Stefan Fadinger war der Anführer des oberösterreichischen Bauernaufstandes im Jahr 1626. Er wurde am 28. Juni 1626 am Linzer Schloss tödlich verletzt. Der Berliner Historiker Volker Fadinger hat die Geschichte seines Namensvetters molekulargenetisch untersucht, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Der Bauernaufstand
Der Aufstand richtete sich gegen den bayerischen Statthalter Adam von Herberstorff und dessen Gegenreformation. Fadinger bereitete die Erhebung zwischen Ostern und Pfingsten 1626 vor. Die Erhebung begann am 17. Mai mit einer Wirtshausrauferei. Fadinger und sein Schwager Christoph Zeller führten die Bauern an und besetzten mehrere Dörfer, bevor sie auf Linz vorrückten.
Fadingers Tod und die Folgen
Fadinger geriet in eine Falle, als er am 28. Juni 1626 das Linzer Schloss zu Pferd erkunden wollte. Er wurde am Schenkel verletzt, als Musketiere auf ihn schossen und sein Pferd zusammenbrach. Seine Pistole und sein Schwert blieben zurück und wurden als Devotionalien ins Schloss gebracht. Fadinger akzeptierte einen Waffenstillstand, erlag aber zwei Tage später dem Wundbrand seiner Verletzung.
Molekulargenetische Untersuchung und Verwandtschaftsverhältnisse
Volker Fadinger nutzte die Seltenheit seines Nachnamens, um genetische Spuren zu verfolgen. Er stützte sich auf drei Stammbäume:
Die Nachverfolgung der eigenen Vorfahren bis ins 17. Jahrhundert in den Ortsteil Fading im Kreis Altötting.
Der Stammbaum des Linzer Augenarztes Wolfgang Fattinger, der eine direkte Abstammung vom älteren Bruder Stefan Fadingers aufzeigte.
Die Familie Hermann Föttinger Junior aus Eichstätt, die auf die Witwe Stefan Fadingers zurückgehen sollte.
Molekulargenetische Untersuchungen an neun männlichen Mitgliedern der drei Linien ergaben, dass die Linzer Familie Fattinger und die Eichstätter Föttingers einen gemeinsamen männlichen Vorfahren hatten, der wahrscheinlich der Vater der Brüder Stefan und Hans Fadinger/Föttinger war. Volker Fadingers eigene Familie ist jedoch nicht blutsverwandt mit dem Bauernführer von 1626.
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