Hallo Listenteilnehmer,
es soll noch ein Bürgerbuch der Stadt Malchin geben, welches sich im
Verwaltungsarchiv der Stadt Schwerin befindet.
Nach 1990 war es noch vorhanden. Das Archiv soll stiefmütterlich behandelt
worden sein und zog von einem Gebäude ins andere.
Daraufhin habe ich noch einmal in der Liste der Bürgerbücher im Internet
nachgesehen, die von Schubert transkribiert wurden. Da ist Malchin nicht
dabei. Es sieht also tatsächlich so aus, dass Malchin nicht von Schubert
bearbeitet wurde. Das ist schon sehr verwunderlich!
Weiß jemand in dieser Liste etwas zu diesem Bürgerbuch?
Einen schönen Abend wünscht
Bernd Görtz
Hallo Bernd,
war "Schwerin" ein Verschreiber? Wie soll ein Malchiner B�rgerbuch ins Stadtarchiv Schwerin kommen? (Allerdings h�rt man im L�ndle mitunter tats�chlich die kuriosisten L�uschen, wenn man nach �berlieferten Geschichtsquellen fragt.) Wenn �berhaupt k�nnte das Dings in einem �rtlichen Archiv bzw. ortsbezogenen Archivverbund oder h�chstens als Depositum anderswo sein. Neben der Gr�ndungsurkunde ist ein B�rgerbuch die wertvollste Urkunde einer Stadt.
Laut Dt. Geschlechterbuch (1939) gab es in Malchin an der Schwelle des Zweiten Weltkriegs ein B�rgerbuch mit Eintr�gen 1700-1876 sowie Adre�b�cher f�r die Folgezeit ab 1876. Auf der Jahrestagung meckl. Familienforscher 1998 in Malchin berichtete Christel SCH�TT in guter Schubertscher Tradition ausf�hrlich �ber Quellen zur Malchiner Stadtgeschichte im LHAS und Torsten GERTZ (Vorsitzender des �rtlichen Heimatvereins) �ber die Ambitionen und Vorhaben des Vereins (beide Referate sind in Heft 8/1999 der "Vortr�ge zur meckl. Familienforschung" publiziert). Von einem Malchiner B�rgerbuch war in beiden Referanten nichts zu h�ren. Auch eine SCHUBERT-Edition davon gibt's definitiv nicht.
ERGO: Entweder hat das B�rgerB Malchin Kriegsende 1945 oder Nachkriegszeit nicht �berstanden, oder von seinem Schicksal wu�te 1998 niemand mehr (oder wollte es zumindest nicht �ffentlich kundtun).
Malchin schickt sich gerade an, in diesem Jahr ein Stadtjubil�um zu feiern. Ein guter Anla�, mal vor Ort nachzufragen!?!
Zum letzten Stadtjubil�um vor 25 Jahren mu�te �brigens Christa CORDSHAGEN (LHAS) den Malchinern mit einem Aufsatz zu ihrer Stadtgeschichte aushelfen, weil vor Ort niemand dazu Willens oder in der Lage war. Bin sehr gespannt, ob und wie das K�nigsschie�en dieses Mal ausgehen wird. Inzwischen beschr�nkt sich die Ortsgeschichte ja vielerorts auf bischen oberfl�chlich-historisierenden Trallala in bunten Hemdchen.
Sch�ne Gr��e, Peter Starsy
----- B e z u g: Empfangene Nachricht -----
Hallo Peter,
natürlich habe ich diese Info aus Malchin bekommen und zudem noch von dem
von Dir genannten Torsten Gertz. Wir suchen gemeinsam nach unseren
Mecklenburger Vorfahren (Gertz, Gerds, Gerdes, Gierz, Giertz und auch
Görtz).
Also, wenn ich es richtig verstanden habe, dann soll es sich um eine Kopie
handeln, die im VERWALTUNGSARCHIV in Schwerin noch 1990 vorhanden war. Bei
dem großen Rathausbrand in Malchin in den 1920-er Jahren ist das Malchiner
Archiv fast gänzlich verloren gegangen.
Mal sehen, wie ich an das Schweriner Verwaltungsarchiv herankomme!
Beste Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
habe ebenfalls den Namen Geertz/ Giertz in Kittendorf bei Stavenhagen in meinen Ahnen -
Zeitraum um 1750 bis 1850
Gruss
Doris
Hallo Doris,
meine Spitzenahnen sind
Johann Joachim Gierz (Gerts, Gerdes), 1746 bis 1795, und seine Ehefrau
Ilsabe Catharina Hasse, 1751 bis 1806.
Sie lebten und starben in Neukalen.
Ob sie dort geboren wurden ist wahrscheinlich aber nicht gewiss.
Erst ihr Sohn Friedrich, der die Befreiungskriege gegen Napoleon auf
preußischer Seite mitmachte, wurde in den Kirchenbüchern mit Görtz
geschrieben. Auf einer Ehrentafel in der Neukalener Kirche (Tafel steht
jetzt auf dem Kirchenboden, soll aber nach Restaurierung wieder angebracht
werden) steht er mit Gertz.
Aus dem Namen hat man also alle möglichen Formen gemacht. Sicherlich ist
aber der Ursprung in GERDES zu suchen.
Beste Grüße
Bernd Görtz