Liebe Listenmitglieder,
auch ich habe mich nun durch die diversen Kommentare und Meinungen zu diesem Thema hindurchgelesen.
Ich denke aber, dass es falsch w�re, nur die 1 (weibliche) Seite f�r derartige Umst�nde bzw. Erkenntnisse "verantwortlich" zu machen.
Ob nun aus "Berechnung", "Lust & Laune", oder "wideren Umst�nden" - die un-/ausserehelichen Kinder lassen sich nicht von der Hand weisen.
Was mir aber gar nicht gef�llt ist, dass es teilweise so dargestellt wird, dass Frauen mit diesem Thema etwas "gleichg�ltig" umgegangen sein sollen.
Stellt Euch doch mal die Zeiten von damals vor und auch heute ist es doch noch so:
Wie viele Frauen wurden (gegen ihren Willen) missbraucht und vergewaltigt!?
Ob nun der Bauer mit seiner Magd, der Gutsherr mit seinen Zimmerm�dchen, Inzest (was auch nicht viel besser ist) ... oder wer sonst noch (ich m�chte hier keine verallgemeinernden Phrasen klopfen). Die "Rechte" der Frauen, auch die, sich gegen so eine Vergewaltigung �berhaupt zur Wehr zu setzen, existierten �berhaupt gar nicht!
Die �berlebensweise einer Frau war doch sehr an die Ehe gebunden und auch dort hatte eine Frau nicht viel zu sagen.
Sogar meiner Generation (ich bin 40 Jahre alt) sagte man als junges M�dchen "Wenn Du mit 30 noch nicht verheiratet bist, wirst du einen schlechten Ruf haben!"
Gl�cklicherweise habe ich mich um solche "guten Ratschl�ge" herzlich wenig gek�mmert und bin auch heute noch nicht verheiratet :-)) Aber wir haben heute auch ganz andere Zeiten als damals.
Vielleicht gab es Paare, die mit es mit der "Treue" nicht so ernst genommen hatten - aber eine Frau, die seinerzeit �ffentlich dazu stehen sollte, dass ihr Kind nicht das Kind ihres Mannes war, w�re wohl umgehend versto�en, und als Hure dargestellt worden. Ganz unabh�ngig unter welchem Umstand das Kind �berhaupt gezeugt wurde (ob nun freiwillig, oder aus einer Vergewaltigung heraus). Das war damals hat so und l�sst sich nicht wegdiskutieren.
Es ist doch noch gar nicht so lange her, und derartige Umst�nde gab und gibt es auch heute noch zu gen�ge - man h�rt und liest es doch �berall.
Allein in meiner Familie habe ich festgestellt, dass ich einen Halbbruder meines Alters habe, der erst bei seiner Heirat erfuhr, dass er adoptiert wurde.
Dann habe ich noch eine Halbschwester (v�terlicherseits), die auch erst bei einer Krankheit erfuhr, dass ihr leiblicher Vater nicht der ist, der sie ihr ganzes Leben lang grosszog.
Und es gibt noch viele andere in meiner Familie, wo die "Lust" die "Treue" au�er Kraft gesetzt hatte! Dabei ist die "Untreue" aber eindeutig bei den m�nnlichen Familienmitgliedern zu finden, denn die Frauen wussten voneinander nichts, au�er, dass sie "die Einzige" war ... *schmunzel*
Ich pers�nliche glaube nicht, dass dieses Thema einfach ist - es gab und gibt sicherlich verschiedene Gr�nde, warum so viele "Kuckukskinder" in unseren Ahnentafeln zu finden sind. Deshalb aber nun all diese Frauen allgemein als "Lustweiber", "Schlampen", oder "berechnende Frauen" darzustellen, dagegen wehre ich mich auch!
Abgesehen davon wei� ich nicht, was f�r einen Unterschied das f�r uns heute machen sollte - �ndern k�nnen wir es eh nicht und heute ist es um die "Moral" auch nicht viel besser gestellt als damals.
Fazit: Wir sind alle (nur) Menschen.
In diesem Sinne
beste Gr��e aus dem Burgund!
Mickey (Michaela Broemel)