Auswanderung und Schiffsuntergang

Hallo,

derzeit sp�re ich einem Ahn (Carl Philipp D�rry) von mir nach, der am 8. Sept. 1858 in Fritschendorf/Neumark seinen Consens zur Ausreise erhalten hat. Sein Agent f�r die Ausreise war Louis Knorr f. Comp. in Hamburg. Diese Agentur vermittelte auch Auswanderer f�r das Schiff Austria, das am 13. Sept. 1858 von Hamburg nach New York auslief.
In alten Familien-Chroniken steht, dass dieser o.g. Ahn auf See verschollen ist. Nun ist das Schiff Austria auf genau jener Fahrt nach New York in Brand geraten und gesunken. Von den 538 Passagieren �berlebten nur 89, 449 fanden den Tod.
Nun meine erste Frage: War es 1858 m�glich, innerhalb von 5 Tagen aus Dobersaul/Neumark nach Hamburg zu kommen, um das Auswandererschiff zu erreichen ?
Zweite Frage: Wurden Unterlagen zu Schiffsungl�cken anders (bzw. besser) aufbewahrt ? K�nnten hier noch Unterlagen existieren ? Zum Beispiel bei der Versicherungsgesellschaft, bei der das Schiff versichert war ?
Freue mich auf zahlreiche Antworten
Freundliche Gr��e
Rainer [D�rry]

"Rainer Dörry" <rainer@rainer-doerry.de> schrieb:

Nun meine erste Frage: War es 1858 möglich, innerhalb von 5 Tagen aus
Dobersaul/Neumark nach Hamburg zu kommen, um das Auswandererschiff zu
erreichen ?

Hallo Rainer,

das dürfte nicht unmöglich gewesen sein, wenn auch ziemlich knapp, da ja im Einschiffungshafen sicher auch noch einiges zu erledigen war. Seit 1846 konnte Hamburg von Guben bzw. Fürstenberg (Oder) aus mit der Eisenbahn erreicht werden, allerdings mit einer Unterbrechung in Berlin. Von Dobersaul ist es ca. 30 km Luftlinie nach Fürstenberg, von Fritschendorf ca. 25 km nach Guben.

Viele Grüße und alles Gute für 2007,
Wilfried (Petersen)

Hallo Rainer,
im Hamburger Staatsarchiv gibt es den Kleinbestand 611-20/31 Austria-Unterst�tzungsfonds, zur Unterst�tzung der Hinterbliebenen der Seeleute des gesunkenen Dampfers "Austria"