Dörndorf Kreis Oels

Sehr geehrter Herr Thielsch,

D�rndorf und Kunersdorf Kreis Oels. �ber diese Orte informiert:
http://www.gca.ch/Genealogie/Oels/

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Hier zus�tzlich eine Beschreibung von D�rndorf (morgen von Kunersdorf!)

D�rndorf

liegt 17 km s�dwestlich von Oels an der alten Bernst�dter Stra�e zwischen Gro�
Weigelsdorf und Klein Oels 132 m �ber NN. D�rndorf ist ein Netzwegedorf.

Der Ort wurde 1441 erstmalig im Copialbuch der Kreuzkirche zu Breslau erw�hnt,
als die Br�der Heyncze und Hannos Pretewitz (Prittwitz) Besitzer von D�rndorf
waren.

D�rndorf geh�rte zur evangelischen Kirchengemeinde Gro� Weigelsdorf, w�hrend die
katholischen Bewohner (etwa ein Viertel) nach Kunersdorf eingepfarrt waren.

Die Gr�ndung einer Schule erfolgte in D�rndorf vor 1763. Das letzte Schulhaus
stammte aus dem Jahr 1845. Es enthielt einen Klassenraum und die Wohnung f�r den
Lehrer. Der letzte Lehrer war Max Schade. Die kleineren Kinder wurden in
D�rndorf durch den Gutskindergarten betreut.

D�rndorf geh�rte zum Amts- und Standesamtsbezirk Schleibitz. Nach der
Volksz�hlung vom 17.5.1939 hatte das Dorf 219 Einwohner. Die Gesamtgemarkung war
501 ha gro�. Davon entfielen 388 ha auf das Gut, das zum Fideikommi� der Grafen
Yorck v. Wartenburg in Schleibitz geh�rte. Das Gut betrieb eine
Spiritusbrennerei. Eine ebenfalls zum Gut geh�rende Molkerei war verpachtet. Ein
Vorwerk, Peterhof, das aber auf der Gemarkung des Nachbardorfes P�hlau lag,
wurde von D�rndorf aus bewirtschaftet.

Au�er dem Gut gab es in D�rndorf noch 12 landwirtschaftliche Betriebe, 1
Gastwirtschaft mit Fleischerei (Gerhard) und je 1 Gemischtwarenhandlung,
Gefl�gel- und Butterh�ndler, Milchh�ndler und Viehh�ndler.

Als Handwerker waren am Ort je 1 Schmied, Stellmacher, Zimmermann und
Schneiderin t�tig. Letzter deutscher B�rgermeister war Gustav Hiller.

Die alte Bernst�dter Stra�e, an der D�rndorf liegt, befand sich ab Vorwerk
Peterhof (von dort ging auch eine gut ausgebaute Stra�e nach P�hlau) in
Richtung Klein Oels noch in dem urspr�nglichen Zustand einer mittelalterlichen
Landstra�e. Sie war ein Teil des uralten, von Weidenb�umen ges�umten
Handelsweges von Bernstadt - Breslau, der weiter �stlich von alters her auch
"Judenweg" genannt wurde.

[Zitiert aus: Ursula Maria von B�low, Der schlesische Kreis Oels mit seinen
Stadt- und Landgemeinden, W�rzburg 1988, S. 103-104]

Mit freundlichen Gr��en! Klaus Kunze