Meiner Freundin habe ich neulich von meinem Hobby, Ahnenforschung, erzählt.
Daraufhin hat sie auf dem Dachboden gestöbert und die alte Familienbibel aus
dem Jahr 1750 gefunden.
Zur Zeit versuchen wir, die handschriftlichen Notizen zu entziffern, u.a. ein
lückenloser Stammbaum der Vaterslinie und eine Chronik der Hofbesitzer zurück
bis 1730.
Nun die Frage: wie bewahrt man so ein Buch auf, der Erhaltunszustand ist
erstaunlich gut, trotz (oder vielleicht weil) der langen Nichtbeachtung und
Lagerung in einer alten Bauerntruhe auf dem ziemlich "urtümlichen" Dachboden.
Für jeden Tip dankbar
Uschi (Wölfel)
Hallo Uschi, ich finde es einfach Toll Da� Sie und Ihre Freundin einenderartigen
Schatz haben.
Lagern Sie das Buch in einem lichtlosen Fach, also Schrankfach und bei etwa
gleichbliebenden Temperaturen und gleichbleibender Luftfeuchtigkeit. Und achten
Sie darauf da� das Buch nach M�glichkeit nur mit Leinenhandschuhen an
den H�nden ber�hrt oder darin gebl�ttert wird.
An den Fingern ist st�ndig Hautfett das mit der Zeit seine Spuren auf dem Papier
hinterl��t. Und noch etwas: Wenn sie mit dem Buch arbeiten, sprich Forschungen
anstellen, dann verwenden Sie bitte nur Bleistifte um sich Notizen zu machen.
Wenn dann einmal ein Strich von einem Bleistift im Buch ist, das l��t sich
vorsichtig korrigieren, wenn dagegen ein Kugelschreiber seine Spuren
hinterlassen hat, das kriegen Sie nie mehr weg. Deshalb ist es ja auch in den
Archiven vorgeschrieben, da� dort mit Bleistift gearbeitet wird.
Ich wei� es aus eigener Erfahrung, falls, ich Ihnen bei der Entzifferung oder
Deutung von begriffen helfen kann, eine Mail gen�gt. NB. Ich arbeite am
H�userbuch der Stadt Coburg, besch�ftige mich also mit den alten Schriften und
sorgsam bewahrten Unterlagen.
Viele Gr��e aus Coburg
Helmut Wolter
*hel.wolter@t-online.de*
Schönen Sonntag, liebe Uschi,
das Nordlicht freut sich für euch über den Fund. Habt ihr im Bekanntenkreis
jemanden mit einer Digitalkamera? Ich glaube man kann auch eine ausleihen ....
Ich würde dann nämlich versuchen die entscheidenden Seiten zu photographieren ( vermeidet auch den Bleistift )
und dann kann man möglicherweise mit Vergrößerung und sonstigen Hilfen
wunderbar am Computer arbeiten und entziffern.
Schönes Wochenende noch
Marie
Guten Morgen Uschi,
man muss diese wertvollen B�cher ja nicht unbedingt selber aufbewahren.
Ich w�rde in einem Stadarchiv, Landesarchiv etc nachfragen, ob das
Einstellen dort etwas kostet.
Wenn die das Buch aufbewahren, ist es gut aufgehoben und man kann es sich
jederzeit kostenlos vorlegen lassen und in seinem Schatz nachsuchen.
Ausserden steht es dann noch anderen Forschern zur Verf�gung.
Gruss
Hans Hartmut Sch��ler
Familiengeschichtsforscher