Hallo Joerg,
ist es vielleicht moeglich, dass sie als Untermieterin dort gewohnt hat.
Gruss Wolfgang RT
Hallo liebe Forscherfreunde,
mit dem Adressbuch von Breslau ging es mir ähnlich.
Meine Ur-Urgrossmutter Emilie Bertha Beck, von Beruf Nähterin, hatte am 10.06.1856 in Breslau meinen Urgroßvater Raimund Beck geboren und am 07.07.1856 in der reformierten Hofkirche Breslau taufen lassen. Als Wohnung wurde im Taufeintrag Tannengasse 8 angegeben. Sehe ich aber in das Adressbuch jener Jahre, fand ich im Wohnungsverzeichnis in der betreffenden Straße keine Eintragung einer Emilie Bertha Beck. Alleinstehende ledige Mütter findet man wahrscheinlich selten in Adressbüchern.
Das Problem: Wie soll man weitersuchen nach den Lebensdaten der Mutter?
Fest steht: Der uneheliche Sohn wurde in seinem 20. Lebensjahr vom Schneidermeister Wilhelm MÜCKE an Kindes Statt angenommen (16.02.1876). Die Adoption wurde kurz vor seiner Heirat (1885) an Stelle des Vaters Namen im Taufbuch eingetragen. Die Frage ist: War die Mutter zum Zeitpunkt der Adoption 1876 gerade gestorben oder hat sie den Schneidermeister MÜCKE geheiratet? Kennt sich jemand mit solchen Adoptionsfragen aus?
Ich tippe darauf, dass die BECKsche Familien katholisch waren. Ich habe die ersten Standesamtsregister 1874-76, die von den Mormonen verfilmt worden, mal überflogen. Die waren zu 90 % katholisch.
Forscht jemand von euch nach dem Familiennamen BECK in Breslau?
Viele Grüße aus Dresden
Jörg (Mücke)
"Heike Krull" <heikekrull@yahoo.de> schrieb:
Hallo Wolfgang,
ja daran habe ich auch schon gedacht. Es könnte so sein. Aber Untermieten sind leider im Adressbüchern nicht aufgeführt.
Gruß
Jörg
"Wolfgang R. Thun" <wolfusa2000@netzero.net> schrieb:
Hallo,
wenn man eine Wohnanschrift der gesuchten Person kennt, muß man unbedingt
den alphabetischen Teil, als auch den Straßenteil überprüfen. Ich habe es
schon erlebt, dass über viele Jahre eine Familie (Haushaltsvorstand)
lediglich im Straßenteil verzeichnet war. Auffällig ist, dass oft Witwen
oder Rentner nur im Straßenteil und nicht im alphabetischen Teil verzeichnet
sind. Eine Regel, wer wann, wo und wie verzeichnet ist, gibt es nicht. Es
ist auch möglich eine Familie über einige Jahre unter einer Anschrift zu
finden, dann ist sie zwei oder drei Jahre nicht verzeichnet und taucht dann
unter der gleichen Anschrift wieder für mehere Jahre auf. Es daher
eigentlich erforderlich jedes Buch zu überprüfen, was aber im Fall von
Breslau leider nicht möglich ist. Man kann nur hoffen, dass die Bücher
baldmöglichst digitalisiert werden, wie das schon mit den Adressbüchern der
Stadt Posen geschehen ist.
Gruß von Alexander
Hallo Alexander, Hallo Liste,
vielen Dank für die Anregungen vom letzten Donnerstag abend.
In diesem Fall habe ich die Adressbücher in beiden Teilen, also alphabetisches Namensverzeichnis und Straßenteil ausgewertet, ohne meine Ur-urgroßmutter Emilie Bertha BECK zu finden.
Ich vermute, sie war in der Tannengasse 8 eine Untermieterin, und vor der Taufe des Sohnes könnte sie katholisch gewesen sein, denn viele BECKs hatten lt. Standesamtsregister der Jahre 1874 bis 1880 diese Religion.
Viele Grüße aus Dresden
Jörg (Mücke)
"Alexander Scholz" <scholz-gauers@t-online.de> schrieb: