Erzwungene Wege - Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts
http://www.martin-opitz-bibliothek.de/de/aktuell__show/kalender/291
Die Ausstellung zeigt Schicksale von Flucht und Vertreibung und durchmisst zeitlich und räumlich das
Europa des 20. Jahrhunderts. Eine chronologische Linie bietet einen Überblick über die
unterschiedlichen Erscheinungsformen von Flucht, Vertreibung und Genozid im 20. Jahrhundert.
Diese Ereignisse werden jeweils in ihrem historischen Kontext behandelt. Neben den menschlichen
Tragödien werden auch die kulturellen Verluste dargestellt. Zeitzeugenberichte reflektieren
europäische Einzelschicksale.
Als Hauptursache für Vertreibungen ethnischer Gruppen und Minderheiten gilt vor allem die Idee des
ethnisch homogenen Nationalstaates. Menschen wurden auf den Weg gezwungen oder vernichtet,
weil sich Staaten davon eine Frieden fördernde Wirkung versprachen oder weil diese Gruppen
gewaltsamen Hegemonialansprüchen im Weg standen. Rassismus und Antisemitismus waren
unabhängig vom Nationalismus eigene Motive für Vertreibung und Vernichtung.
Die unterschiedlichen Beweggründe und Rahmenbedingungen für Vertreibungen werden am Beispiel
ausgewählter Schicksale sichtbar gemacht.
Referentin: Katharina Klotz, Historikerin und Geschäftsführerin der Ausstellungsagentur
kmt | ausstellungen GbR in Berlin.
Viele Grüße
Gertrud