Moin Hermann,
Deine Anfrage ist nicht ganz unmißverständlich formuliert - ich verstehe sie so:
* Frank BRÜTT wanderte 1929 aus und wurde in der Folge US-Bürger.
* Irgendwann kehrte er nach Deutschland zurück und trat irgendwann in
die Deutsche Luftwaffe ein.
Oder war es so:
* Frank BRÜTT war US-Bürger und wanderte 1929 nach Deutschland aus und
trat dort irgendwann in die Deutsche Luftwaffe ein.
Als Folge wurden seine Eltern 1943 aus den USA ausgewiesen.
Zur Ermittlung seines militärischen Lebenslaufs:
Sofern Dir die Lebensdaten von Frank BRÜTT vorliegen, kannst Du damit versuchen, _umfassende Auskunft mit militärischem Lebenslauf_ (bitte so formulieren) von der WASt (Wehrmachtsauskunftstelle / Deutsche Dienststelle) in Berlin zu erhalten (<http://www.dd-wast.de/>\). Das kann online erfolgen.
"Kannst Du versuchen" bedeutet, daß die WASt hinsichtlich der Auskünfte an das WASt-Gesetz gebunden ist (s. WASt-HP) und diese daher "nur mit Genehmigung der Betreffenden selbst" (sofern sie noch leben) erteilt. "Bei Gefallenen oder Verstorbenen ist dagegen eine Auskunftserteilung nur mit Zustimmung der nächsten Angehörigen möglich".
Falls Du kein nächster Angehörige sein solltest und solche auch nicht kennst, bleibt Dir noch die Möglichkeit, der WAST (am besten bereits bei Antragstellung und daher schriftlich und nicht online) genealogisch plausibel nachzuweisen, daß Frank BRÜTT keine Nachkommen bzw. Angehörigen mehr hat.
Der WASt liegen jedoch, von seltenen Ausnahmen abgesehen, Truppenmeldungen erst ab Kriegsbeginn vor, dem Zeitpunkt, zu dem die WASt zweckbedingt eingerichtet wurde. Möglich aber, daß sein Eintritt in die Luftwaffe dennoch auf den Karteikarten erfaßt worden war.
Soweit zur WASt.
Sollte Frank BRÜTT Offizier gewesen sein, könnte Dir möglicherweise das Bundesarchiv / Militärarchiv (BA/MA) in Freiburg i. Br. helfen.
Viel Erfolg.
Viele Grüße,
Jürgen