Hallo Manfred, Hallo Volker,
anbei meine Daten zu Euren Anfragen. Am meisten ist dazu im Flurnamenatlas
von S�dwestmecklenburg, den der verstorbene Werner Z�hlsdorf 1970 als Band I
herausgegeben hatte, zu finden.
Gemeinde D�mmer
D�mmer See:
�Vom D�mmerschen See geht die Volkssage, da� in ihm eine Stadt versunken sei
und da� die h�chste Stelle in ihm, der Schlo�berg genannt, noch die Tr�mmer
einer Burg zeige. Als im Jahre 1842 der See gesenkt worden, fand man bei
einer Untersuchung wirklich noch etwas Pfahlwerk, Ziegelsteine, Scherben
u.s.w. und zwar nicht blo� auf dem sogenannten Schlo�berg, sondern auf
anderen Stellen des Sees. Weitere Anhaltspunkte hat die erw�hnte Sage
nicht.� (Vgl. Raabe/Quade, Mecklenburgische Ortskunde, a.a.O., S. 816.)
1842 bei der Absenkung des Wasserspiegels fand man Bohlen als Hausreste
sowie diverse Reste an Ziegeln, Hausrat etc.
In einem Artikel in der Schweriner Volkszeitung v. 27.11.2003 wird von einem
ABM-Projekt der Schweriner Zukunftswerkstatt berichtet, das sich dem Schutz
der �sagenumwobenen Schlo�insel� im D�mmer See wirdmete. N�heres kann man
wohl bei der B�rgermeisterin (Tel: 0173 605 4314 Fax: 03865 - 807 17) in
Erfahrung bringen.
D�mmerh�tte:
Die H�ttenmeister Valentin Wentzel und Balthasar Kauffeldt bzw. ab ca. 1647
Heinrich Wentzel betrieben die erste Glash�tte von 1645 bis etwa 1655. In
diesem Jahr wird sie als "abgelegte Glash�tte" bezeichnet und sp�ter als der
"alte Forsthof", in dem der F�rster und der Holzvogt Matthias Kercke
wohnten. Sie wurde auch "H�tte zu Walsm�hlen" genannt, da sie zwischen
D�mmer und Walsm�hlen lag. Besitzer war Andreas Hundt (Gutsherr ??).
Die H�ttenmeister J�rgen Wentzel bzw. sp�ter die Br�der J�rgen und Heinrich
Becker betrieben die zweite Glash�tte von 1665 bis 1683. Der Besitzer ist
unbekannt.
Der H�ttenmeister Jacob Kaspar M�ller - auch in Bakendorf und Dreil�tzow -
betrieb die dritte Glash�tte von 1708 bis 1714, da er in letzterem Jahr das
Gut Gro� Renzow erwarb und die Glash�tte nach dort verlegte. Der Besitzer
ist wiederum unbekannt.
D�mmerst�ck:
Der H�ttenmeister Oswald Kunckel erhielt f�r die erste Glash�tte 1643 den
herzoglichen Konsens, konnte sie aber aufgrund der unruhigen Zeiten nicht
aufbauen. Besitzer war Andreas Hundt (Gutsherr ??).
Dem H�ttenmeister J�rgen Wentzel wurde zum Betrieb der zweiten Glash�tte
1654 der Konsens ab Ostern 1655 auf acht Jahre erteilt. Der Besitzer ist
Hans Schulze.
Literatur:
Behrendt, G., Flurnamen erinnern an Glash�tten. D�mmerh�tte und Perlin, in:
SVZ v. 26.7.1997, S. 17.
Wendt, R., Glash�ttenbetrieb und Gutsherrschaft in Mecklenburg vom 17. bis
19. Jahrhundert, in: WZ der Universit�t Rostock, G-Reihe 21(1972)1.
Bleile, R., Unterwasserarch�ologische Untersuchungen im D�mmer See,
Landkreis Ludwigslust, in: Arch�ologische Berichte aus
Mecklenburg-Vorpommern, Waren, Bd. 5, 1998, S. 54-61.
Steinhofer, G., D�mmer 1230-1980. Beitr�ge zur Geschichte der Gemeinde
D�mmer, Hrsg. Rat der Gemeinde D�mmer 1983.
Mit folgendem Link k�nnt Ihr auf alle D�mmer betreffenden Textstellen der
Mecklenburgischen Jahrb�cher
zugreifen:
http://dlib.uni-rostock.de/servlets/SearchServlet?H_lastPage=results&H_anfZeile=0&H_main=HOME&H_searchId=1126204448842
Mit freundlichen Gr��en
J�rgen (Seemann)