Einige mails haben mich dazu bewogen, jetzt in dieser Form Antworten zu geben. Es zeigt auf, was Ahnen-Familienforschung noch sein kann und eines Tages auch in den Schulen Eingang findet. An der mail von H.Meller ist ja zu erkennen, dass sich die Heimatkreise Gedanken über ihre Zukunft machen. Ich sehe sie in der Verbindung von Altem mit dem Jungen, der damit verbundenen Transparenz.
Anlass für den Beginn meiner Ahnenforschung war ein Todesfall in den Neuen Bundesländern, zu dem wir den Nachweis der verwandtschaftlichen Beziehung erbringen mussten. Verbindungsglied war mein verstorbener Vater. In diesem Zusammenhang stellte ich dann fest, dass der Nachlaßverwalter falsche Angaben gemacht hatte, wodurch er eine höhere Abrechnung tätigen konnte. Gleichzeitig war den wenigen Dokumenten zu entnehmen, dass die Grundstücksmarkierung falsch war. Es hätte laut dem Grundbuchamt größer sein müssen. Aus welchem Grunde auch immer, wurde uns die Annahme des Erbscheins verwehrt. Angeblich, weil er nicht vollständig wäre bzw. dieser nur durch alle Erben erfolgen könnte. Für unsere Verwandtschaft in den Neuen Bundesländern gab es dahingehend kein Problem.
Im Rahmen dieser Erbschaftsangelegenheit bekam ich dann Unterlagen, die zu der SS-Akte meines Vaters führten. Mein Interesse am Nationalsozialismus, der während meiner Schulzeit kaum thematisiert worden war, erwachte. Geprägt durch den Gerechtigkeitssinn meines Vaters, überprüfte ich mein eigenes Leben und stellt fest, dass ich seit Jahren durch die Einhaltung von Dienstvorschriften und –anweisungen, gegenüber meinen Schülern die Grund- und Menschenrechte missachtet hatte. Ich war eine funktionierende Befehlsempfängerin, eine Beamtin und Staatsdienerin. Nach dieser Erkenntnis wurde ich zur „Widerstandskämpferin“, die dann schnell erleben durfte, wie in solchen Fällen verfahren wird. Es ging soweit, dass ich nach einem Sportunfall während meines Dienstes keinem Arzt oder Krankenhaus zugeführt wurde, obwohl bei dem Unfallhergang damit gerechnet werden musste, dass ich als Folge eine Schädel-Hirn-Prellung und eine Wirbelsäulenverletzung hätte haben können.
(Ich bin bei einer Rolle rückwärts in den Handstand aus der Stützposition im linken Arm eingeknickt, dadurch zunächst auf den Kopf und anschließend auf dem Rücken aufgeschlagen.) Stattdessen wurde ich nach Hause geschickt und bin mit dem Auto noch 45 km über die Autobahn gefahren. Bis heute habe ich keine Erinnerung an den Unfallhergang und ca. 3 Monate danach. Mein Wissen darüber resultiert aus meinen späteren Recherchen. Nach 8 Monaten sich oft widersprechenden Diagnosen, habe ich die Rückkehr in meinen Dienst beantragt, der bewilligt wurde. Drei Wochen nach Dienstantritt bekam ich von einem (ausländischen) Schüler einen Schlag auf den Kopf, der zu einem sofortigen Sprachverlust führte. Der Schüler hat keine Konferenz, die Androhung bzw. einen Schulverweis erhalten. Die Schulleitung sah dazu keinen Anlass, da mein Sprachverlust nach ihrer Auffassung Folge einer psychischen Erkrankung darstellte. Ich wurde pensioniert, wobei beide Unfälle als Dienstunfall abg
elehnt wurden und ich somit keinen Anspruch auf eine Unfallpension habe.
Nach meiner Pensionierung nahm ich das Studium der Rechtswissenschaften an der FernUni Hagen auf. Ich wollte unbedingt Klarheit über die Hintergründe meiner Pensionierung sowie anderer Rechtsangelegenheiten. In diesem Zusammenhang erstattete ich Strafanzeigen gegen meine früheren Dienstvorgesetzten, und im weiteren Verlauf auch gegen Politiker und Juristen. Die Folgen waren: Telefon- und Personenüberwachung, Wohnungsbesuche in Abwesenheit, Manipulationen am Auto sowie eine begrenzte Aufenthaltsbewilligung von 3 Monaten für Belgien (obwohl ich EU-Bürgerin bin und keine finanzielle Unterstützung durch belgische Stellen benötigte). Ich musste also nach 3 Monaten dieses Land verlassen, damit hier kein Rechtsverstoß vorliegen kann.
Aus all diesen Erfahrungen resultierte dann 2003 meine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe „wegen verfassungs- und staatsfeindlicher Aktivitäten seitens einiger Mitglieder der Exekutive, Legislative, Judikative, der Rechtspflege, dem Journalismus u.a. Personen, wodurch die freiheitliche und demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland gefährdet ist und die Staatsstrukturprinzipien gem. Art. 20, Abs.1-3, 28 Abs.1 Satz 1 GG beseitigt werden, und BürgerInnen (auch ich) durch öffentliche Gewalt in den Grundrechten verletzt werden und dadurch auch verschiedene Rechtsnormen in Frage gestellt werden müssen.“
Durch diese werde ich (und andere) nicht nur in meinen Grundrechten
- Achtung der Menschenwürde
- Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung und körperliche Unversehrtheit
- Gleichheit vor dem Gesetz; Diskriminierungsverbot; Gleichberechtigung von Männern und Frauen
- Glaubens-, Gewissen- und Bekenntnisfreiheit
- Meinungsfreiheit
- Brief- und Postgeheimnis
- Berufsfreiheit
- Unverletzlichkeit der Wohnung
- Eigentumsrecht
- Anspruch auf rechtliches Gehör
- Recht auf sachgerechte Entscheidung vor Gericht (Willkürverbot)
- Recht auf die Rechtswegegarantie
verletzt.
Sie belegen auch die Errichtung einer Diktatur in einer Demokratie. Einer Staatsform, die von mir als DEMODIKTA bezeichnet wird. Ermöglicht durch fragwürdige Artikel im Grundgesetz sowie Paragraphen verschiedener Gesetze, z.B. in der ZPO und stopp. Ebenso wie durch die Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und Journalismus.
Diese wurde abgelehnt und diente als Grundlage für meine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, die ebenfalls abgelehnt wurde. Seitdem war ein Familienmitglied von mir bereit, staatliche Stellen bei meinem Entmündigungsversuch zu unterstützen und als Informant tätig zu sein.
In den letzten Jahren habe ich mich lange Zeit im Ausland aufgehalten und meine Auswanderung geplant. Zwischenzeitlich musste ich immer wieder zurückkehren, da meine Pensionszahlungen eingestellt, mein Konto gesperrt und Pfändungen ohne Gerichtsurteil getätigt wurden. Dies sahen einige Menschen als Hinweis dafür an, dass ich in Deutschland bleiben und mein Wissen anderen zur Verfügung stellen sollte. Diesen Versuch habe ich mehrfach unternommen, habe jedoch nach kurzer Zeit immer wieder mein Heimatland verlassen. Ich hatte kein Bedürfnis, wiederholt aus Mülltonnen zu leben und Pfandgut zu sammeln, damit ich Geld habe. Letztendlich habe ich dann meine Lebensversicherung gekündigt, mir einen Pkw gekauft und in diesem in Südfrankreich bzw. Spanien gelebt.
Seit Anfang letzten Jahres tätige ich nunmehr Anlauf Nummer 5 für einen erneuten Aufenthalt in Deutschland. Wie lange dieser dauern wird, ist ungewiss. Die letzten 12 Jahre haben dazu geführt, dass ich keine sozialen Kontakte mehr zu meiner Vergangenheit (auch zu meiner Herkunftsfamilie) habe. Ich bin ausschließlich mir gegenüber verantwortlich. Und ich habe keine Probleme, von etwas oder jemandem loszulassen.
In Verbindung mit meiner Ahnen-Familienforschung habe ich alles er- und gelebt, was meine Vorfahren an Erfahrungen sammeln durften: ständige Wohnungswechsel, Flucht, Diskriminierung, Enteignung, Hunger, Kälte usw., selbst das Schicksal einer Großtante von mir, die im Rahmen des Euthanasie-Programms der NS-Zeit in Pirna gestorben ist. Es ist wohl nur der Verbreitung aller meiner Beweise zu verdanken, dass ich heute noch lebe. Ebenso meinem Optimismus und inneren Stärken, keine Entscheidung á la Jürgen Möllemann u.a. zu treffen. Für mich waren diese Jahre lebendiger Geschichtsunterricht, in denen Personen und Orte in der Zeit beliebig ausgetauscht werden konnten.
Da ich seit Jahren keine weiteren Anknüpfungspunkte zu den nächsten Generationen finde, sie also unerkannt sind, ist für mich die Ahnen-Familienforschung mit der Frage verbunden, ob auch ich dorthin gehe, wo mich niemand findet oder ich in den letzten Jahren ein Leben geführt habe, wo niemand in Deutschland wusste, wo ich bin? Eine Antwort könnte davon abhängen, ob sich meine Gesuchten zeigen oder weiterhin in den Tiefen Ostpreußens unerkannt schlummern. Bis dahin genieße ich die Möglichkeiten, die sich mir hier bieten. Mein Leben gehört den Lebenden. Wünschen die Toten ihre Ruhe, dann habe ich keine Probleme, sie ihnen zu gewähren, d.h. die Ahnen-Familienforschung wieder zu beenden.
Ich hoffe, damit allen Fragenden gerecht worden zu sein.
Grüsse
Ellen