Christoph Lehgart Ackermann und Kirch.... Worlack oder Morlack Preußisch Eylau

Moin Listenfreunde,

heute schreibe ich zum ersten Mal in einer Liste.

Bei einer Kellerausräumung fand ich einen Müllsack voller geschredderte Papierschnipsel. Laut meiner Tante soll sich in den Müllsack den versehentlichen geschredderten Ahnen von meiner Urgroßmutter befinden. Ich nahm den Müllsack mit nach Hause. Dort versuche ich die einzelnen Papierschnipsel zusammensetzen. Mir ist ein ganz kleiner Erfolg gelungen. Ahnen-Nr 66 Christoph Lehgart, Ac....mann, wahrscheinlich Ackermann und Kirch--- in Worlack oder Morlack ,Prß. Eylau, Preußisch, Eylau? Ich nehmne an das er zw. 1690 und 1700 geboren ist.

Hat jemand den Christoph Lehgart in seinen Stammbaum und könne mir bitte weiterhelfen?

Wenn ich tatsächlich Ostpreußische Vorfahren haben sollte, dann weiß ich woher meine bis jetzt ungeklärte Ostpreußische Verbundenheit herkommt.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichen Grüßen

René Ahrens

Hallo René,

Worlack gehört zum Kirchspiel Buchholz. Der Name Lehgart kommt dort
häufig vor.

Deine Nr. 66 gehört vermutlich zu dieser Familie:

Heiratseintrag aus dem KB Buchholz, Pr. Eylau:

Den 21. April 1760 ist Christoph Scheffler, ein angehender Arrendator in
dem hochadligen Vorwerk Klein Peisten, des Greger Schefflers, Instmann
in Kattlack, mit Jungf. Barbara Lehgart, des Christoph Lehgarths, Kochs
von Worlack Kirchen Vater bei der Buchholzer Kirche, jüngsten Tochter
getraut.

Vielleicht findest du noch mehr in deinen Schnipseln ...?

Gruß von Irmi

Moin Irmi,

danke für Deine Rückmeldung.
Liegt Worlack in Natangen? Auf Youtube habe ich ein Video von Natangen gesehen. Schöne Landschaft!

Die zweite Berufbezeichnung von Christoph Lehgart könnte Kirchen Vater sein, also war er u.a. für die Finanzen der Kirche verantwortlich.

Die Papierschnipsel sind in Deutscher Schrift geschrieben, bin dabei sie zu erlernen. Meine Verwandten halten mich für verrückt. Ich wurde schon gefragt, ob ich bei Behörde für Stasiunterlagen anfangen möchte.

Zur Ahnen-Nr. 66 habe ich folgenden Gedankengang: Christoph Lehgart * zw. 1690 und 1700 muss ein Alturgroßvater meiner Urgroßmutter gewesen sein. Seine noch nicht bekannte Tochter ( Nr. 33), * zw. 1710 u. 1720, da meine Urgroßmutter eine geborene Bolz war, müsste ihr Vorfahre Nr. 32 ein N.N. Bolz sein. Vielleicht habe ich auch einen Denkfehler. Wahrscheinlich werde ich noch unzählige Tage brauchen um die Ahnentafel meiner Urgroßmutter zum Leben zu erwecken.

Mit freundlichen Grüßen

René

Herr Ahrens,

guten Morgen.
Bei Ancestry sind mehrere Christoph Lehgart mit unterschiedlich
Herkunftsangaben und Variationen der Schreibweise des Namens aufgeführt. .
Möglicherweise ist der von mir "herausgepickte" bereits ein Sohn eines der
ANDEREN:
Den RICHTIGEN zu finden, und somit die direkte Linie, würde es erleichtern,
hätte man Daten zu den Nachfahren, zumindest die Ihrer Urgroßmutter.
In der Familienforschung geht man halt Schritt für Schritt rückwärts.

Gruß
Dietmar Blum

Hallo René,

ich finde es klasse, dass Du Dich in Deine Familiengeschichte so "reinhängst"!

"Kirchenvater" war laut Sonderschrift Nr. 18 "Was waren unsere Vorfahren?" der Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen (VFFOW) "(...) ein von der Gemeinde gewählter Beamter, der die wirtschaftlichen Interessen der Gemeinde dem Pfarrer gegenüber zu vertreten hat und an der Verwaltung des Kirchenvermögens beteiligt ist".

In meiner Familie gab es einige "Kirchenvortseher", die im Nebenberuf Bauern waren. Dazu heißt es in der SO Nr. 18 "(...) Mitglied des Kirchenkollegiums oder Gemeindekirchenrats". Kann Dein Vorfahr auch das gewesen sein?

Zum Erlernen der alten Handschriften gibt es übrigens richtig gute Schreiblehrgänge, wie sie es auch für Kinder in der Grundschule gibt. So habe ich es vor Jahren auch gemacht und kann es nur empfehlen. Und dann sollte man die alten Schriften lesen, lesen und nochmals lesen... :wink:

Viel Erfolg wünscht Dir

Freya (Rosan)

Hallo René,

ja, Worklack liegt in Natangen - im Kreis Pr. Eylau. Es ist wunderschön
dort!

http://www.ostpreussen.net/ostpreussen/orte.php?bericht=1085

Ich selbst habe auch eine Reihe von Vorfahren aus dem Kirchspiel
Buchholz, die dort um diese Zeit lebten.: in Finken, in Achthuben, in
Wangnick und Schwadtken.

Christoph Lehgart, Bauer in Worlack, bekommt diese Töchter, die
vielleicht in Frage kommen könnten.

  * Maria * Juli 1718
  * Catharina * Oktober 1720
  * Regina *November 1722

Es gibt nur diesen einen Christoph zu dieser Zeit. Ich sende dir die
Taufeinträge.

Gruß von Irmi

So, und die Heirat hab ich auch gefunden:

d. 24. Oktober 1741 sind getrauet Martin Boltz, ein Schneider aus dem
hochadl. Hofe Worlack, mit Jgfr. Catharina Lehgartin, Christoph
Lehgarths, eines Ackermanns und Kirchenvaters in Worlack eheleibliche
Tochter.

Irmi

Moin Irmi,

   das sind die richtigen Vorfahren einfach Klasse. Bei Ahnen-Nr. 32 und
   33 habe als Anfangsbuchtaben Ma, bzw die Cath. gefunden. Das Ma
   bedeutet Martin und Cath. ist die Abkuerzung fuer Catharina. Mein
   Gedankengang war richtig gwesen. Ich verbuche das unter Anfaengerglueck
   auch mit Schaetzung des Geburtsjahr.

   Vielen vielen Dank!

   Worlack war damals ein Dorf im Kirchspiel Buchholz. Unter Kirchspiel
   verstehe ich als Pfarrbezirk. Ich nehme an das Worlack
   landwirtschaftlich gepraegt war. Meine Grossmutter sagte: Ostpreussen
   war die Kornkammer von Deutschland gewesen.

   Mit freundlichen Gruessen

   Rene

   <irmi@gegner-suenkler.de>
   oder Morlack Preussisch Eylau
   So, und die Heirat hab ich auch gefunden:
    d. 24. Oktober 1741 sind getrauet Martin Boltz, ein Schneider aus dem
   hochadl. Hofe Worlack, mit Jgfr. Catharina Lehgartin, Christoph
   Lehgarths, eines Ackermanns und Kirchenvaters in Worlack eheleibliche
   Tochter.
   Irmi
   > Moin Listenfreunde,
   >
   > heute schreibe ich zum ersten Mal in einer Liste.
   >
   > Bei einer Kellerausraeumung fand ich einen Muellsack voller
   geschredderte Papierschnipsel. Laut meiner Tante soll sich in den
   Muellsack den versehentlichen geschredderten Ahnen von meiner
   Urgrossmutter befinden. Ich nahm den Muellsack mit nach Hause. Dort
   versuche ich die einzelnen Papierschnipsel zusammensetzen. Mir ist ein
   ganz kleiner Erfolg gelungen. Ahnen-Nr 66 Christoph Lehgart,
   Ac....mann, wahrscheinlich Ackermann und Kirch--- in Worlack oder
   Morlack ,Prss. Eylau, Preussisch, Eylau? Ich nehmne an das er zw. 1690
   und 1700 geboren ist.
   >
   > Hat jemand den Christoph Lehgart in seinen Stammbaum und koenne mir
   bitte weiterhelfen?
   >
   > Wenn ich tatsaechlich Ostpreussische Vorfahren haben sollte, dann
   weiss ich woher meine bis jetzt ungeklaerte Ostpreussische
   Verbundenheit herkommt.

Hallo Freya,

   vielen Dank fuer die Erklaerung des Kirchenvaters.

   Das erste Mal dass in der Familie meines Vaters ein Kirchenamt hatte,
   in der Familie meiner Mutter ist das Tradition.

   Ein Buch ueber die Deutsche Schrift habe ich mir schon besorgt.

   Viele Gruesse

   Rene (Ahrens)

Hallo René,

kennst du den Ahnenforscher Stammtisch Unna?

Hier eine Aufzeichnung von dem Vortrag von Ingrid Prünte auf youtube. Nach der Methode habe ich unheimlich mega schnell gelernt, Handschriften zu entziffern. Nicht nur sie lehrt diese Methode, aber sie hat es sehr gut rüber gebracht.

ENTZIFFERUNG VON ALTEN HANDSCHRIFTEN -

Ansonsten rootstech…von familysearch einfach bei familysearch.org anmelden und zur rootstech rüber. Dort gibt es sehr viele Videos - seit diesem Jahr auch auf Deutsch!

Stasi ist gar keine so schlechte Idee. Die scannen die Unterlagen ein und die Technik sortiert mittlerweile viel selbst. Da hast du dir echt etwas vorgenommen. Kirchenältester kenn ich aus meiner Familie auch. Ackermann und Kirchenältester, heute würde man Kirchengemeinderat sagen (bei uns hieß das bis vor 10 Jahren noch Kirchenvorstand). Tagelöhner konnten das nicht werden. Man musste Besitz in der Gemeinde haben. Sonst war man nur „Nachbar“. Jedenfalls ist das in meiner Region in Thüringen so.
Heutzutage:
Sie sind gewählte Gemeindeglieder (kein Tippfehler, wir sind Glieder der Kirche), die sich um die Geschicke der Kirchengemeinde kümmern, die Pastoren „auswählen“ - sie werden von der Pröpstin vorgeschlagen, bewerben sich und nach Vorstellungsgottesdiensten werden dann die Pastoren von der Gemeinde bzw. dem KGR gewählt. Nach 10 Jahren gibt es eine Überprüfung (Pastoren-TÜV) und es wird entschieden, ob sie lieber weiterziehen sollten. Auch die Finanzen gehören zu der Aufgabe dazu.

Viel Glück mit deinen Schnipseln und berichte doch mal weiter von deinem Abenteuer!

Viele Grüße
Inga

Es ist wunderbar das alles zu lesen auch wenn man nichts zu teilen hat.