DNA - Dynamik bronzezeitlicher Gesellschaften in der Mongolei

Studie kombiniert archäologische und genetische Forschung

  • Untersucht soziale Organisation und Bevölkerungsdynamik in der späten Bronzezeit (ca. 1500 bis 1000 v. Chr.) in der Mongolei- Fokussiert auf Bestattungspraktiken und Analyse menschlicher Genome

Zwei genetisch und kulturell unterschiedliche Gruppen

  • Westliche Gruppe: baute Steinhügel des Deer Stone-Khirigsuur Complex (DSKC)
  • Östliche Gruppe: bevorzugte kleinere, figurenförmige Steingräber
  • Blieben trotz räumlicher Nähe etwa 500 Jahre lang genetisch unterschiedlich

Frühe Eisenzeit bringt Veränderungen

  • Neue Bestattungstradition mit Steinplatten gewinnt an Bedeutung
  • Genetische Profile zeigen wenig Verbindung zu vorherigen westlichen Gruppen
  • Deutet auf große Welle von Neuankömmlingen aus dem Osten hin, die westliche Bevölkerung fast vollständig verdrängten

Wurzeln der westlichen Bevölkerung

  • Teilweise zurückführbar auf frühe Afanasievo- und Khemtseg-Kulturen
  • Brachten vor über 2.000 Jahren mobilen Pastoralismus nach Zentralasien

Kulturelle Koexistenz vs. genetische Vermischung

  • Studie zeigt, dass kulturelle Koexistenz nicht zwangsläufig zu genetischer Vermischung führt

Forschungsprojekt und Institutionen

  • Basierend auf Erkenntnissen des Projekts „Bioarchäologische Forschung auf Friedhöfen im oberen Orchon-Tal“ (BARCOR)
  • Gemeinschaftsarbeit mehrerer Institutionen, inklusive Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) und Universität Bonn

Sources:

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