Di.day

Hallo!

Das Thema DI.DAY sollten wir bündeln. Was hälst Du von einer eigenen Kategorie. In den Mailinglisten gab es ja schon einige Reaktionen. Mir scheint es so, als würden etliche Mitglieder dieses Thema gerne angehen, haben aber irgendwie noch Bedenken und bräuchten eine Community, in der die Themen besprochen werden können.

Können eigentlich die betreffenden Beiträge aus den Mailinglisten nach Discourse verschoben/kopiert werden?

Was meinst Du?

Mfg Max (Mecklinger)

Nee, nimm das Schlagwort.

Im Genwiki müssen wir etwas machen.

Technisch schon. Es ist aber kein guter Stil. Verlinke innerhalb der Mailinglisten nach hier..

Heute war ich bei einer Veranstaltung vor Ort in Rendsburg. Es waren etwa 20 Personen anwesend. Der Wille zum Wechseln ist sehr groß. Gleichzeitig fällt aber auch auf, wie wenig Wissen zum Teil da ist. Manchen war gar nicht klar, dass die Algorithmen von Facebook, Finstagram, X und TikTok nur einen Ausschnitt der Beiträge zeigen (nämlich der, der am meisten Werbung ausspielen lässt).

Die beiden Schwerpunktthemen waren der Signal-Messenger und Mastodon bzw. das Fediverse. Gerade beim Fediverse war die Begeisterung groß, was es dort alles gibt - wieder das Thema „fehlendes Wissen“. Für unseren Mastodon-Server genealogie.social müssen wir wohl auch noch mehr Werbung machen. Ein Beispiel dafür könnte https://croeso.toot.wales sein.

Hallo!

Auch ich möchte mich gerne aus der Umklammerung der Tech-Konzerne lösen. Dazu habe ich für mich eine Vorgehensweise erarbeitet, welche ich zur Diskussion stelle. Vielleicht kann der ein oder andere darauf auch seine eigene Vorgehensweise aufbauen.
Ich habe folgende Schritte ausgearbeitet:

  1. Bestandsaufnahme der zur Zeit benutzten Hardware
    Hier mein Beispiel:

    • Laptop mit Win11 + Linux Ubuntu 24

    • Tablet mit Android 13

    • Handy mit Android 16

  2. Bestandsaufnahme der zur Zeit benutzten Software pro Gerät

  3. Für jede Software (also auch die Betriebssysteme) aus den jeweiligen Webseiten (Impressum und Datenschutz) die Unternehmensstandorte, bei Cloud-Diensten wenn möglich die Serverstandorte und Open-Source ja/nein ausarbeiten.
    Hintergrund ist folgender:
    Befindet sich das Unternehmen hinter der Software und die Server-Standorte in der EU

    • Es gilt die DSGVO und der Schutz der persönlichen Daten ist gesetzlich geregelt

    • Größere Rechtssicherheit bei juristischen Auseinandersetzungen ist gegeben

    • Mehr Sicherheit vor Sanktionen bestimmter Länder. Es neigen leider immer mehr Länder dazu, Software als Waffe einzusetzen (Länder, Firmen oder sogar einzelne Personen werden sanktioniert und die Benutzung der Software untersagt).
      Befindet sich das Unternehmen hinter der Software außerhalb der EU muss ich mich um die Datenschutzbestimmungen und die rechtlichen Einordnungen selbst kümmern und bewerten.

  4. Wie bezahle ich die jeweilige Software?

    • mit Geld

    • mit Werbung

    • mit meinen persönlichen Daten

    • mit Spenden für Open-Source Projekte

    • oder mit beliebigen Kombinationen davon

  5. Zielsoftware

    • Punkte 3 und 4 auch für die Zielsoftware durchführen

    • Prüfung, ob die Zielsoftware auf der gewünschten Hardware und dem Betriebssysteme funktioniert

    • Prüfung, ob alle benötigten Funktionen und Prozesse vorhanden sind (z.B. beim Browser: Passwörter, Lesezeichen, Übersetzung, Privatmodus, …)

    • je integrierter die alte Software abläuft, desto umfangreicher ist der Wechselaufwand (nutzt jemand z.B. Google Mail, Google Kontakte, Google Kalender, Google Drive, Google Meet, Google Chrom, Google Gemini, Google Search, …, und dazu noch Synchronisierung auf mehrere Geräte muss man sich schon eine durchdachte Wechselstrategie zurechtlegen)

  6. Mein Know-how
    Nicht zuletzt sollte jeder sein KnowHow realistisch einschätzen. Einen Wechsel von Windows zu Linux oder das Hosten eigener Server sind Themen, welche durchaus jeder bewerkstelligen kann. Der Aufwand ist jedoch groß und leider liegt hier der Teufel oft im Detail.

  7. Einordnung der Software
    Unternehmen in EU, Server in EU, Open-Source → Idealzustand
    Unternehmen in EU, Daten lokal, Open-Source → Idealzustand
    Unternehmen in EU, Server in EU, kein Open-Source → akzeptabel
    Unternehmen in EU, Daten lokal, kein Open-Source → akzeptabel
    Unternehmen nicht in EU, Open-Source → gerade noch akzeptabel
    Unternehmen nicht in EU, Daten lokal, kein Open-Source → gerade noch akzeptabel
    Unternehmen nicht in EU, Server in EU oder Nicht-EU, kein Open-Source → Wechselkandidat

Zusammenfassung:

  • Eine gute Vorbereitung hilft gegen Wechselfrust.

  • Nachdem ich die Punkte durchgearbeitet habe, kann ich die Entscheidungen zum Wechsel faktenbasiert treffen.

  • Ich bin aber nicht päpstlicher wie der Papst. Manche Dinge nutze ich mangels Alternative natürlich weiter, allerdings mit der entsprechenden Vorsicht und Augenmerk auf den Datenschutz. Dies gilt insbesondere für genealogische Recherchen in irgendwelchen Datenbanken.

Schöne Grüße Max (Mecklinger)

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Es wird Zeit den Tag zu bewerben!

Sonst haben wir den wohl im Kopp, aber keiner geht hin.

Wer würde denn am nächsten Sonntag einen Wechsel wo immer auch hin vorstellen wollen?