Die Forschung zu den Human Ancestor Quickly Evolved Regions (HAQERs) hat neue Erkenntnisse über die Entwicklung der menschlichen Sprachfähigkeit gebracht. Diese genetischen „Schalter“ machen weniger als 0,1 % des Genoms aus, haben aber einen etwa 200-mal größeren Einfluss auf die Sprachfähigkeit als jede andere Genomregion.
Entstehungsgeschichte der HAQERs
Die HAQERs entstanden bereits vor der Trennung von modernen Menschen und Neandertalern von einem gemeinsamen Vorfahren. Dies deutet darauf hin, dass die Grundlagen der menschlichen Sprache viel früher entstanden sind als bisher angenommen.
Funktion der HAQERs
Die HAQERs funktionieren wie Lautstärkeregler für Gene, die die Gehirnentwicklung steuern. Sie sind regulatorische Regionen, die FOXP2-Gene, die als wichtige Faktoren bei Sprachstörungen vermutet werden, steuern.
Bedeutung der HAQERs für die menschliche Evolution
Die Analyse ergab, dass diese genetischen „Lautstärkeregler“ bereits bei Neandertalern vorhanden waren und möglicherweise sogar noch etwas stärker ausgeprägt waren als bei modernen Menschen. Dies deutet darauf hin, dass HAQERs uralte biologische Innovationen sind, die mit Sprache in Verbindung stehen.
Forschungspläne
Das Team plant, die Trennung von genetischen und umweltbedingten Einflüssen auf den Spracherwerb weiter zu untersuchen, indem es die ursprüngliche Kohorte von Tomblin erneut analysiert. Dies ermöglicht die Untersuchung, wie vererbte Gene und Umwelteinflüsse die Sprachfähigkeit prägen.
Sources:
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