Lieber Christian,
wenn mindestens 12 Millionen Deutsche systematisch geplant Vertrieben...
Von wo und von wem?
und mindestens 2,5 Millionen Deutsche dabei abgeschlachtet wurden...
Abgeschlachtet - von wem?
Deutsche wurden hier systematisch und geplant vertrieben und getötet! ...
Hier, wo? - In Ostpreußen? - Nur dort?
Wir sollten uns sehr zurückhalten die unstrittigen Verbrechen des
Nationalsozialismus mit der Verbrechen der Vertreibung verrechnen zu wollen...
... mit *den* Verbrechen der Vertreibung verrechnen...
- Tippfehler?
Passieren mir auch. ![]()
VERrechnen kann man beide nicht, aber gegeneinander AUFrechnen. Das Eine
bedingte das Andere - oder heißt es das Eine "bedankte" sich beim Anderen? -
quasi als Zahlung mit Zinsen und Zinseszinsen, aber ohne treuhänderische -
oder heißt es treuhändlerische? Verwaltungsgebühren und Mieteinnahmen.
... und letztere so verharmlosen zu wollen!
Von Verharmlosung der Vertreibung habe ich hier noch nichts gelesen - in der
Literatur auch nicht. Aber vielleicht habe ich die falsche gelesen? ![]()
Die Amerikaner sind mit Recht empört über die Unschuldigen Opfer des
11.September!
Tut mir leid, aber auch *das* war "geplant" - allein durch die jahrelange
finanzielle Unterstützung von Saddam und Bin Laden - auch von anderen Staaten.
Und die Deutschen haben ebenso diesbezüglich ihren "Dreck am Stecken".
Erzähle das mal einer Mutter, die im World Trade Center ihr Kind verloren hat.
Sie redet dann nicht von "Vertreiber-", sondern von "Antreiberstaaten"...
Uns deutschen aber wird von vielen Moralisten verboten unsere Opfer der
Vertreibung zu bedauern.
Da gebe ich dir zum Teil Recht. Diese Menschen hatten aber kein Recht dazu;
sie waren sehr verärgert, konnten teilweise nicht begreifen, weil es sie selbst
nicht unmittelbar betraf bzw. sie am Rande Zuschauer waren, und sie sich für
etwas "Besseres" hielten, indem sie dachten, sie ständen über den Geschehnissen,
und diese eine Welt zu weit der ihrigen lag. Ist aber nichts Neues - geschieht
heute genauso.
Andere (unmittelbar Betroffene) rechneten auf. Diese Reaktion kann man ihnen
nicht verwehren; man sollte sie verstehen lernen. Die Opfer und ihre Familien-
angehörigen bedauern die Vertreibung schon - aber hauptsächlich das unsägliche
Leid und erst an zweiter Stelle den Verlust ihrer Heimat. Die, die überlebten,
hatten um das nackte Überleben zu kämpfen. Dieses war wichtiger, als Heimweh.
Wer sich das nicht verbieten läßt wird da schnell in die "Naziecke"
gestellt. Hier ist Vorsicht geboten!
Nein, Nachdenken ist geboten und gezielte Gegenargumentation - im Allgemeinen -
ohne unsachliche Beleidigungen und nicht differenzierte Schlagwörter!
Lieben Gruß und gute Nacht an alle, die immer noch durchhalten
--- Gisela