Hallo,
ich vermute bei der Roßölmühle, daß diese nicht mit Wasser oder Wind,
sondern mit einem Pferd betrieben wurde. In der Ölmühle wurden Raps, Leinsamen,
Buchecker und Nüsse in einem Kollergang zerquetscht. An diesem Kollergang (ein
aufrechtstehendender Mahlstein) befand sich eine Eisen- oder Holzstange
(Deichsel), an der das Pferd angebunden war und im Kreise gehen mußte. Vom Pferd
gezogen bewegte sich der Mahlstein im Kreise und zerquetsche die Masse. Ebenso
wurde auch Obst ausgepreßt.
Es gibt noch eine Bockmühle, die allerdings nicht mit einem Bock betrieben
wurde, sondern bei den deutschen Windmühlen ruhte deren drehbares Gehäuse auf
einem kreuzförmigen Gestell, Bock genannt.
Mit freundlichen Grüßen
Gernot Karge
Falkenweg 13, D-66740 Saarlouis
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