüße

Carsten Fecker

Liebe Listenteilnehmer,

bei meiner Recherche zum FN STEINAU ist mir ein gleichnamiger Ort (heute: Kamionka)aufgefallen.

Bis 1931 hieß der Ort Königlich Kamiontken, von 1931 bis 1945 hieß der Ort Steinau - und anschließend wieder Kamionka.

Gibt es irgendjemanden, der weiß, warum der Ort in Steinau umbenannt wurde und wer der Namenspatron war? War der Ort in Heiligenbeil?

Viele liebe Grüße aus dem sonnigen Flensburg

Frank Steinau

Sucht: FN Steinau, FN Grube, FN Schirmacher und FN Möck - in Worschienen und ganz Ostpreussen

http://wiki-de.genealogy.net/Worschienen

Hallo Herr Steinau,

es gab zwei Orte mit dem Namen "Königlich KAMIONTKEN" u.a. :

a. LAMPRECHTSDORF

b. STEINAU

zu a : LAMPRECHTSDORF war ein Dorf bei Marienwerder in Westpreußen,
5 km nordöstl. v. Marienwerder, am Flüsschen "Liebe" gelegen.

zu b : Für STEINAU gibt es :

- "ein paar kleine Gehöfte" im Krs. Treuburg (Reg.-Bez. Gumbinnen)

- "ein Gut" im Krs. Labiau (Reg.-Bez. Königsberg)

- "ein kleines Dorf" im Krs. Neidenburg (Reg.-Bez. Allenstein)

Umbenennungen zu STEINAU muss nicht unbedingt auf einen "Namenspatron"
zurückzuführen sein, könnte aber sein. Es ist eher anzunehmen, dass diese drei
Orte mit Steinen "behaftet" waren, die zur "Steinräumung" auf Feldern veranlassten -
"steinige Au" ?

Nur im Krs. Neidenburg wurde der Ort KAMIONTKEN am 23.02.1931 in STEINAU
umgewandelt - nicht in Heiligenbeil.

(Quelle: Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen)

Liebe Grüße aus der sonnigen Pfalz --- Gisela

Hallo Frank,

ganz sich kein Namenspatron, es handelt sich vielmehr um ein schlankes Hin- und Herübersetzen zwischen der polnischen und der deutschen Sprache. Stein ist das polnische Kamień.

Hallo Herr Steinau,

ich suche ebenfalls den FN Steinau im Kreis Heiligenbeil.

Es handelt sich um folgende Vorfahren:
Waldemar Hugo Steinau, * 1880 Danzig, + 1922 Windkeim, Kr. Heiligenbeil
Eltern: Wilhelm Gottlieb Steinau und Hulda Kraft

Waldemar Steinau war verheiratet mit Rosa Elisabeth Bender, * 1877 Jagsthausen (bei Heidelberg).

Zum Gut Kamionka - hier vermute ich wie Herr Wolf eine Übersetzung. Egal ob polnisch oder russisch, denn in beiden Sprachen heißt Stein "kamien".

Viele Grüße
Magdalena Hoffmann

-------- Original-Nachricht --------

Lieber Herr Wolf,

vielen Dank für die prompte und fachkundige Fragestellung. Beim nächsten Mal werde ich erst die polnisch-deutschen Übersetzerprogramme ein bißchen nutzen, bevor ich das Forum und die Listenteilnehmer mit so einer einfachen Frage nerve. Manchmal sind schon sehr komische Fragen und noch seltsamere Antworten in den Listen vorhanden...

vielen Dank für Ihre Hilfe - wieder ein großes Stück - Dank Ihrer Mail - weitergekommen.

Herzliche Grüße aus dem schönen Flensburg

Frank Steinau