Alte DNA an Höhlenwänden nachgewiesen

Ein Forschungsteam hat erstmals nachgewiesen, dass alte menschliche DNA über Tausende von Jahren an Höhlenwänden erhalten bleiben kann. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten, prähistorische menschliche Aktivitäten zu erforschen. Die interdisziplinäre Studie entstand im Rahmen des Projekts „First Art“. „Diese Studie verändert unsere Vorstellung davon, wo alte DNA zu finden ist, grundlegend“, sagt Matthias Meyer, Paläogenetiker am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und Seniorautor der Studie, die er gemeinsam mit Hipólito Collado Giraldo leitete. „Wir waren überrascht zu sehen, dass alte DNA nicht nur aus pigmentierten Proben, sondern auch von Höhlenwänden gewonnen werden kann, die keinerlei sichtbare Hinweise auf frühere menschliche Aktivitäten zeigen. Wir können nun neue Fragen stellen: Wer hat diese Wand berührt? War es ein Mann oder eine Frau? Zu welcher Population gehörte diese Person? Wie weit drangen Menschen in der Vergangenheit in tiefe Höhlensysteme vor?“