Brahden und Knütel (in und um Ahausen)

Liebe Listenteilnehmer,

ich habe:
Sophia Elisabeth BRAHDEN
* 15.04.1720 in Ahausen
+ 08.03.1802 in Ahausen

Ich suche weitergehende Informationen zu ihren Eltern:
Johann Christopher BRAHDEN
oo
Elisabeth Kn�tel

Keine weiteren Informationen zu diesen beiden vorhanden.

Danke und tsch��

Andr� (Schmitthammer)

Hallo Andr� ,

es gibt einen Hinweis, das die gesuchte Familie Brahden ( auch Braden )
auf dem (Ritter) Gut Stelle bei Hellwege (Suttrum) gewohnt hat.

Vielleicht kennt einer der Listenteilnehmer diese Gut Stelle und hat Informationen zu der Familie.

Gruss aus Bayern

Hans-J�rgen (Pagendarm)
hpagendarm@web.de
01-02-2007

----- Folgender Inhalt wurde empfangen -----

Absender: Andr� Schmitthammer
Empf�nger: FamNord
Zeit: 2007-01-28, 16:07:40
Liebe Listenteilnehmer,

ich habe:
Sophia Elisabeth BRAHDEN
* 15.04.1720 in Ahausen
+ 08.03.1802 in Ahausen

Ich suche weitergehende Informationen zu ihren Eltern:
Johann Christopher BRAHDEN
oo
Elisabeth Kn�tel

Keine weiteren Informationen zu diesen beiden vorhanden.

Danke und tsc(Schmitthammer)

Hallo Herr Schmitthammer,
ich hoffe, daß Sie mit den folgenden Informationen etwas anfangen können.

Durch Zufall wurde im Jahr 2002 von der Familie Bokeloh aus Verdenermoor an
dem Flüsschen Lehrde in der Gemarkung 27308 Neddenaverbergen ein Grabstein
freigelegt- er diente als Verfestigung eines Staues- der folgende Daten
enthielt: Elisabeth KNÜTELS geb. von Münchhausen Uhlwege geboren (soll wohl
Hellwege heißen- in der Nähe von STELLE) Anno 1654 den 4. Novembris. Auf
Anfrage in der Fam. Nord Liste erhielt ich folgende Daten von Herrn Wilhelm
Kranz in Harburg:
Von Elisabeth Knüttels war bisher nur das errechnete Geburtsjahr 1654
bekannt und der vermutete Geburtsort Stelle. Sie ist in Stelle, Kirchspiel
Ahausen bei Rotenburg/Wümme am 17.5.1732 im Alter von 78 Jahren verstorben
und am 21.5.1732 in Ahausen begraben.
Ihre Eltern waren Burchard von Münchhausen und seine Ehefrau Dorothea NN.
Burchardt war Amtsvogt in Ahausen und Gutsbesitzer in Stelle. Er kam 1652
als schwedischer Obristleutenant aus dem Krieg und ließ sich auf seinem Gut
Stelle nieder, wo er am 8.12.1656 starb. Seine Witwe heiratete einen
Nikolaus von Dehn.
Leichenpredigt des Burchard von Münchhausen 1657, siehe Treuer S.55.
Elisabeth von Münchhausens 1. Heirat schätzungsweise 1674 mit dem königlich
schwedischen Amtmann zu Langwedel Peter Landwehr, der vermutlich aus Celle
stammte und am 1.1.1681 in Langwedel starb. Aus dieser Ehe sind bisher 2
Kinder bekannt: Ludolff Hinrich * 1675 in Langwedel (geschätzt) gestorben
vor 1719 und Sophia Anna gestorben ebenda, begraben in 12.10.1682.

Ihre 2. Heirat fand in Daverden am 12.10.1682 mit dem Pastorensohn Christian
Knüttel aus Osten(an der Oste) statt. Dieser war ab 1681 Amtsschreiber bzw.
Amtmann in Langwedel, ab 7.12.1683 Besitzer der Güter Stelle und Hellwege
durch Kauf von seiner Frauen Schwester Dorothea, verheiratete von Bischwank,

von … bis 1712 und nach dem Tode seines Sohnes und Nachfolgers wieder ab
1713 bis zu seinem eigenen Tode 1714 Amtsvogt von Ahausen. (Siehe Korrektur
unten). Er wurde am 16.5.1714 in Ahausen begraben.
Bislang sind vier Kinder aus der Ehe bekannt.
Christian, geb. in Langwedel, getauft 2.11.1683 in Daverden, gestorben in
Stelle, begraben in Ahausen am 23.6.1713
Ilse Dorothea, geb. in Langwedel, getauft am 13.1.1687 in Daverden,
gestorben in Stelle den 18., begraben in Ahausen den 21.9.1774.
Elisabeth geb. in Stelle, getauft Ahausen 1693(errechnet) begraben in
Ahausen 12.8.1723
Anna geb in Stelle, getauft Ahausen 26.5.1698, gestorben ebenda 2.9.1774,
begraben 4.9.1774. Das Kirchenbuch in Ahausen beginnt 1698.

Herr Kranz verbesserte die Darstellung am 16.9.2002:
Bei einem Detail meiner Darstellung war es ein bisschen anders. Der alte
Amtsvogt Christian Knüttel schrieb am 17.6.1713 an die Regierung in Stade,
daß sein Sohn und Nachfolger Christian Knütel plötzlich verstorben sei und
machte das Angebot, die Amtsgeschäfte bis zu seinem eigenen Tode
weiterzuführen. Am 18.6.1713 schrieb Herr von Klinckowström aus Rotenburg
nach Stade und empfahl den Emser Gutsverwaltersohn Johann Christoph Brahde
als Nachfolger, weil dieser in Verwaltungsdingen erfahren sei und sich große
Verdienste dadurch erworben habe, daß sich die Pest 17127/13 nicht über
Achim hinaus ausgebreitet habe.
Brahde wurde 10 Tage nach Christian Knütel juniors Tode vereidigt und als
Amtsvogt von Ahausen bestallt. Nach Knütels seniors Tod heiratete er am
5.7.1714 Elisabeth Knütel, die Schwester seines 1. und Tochter seines 2.
Vorgängers. Dadurch wurde er Besitzer des Gutes Stelle, des adeligen Hofes
Hellwege und des freien Clausenhofes in Ahausen.
Der Pastor in Ahausen Egbert Rosenplätner teilte 2002 mit, daß in der alten
Ahauser Kirche eine Gruft für die Besitzer von Gut Stelle bestand.
Wie dieser Garbstein in das etwa 20 km entfernte verdenermoor kam, bleibt
wohl ein Rätsel.
Mit freundlichem Gruß

Dr. Klaus Tietje
Neddenaverbergen
27308 Kirchlinteln