Originally published at: Düsseldorfer Standesamtsregister und Einwohnermeldekartei online • Verein für Computergenealogie e.V. (CompGen)
Auf der Webseite archive.NRW.de sind die Standesamtsregister und Einwohnermeldekarteien der Stadt Düsseldorf neben weiteren genealogischen Quellen online zu finden. Hier ist das Stadtarchiv auf positive Weise vorangegangen und hat die häufig genutzten Quellen für alle von zu Hause aus durchsuchbar gemacht. Bis 2025 konnten die digitalisierten Personenstandsregister nur an den vier Nutzer-PCs im Stadtarchiv eingesehen werden. Die Webseite des Archivs zur Familien- und Ahnenforschung verrät noch nichts von dieser Neuigkeit, obwohl der Pressedienst der Stadt zum Jahresende 2025 bereits darüber informiert hatte. Jetzt sind auch die Einwohnermeldekarten hinzugekommen.
Standesamtsregister ab 1798
Das Stadtarchiv Düsseldorf bewahrt im Bestand 7 „Genealogische Quellen, Findmittel, Mikrofilme und Digitale Medien“ die Erstschriften der Standesamtsregister ab 1798 (Oberkassel), bzw. rechtsrheinisch ab 1810. Sie enden bei den Geburten 1915, Heiraten 1945 und Sterbefällen 1975. Die Laufzeiten sind bei den neun verschiedenen Standesämtern unterschiedlich. Von der Gesamtzahl aller Urkunden (über 1,57 Millionen) sind nur ca. 0,63 Millionen online abrufbar, da in Geburtsurkunden nach 1876, Heiratsurkunden nach 1899 und Sterbeurkunden nach 1938 Informationen von noch lebenden Personen oder direkte Nachkommen enthalten sein können. Diese Freigabe entspricht auch der Praxis des Landesarchivs NRW.
Um die Suche nach einzelnen Personen zu erleichtern, sind auch die Namensregister digitalisiert. Hierbei gibt es die bei den Urkunden praktizierte Zugangsbeschränkung nicht. Die ebenfalls archivierten Sammelakten sind nicht digitalisiert, ebenso wenig die Gefallenenkartei und die Kartei der Bombentoten.
Einwohnermeldekartei 1856-1925
Die Karteikarten der historischen Meldekartei ab 1856 wurden von den vorhandenen Schwarz-Weiß-Mikrofilmen digitalisiert. Die Originalkartei existiert nicht mehr. Die Karten sind phonetisch nach Nachnamen des Haushaltsvorstands, dann nach Vornamen sortiert. Die älteren Daten bis 1890 sind meist auf Familienkarten angelegt.

Von 1854 bis 1860 gibt es eine Bürgerrolle, die in den Bürgerbüchern – ebenfalls alphabetisch sortiert – digital einsehbar ist. Sie enthält die Namen, Geburtsdaten, Adressen und Berufe der Einwohner. Nachträge sind jeweils am Ende des betreffenden Buchstabens zu finden.
Aufruf: Wo gibt es weitere digitalisierte Standesamtsregister?
Wir rufen unsere Leserinnen und Leser auf, uns an news@genealogy.net zu schreiben, wenn sie von weiteren Orten und Archiven wissen, deren Standesamtsregister online gestellt wurden. In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz sind wir in der komfortablen Situation, dass die jeweiligen Landesarchive bereits viele Urkunden digital durchsuchbar gemacht haben. Dabei handelt es sich in der Regel um die Zweitschriften der Urkunden, in denen die Beischreibungen nicht immer vollständig nachgetragen wurden.
Auch FamilySearch, Ancestry und MyHeritage haben bereits viele Register auf ihren Seiten bereitgestellt bzw. indexiert. So sind z.B. Sterberegister und Heiratsregister des Rheinlandes im Zeitraum 1874–1938 aus dem Landesarchiv NRW zugänglich.
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