In einer eMail vom 13.08.2009 10:02:00 Westeuropäische Normalzeit schreibt
will.mehrwissen@web.de:
Was ist eigentlich, wenn das Ergebnis des Verwandschaftsvergleiches per
DNA negativ ist? Z.B., weil es in der Vergangenheit ein Kuckuckskind oder
eine unbekannte Adoption gab. Welche Auswirkungen hätte das für die weitere
Forschung und Zusammenarbeit mit den Mitstreitern z.B. in Polen? In meiner
Familie würde das Ergebnis in einigen Zweigen ganz klar negativ sein
(bekannte Kuckuckskinder in der nahen Verwandtschaft). Trotzdem führe ich die
Forschung auch zu diesen Kindern innerhalb meiner Familie (nicht zu den
außerfamiliären Vätern) weiter.
Was genau sagt also Euch ein DNA-Test bezogen auf die Forschung konkret?
Tja, damals wie heute sind ca. 10 % der angegebenen Väter nicht die
leiblichen Väter.
Dann stecken wir in einer Sackgasse. Aber der Test ist eine Chance und ohne
ihn wäre es auch eine Sackgasse.
Gruss Heide
Dauersuche:
Gruse, Jonitz, Hinz, Zodrow, Pufahl, Krüger, Moske, Gatzke, Robek, Maass,
Steinborn, Wirth, Groth, Ewert, Lipinski, Sobocionka -
alle aus dem Kreis Deutsch Krone
zwischen der konventionellen und der genetischen Genealogie ist ganz klar zu unterscheiden.
Auf der einen Seite verfolgt man die erziehungsgeschichtliche und f�r die meisten ForscherInnen interessantere Stammbaumlinie, auch wenn sie nicht - ich sage mal - evolutionsgeschichtlichen Linie �bereinstimmt. Nat�rlich ist f�r viele auch diese Richtung sehr interessant, da sie etwas �ber die wirklichen V�ter aussagt.
Die genetische Genealogie ist eine Bereicherung f�r uns ForscherInnen, kann die konventionelle aber nicht ersetzen.
Auf der anderen Seite KANN, wie Du selbst in Deinen Ausf�hrungen indirekt anmerkst, die Gen-Analyse eine Hilfe bei der konventionellen Genealogie darstellen.
Wenn jedoch ein negatives Ergebnis vorliegt, hei�t es noch lange nicht, dass ein nach Aktenlage und erziehungsgeschichtlicher Entwicklung Verwandtschaftsverh�ltnis nicht besteht.
Hier stellt sich die Frage, in welcher Generation das Kuckucksei gelegt wurde.
Es macht Sinn, in solch einem Fall noch weitere Personen aus nicht von diesem Kuckuck entsammender verwandtschaftlicher Nebenlinien zu einer Gen-Analyse zu motivieren. Das kann nat�rlich schnell in sehr kostspielige Dimensionen f�hren.
Einige erg�nzende Informationen findest Du auf dem weiter unten angegebenen Link. F�r Anregungen zu Erg�nzungen oder Kritiken bin ich sehr dankbar.
Herzliche Gr��e,
Fritz
P.S.: F�r Diskussionen zum Thema Gen-Analyse empfehle ich auch auf die Mailingliste dna-genealogie-l@genealogy.net
Mit der Empfehlung eines Anbieters f�r Gen-Analyse ist das so eine Sache, da jeder unterschiedliche Erfahrungen und Ansichten zur Berichtsqualit�t hat. Was das Ergebnis betrifft, denke ich aber, dass die Qualit�t der Ergebnisse bei allen gleich sind. Eine Vertauschung einer Probe kann wohl bei jedem Mal passieren. Aber ich denke nicht, dass diese �ber eine Promille liegt. Aber wer wei� das schon, wenn er nicht selbst in den Instituten arbeitet. �berall sind Menschen, und das ist gut so.