Hallo,
ich bin jetzt auf den Begriff Ehehalten gestossen, in Benutzung von einem Mit-Siebziger bei Erzählungen über die Eltern/Großeltern.
Ich hatte das vorher noch nie gehört, es gibt aber hier: Ehaftgewerbe – Historisches Lexikon Bayerns eine schöne Erklärung.
Ist dieser Begriff im dörflichen Oberschwaben vor ca. 100 Jahren (plus/minus) geläufig gewesen?
Vielen Dank für Eure Rückmeldungen
Steffi (Schosser)
P.S. man findet auch wenige ältere Einträge zu dem Begriff in den anderen Listen.
Hallo,
kenne den Begriff auch nicht. Aber Riepl versteht darunter „Familie und Gesinde“.
VG Franz
Liebe Steffi,
liebe Forscherinnen und Forscher,
Dieser Begriff ist mir in meinen Forschungen (in Oberschwaben) auch immer wieder mal begegnet. Zum Beispiel in meinem Aufsatz für die Gesellschaft für Heimatpflege Biberach zu den Erbhuldigungen im mittleren Oberschwaben, und zwar in Uttenweiler bei der Erbhuldigung durch Abt Blank (Obermarchtal) in seinem Heimatort.
Auch Hermann Fischer in seinem Schwäbischen Handwörterbuch und sogar Wax in seiner Etymologie des Schwäbischen nennen diesen Begriff. Hermann Wax war sogar etwas ausführlicher und vor allem er deckt das Oberschwäbische komplett ab.
Franz Ruetz hatte ja auch den Reinhard Riepl schon genannt (ist allerdings nicht speziell oberschwäbisch).
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Merk
88400 Biberach an der Riss
wolle.merk@t-online.de
Super, vielen Dank an alle. Dann war das also ein zumindest nicht unüblicher Begriff.