ich hoffe, ich bin in dieser Kategorie nicht ganz falsch. Es geht ums Scannen von Dias. Hierfür gibt es die beiden Möglichkeiten: Entweder einen Diascanner mieten (kaufen wäre für diese einmalige Aktion zu teuer) oder einen Dienstleister in Anspruch nehmen.
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Ich tendiere mehr zum Dienstleister. Könnt Ihr dazu ein paar Tipps geben?
ich hatte nur wenige Dias und habe mir dafür einen Rollei DF-S 180 gekauft. Der hat mich keine 50 EUR gekostet und die Ergebnisse waren für meine Ansprüche ausreichend.
Moin, ich habe auch schon überlegt kaufen/mieten oder Dienstleister. Flominator, hast du die Dias aus dem Rahmen genommen? Ich habe mal gehört, dann wäre das Scan-Ergebnis besser. Das würde das Scannen als Dienstleistung sehr teuer machen.
Sollten die Qualitätsunterschiede nicht sehr hoch sein, bevorzuge ich eigentlich einen Dienstleister, der eine qualitativ hochwertige Ausrüstung hat.
Hallo Brigitte,
kommt drauf an, was Dir die Dias „wert“ sind und wieviel Zeit Du selbst dafür aufbringen kannst. Ebenso davon, wie Du die Ergebnisse nutzen willst: also nur am Bildschirm ansehen oder auch (Ausschnitte) vergrößern und/oder ausdrucken?
Das Scannen von Dias ist sehr zeitintensiv, das würde eher für einen Dienstleister sprechen. Bei 1000 Dias kann man sicherlich auch über den Preis verhandeln. Eventuell zuvor ein paar Dias zur Probe scannen lassen, um die optimalen Parameter (Fehlerkorrektur usw.) zu ermitteln.
Ansonsten einen Scanner leihen. Wie teuer das wird, hängt von der Mietdauer ab, also davon, wieviel Zeit Du am Stück dafür aufbringen kannst, um die Scans durchzuführen. Hilfreich ist ein Scanner mit automatischem Modus, so dass ein Magazin am Stück durchlaufen kann. Auch hierbei würde ich eher einen hochwertigen Scanner nehmen, da dies Dir die Nachbearbeitung wg. der besseren Bildqualität und besseren Fehlerkorrekturen erleichtert bzw. die Nachbearbeitung dann ganz entfällt.
Wenn die zu scannenden Dias von hoher Qualität sind, keine Farbstiche usw., dann könnte man evtl. auch einen einfacheren Scanner nehmen. Von dem Rollei von Flo würde ich aber bei 1000 Dias eher abraten, dann besser einen Dia-Aufsatz für einen vorhandenen Flachbettscanner nehmen, so dass mehrere Dias in einem Rutsch gescannt werden können.
Die Dias werden wohl nicht von soooo hoher Qualität sein, die ältesten dürften gut 50 Jahre alt sein. Insofern wird sicherlich eine manuelle Nachbearbeitung notwendig sein.
Ich habe vor, mehrere Fotobücher zu erstellen, also keine Plakate oder ähnlich Großes zu drucken. Da dürfte 4000 dpi Auflösung ausreichend sein.
Meine Angebotsanfrage an den Dienstleister Mediafix ist vorhin rausgegangen. Bis zum 17.10. gibt es ein Rabattangebot von 13 %. Details werde ich morgen telefonisch klären, da eine kleine Menge Dias verglast sind.
Ein Bekannter hat mir netterweise seinen Fotoscanner HP Scanjet 4890 zur Verfügung gestellt, da ich selber nur einen einfachen Flachbrettscanner besitze. Allerdings bekomme ich das Gerät nicht zum Laufen, da der Hersteller keine Treiber-Software für Windows 11 mehr bereitstellt. Das wird gleich mein nächste Computerfrage.
Mittlerweile würde ich einen Dienstleister nehmen, da mehr Geld aber weniger Zeit. Den großen Schwung Dias meiner Eltern habe ich zu Zeiten ohne Kinder noch selbst digitalisiert. Allerdings nicht mit einem Scanner sondern mit einer Kamera, einem Makroobjektiv und einem kleinen Leuchttisch. Damit konnte ich das Dia bildfüllend auf den Sensor bringen.
Eine der mühevolle Arbeiten war es allerdings, die Dias neu zu ohne Glas zu rahmen. Teilweise mussten sie auch noch geputzt werden, wenn sich Flecken gebildet hatten. Diese Arbeit wird man auch haben, wenn man einen Scanner verwendet. Auch die Dienstleister werden sich beim Preis deutlich unterscheiden, ob sie einfach nur die Dia-Rahmen in eine Maschine werfen sollen oder vorher die Dias aus den Rahmen herausholen (und ggf. später wieder hineinlegen) sollen.
Ich habe heute einige Probescans mit dem Photoscanner durchgeführt. Mein Fazit: Viel zu zeitintensiv. Ich würde Monate brauchen, um 1200 Dias zu scannen. Hinzu kommen noch die vorherige Staubentfernung, das Einlegen der gerahmten Dias in den Aufsatz oder alternativ jedes Dia aus dem Rahmen nehmen, und dann steht noch die Nachbearbeitung der Fotos mit einem Bildbearbeitungsprogramm an.
Auch die Miet-Variante eines Scanners habe ich ausgeschlossen. Der Preis pro Woche für ein hochwertiges Gerät beträgt mindestens 99 EUR. Ich vermute, dass eine Woche nicht ausreichen wird, um die 1200 Dias zu scannen. Reinigen und Nachbearbeitung stehen auch bei dieser Variante an.
Also habe ich mich für die teuere Variante „Dienstleister“ entschieden. Die Kosten teile ich mir mit meinen beiden Geschwistern, es geht hier um die Dias unserer Eltern. So ist es für jeden akzeptabel.
Naja die zu mietenden Reflecta Scanner sollen Dias in hoher Auflösung in 1,5 min scannen, das sind also reine scannzeit 30h. Die Dinger sollen so ein Magazin automatisch scannen können. Wobei ich gelesen hab, dass das nicht immer reibungslos funktioniert.
Das entstauben könnte glaube ich auch ne Software erledigen. Also ne Miete könnte bei 1200 Dias vielleicht schon funktionieren.
Diese Scanner kosten neu halt ca 2k€ daher werden die gerne vermietet oder für recht viel Geld gebraucht angeboten.
Für Digitalkameras mit Makro gibt es Aufsätze um Dias zu fotografieren. Wie schnell man damit ist… keine Ahnung.
Ich hab mir mal sone Rollei 300 irgendwas mit ner Stapelverarbeitung besorgt. Mit dünnen pappgerahmten Dias und wenn die Qualität keine Rolle spielt bekommt man 300 an einem Abend durch….
Bastelanleitungen um mit diaprojektor und Digital Kamera gibt es auch einige… das ist aber ehr was für mittellose oder geizige Tüftler
Ich würde immer wieder den Dienstleister nehmen. Von knapp 2.000 St. habe ich aber vorher intensiv „ausgemistet“ u. dann wieder projektionsgerecht in die Kästen wieder einsortiert. Damit sind seitenverkehrte Ergebnisse idR. ausgeschlossen. Alle Ergebnisse waren f. mich sehr gut f. Archivierung und Einbindung in Texte bzw. Übernahme in mein Genealogieprogramm.
Moin aus dem Norden,
hier noch ein interessanter Artikel aus der ct 8/25:
" Digitalisieren im 3-Sekunden-Takt
Analoge Fotoschätze auf Papier, Negativ und Dia digitalisieren, c’t 6/2025, S. 154
Zur Kuriositätensammlung darf ich Ihnen hier meinen Aufbau zum Digitalisieren meiner Diasammlung zeigen. Mein alter Diaprojektor wurde um seine Halogenbirne gebracht und stattdessen eine LED-Lichtquelle genutzt („professionell“ mit Laborstrippe und Krokodilklemme). Das war ein 2011er-Projekt, mittlerweile gibt es schon Besseres, wie COB-Flächen, also ein Array aus weißen LEDs, inklusive Diffusionsscheiben et cetera, um homogenes Licht zu haben.
Dann das Objektiv aus dem Diaprojektor komplett raus und mit dem Makroobjektiv (hier mit Zwischenringen) das Dia schlicht abfotografieren. Per Fernbedienung für Diaprojektor und Kamera war der Aufwand pro Bild so bei 2 bis 3 Sekunden, und als RAW abgespeichert konnte ich alle teilweise vergilbten Dias (knapp 3000) auch wieder brauchbar nachbessern."
Grüße
Werner