Ahnenforschung + Heimatgeschichte = Familiengeschichte

Hallo Freunde,
immer wenn etwas ueber die "grosse Politik" in unserer Liste erscheint,
wird das Thema ungewollt zerredet, die Gefuehle sind zu gross. In der
grossen Politik existiert der Einzelmensch sowieso nicht, bleiben wir
doch deshalb bei der Geschichte jedes einzelnen, ganz egal von wem. Denn
Ahnenforschung, als Mittel zum Zweck, kombiniert mit Heimatgeschichte
ergibt doch die Familiengeschichte. Und das wollen wir doch alle. Also,
so sehe ich es jedenfalls:

Ahnenforschung + Heimatgeschichte = Familiengeschichte

Naechste Woche besuche ich die alte Heimat Schlesien, um meine
Familiengeschichte besser verstehen zu koennen. Na, mal sehen. :wink:

Herzliche Gruesse an alle aus Upstate New York,
Guenter

Liebe Liste,

mit viel Entt�uschung mu�te ich feststellen, was sich leider aus meinem
Bericht entwickelt hat, sicher ist dies f�r viele nun ein Hemmnis �ber ihre
Erfahrungen im jetztigen Schlesien zu berichten, es ist nicht richtig zu
Schweigen und seine Meinung klar zu �u�ern, denn nur davon kann eine Liste
leben und f�r mich waren diese Erfahrungen der jetzigen Situation und die
Gesp�che mit den hier lebenden Menschen sehr wichtig.

Inzwischen bin ich in Masuren, auf dem Weg hier her haben wir die
Gedenkst�tte der dt. Kriegsgr�berf�rsorge in Modlin bei Warschau besucht,
hier ist der Bruder meines Gro�vaters 1944 gefallen, das Grab meines
Gro�vaters liegt in Brest - leider gibt es dieses nicht mehr.
In der Gedenkst�tte sind 2581 Soldaten , namentlich aufgef�hrt, wer
Interesse hat ich habe die 9 Denksteine von beiden Seiten fotografiert bei
Interesse schaue ich gern nach , oder sende euch in ca. 10 Tagen die Fotos
per E-Mail.

Es geh�rt zwar nicht in die Schlesienliste, aber vielleicht hat jemand von
Euch Unterlagen �ber die FESTUNG MODLIN insbesondere auch �ber die
Ereignisse Aug. Sept. 1944 , dies w�rde mich sehr interessieren.

Danke Uwe

Liebe Liste,

mit viel Entt�uschung mu�te ich feststellen, was sich leider aus meinem
Bericht entwickelt hat, sicher ist dies f�r viele nun ein Hemmnis �ber

ihre

Erfahrungen im jetztigen Schlesien zu berichten, es ist nicht richtig zu
Schweigen und seine Meinung klar zu �u�ern, denn nur davon kann eine Liste
leben und f�r mich waren diese Erfahrungen der jetzigen Situation und die
Gesp�che mit den hier lebenden Menschen sehr wichtig.

Inzwischen bin ich in Masuren, auf dem Weg hier her haben wir die
Gedenkst�tte der dt. Kriegsgr�berf�rsorge in Modlin bei Warschau besucht,
hier ist der Bruder meines Gro�vaters 1944 gefallen, das Grab meines
Gro�vaters liegt in Brest - leider gibt es dieses nicht mehr.
In der Gedenkst�tte sind 2581 Soldaten , namentlich aufgef�hrt, wer
Interesse hat ich habe die 9 Denksteine von beiden Seiten fotografiert bei
Interesse schaue ich gern nach , oder sende euch in ca. 10 Tagen die Fotos
per E-Mail.

Es geh�rt zwar nicht in die Schlesienliste, aber vielleicht hat jemand von
Euch Unterlagen �ber die FESTUNG MODLIN insbesondere auch �ber die
Ereignisse Aug. Sept. 1944 , dies w�rde mich sehr interessieren.

Danke Uwe

Hallo Uwe Keller!
Sei nicht traurig, aber der Verstand hat sich bisher noch immer gegen�ber
der Geistlosigkeit durchgesetzt. Getreu nach dem Motto: Was ich nicht weiss,
macht mich nicht heiss", und "Wissen ist Macht, und nicht viel wissen, macht
nichts;" leben leider wieder sehr viele in den Tag hinein. Die von den
Politikern aller Jahrhunderte ausgestreute hohe Kunst der Politik hat schon
immer Fr�chte getragen, und je d�mmer das Volk, je einfacher hat es der
Despot.
Was w�re mit der Weltgeschichte geworden, wenn alle Menschen immer, so wie
von oben gew�nscht, den Kopf in den Sand gesteckt h�tten.
Suche bitte Deine Vorfahren, egal wo. Du wirst Dich �ber jeden kleinen Stein
auf dem Weg der Erkenntnis freuen. Ob nun in Masuren, wo man Dir jetzt
sicherlich freundlich entgegengekommen ist, oder in weissrusslands
heroischer Festung Brest, wo nun auch viele neue Erkenntnisse zu den
damaligen Ereignissen vorliegen

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass nichts in meinen Analen �ber
Modlin vorliegt. Da f�llt auf, dass Warschau mit seinem Getto in Deutschland
schon immer in wenig verdr�ngt wurde. Wie heute: wo ich ein ungutes Gef�hl
bekomme, werde ich unpolitisch! Vielleicht kann aber einer der der Wahrheit
versessenen Dir helfen?

Ich gebe hier der Liste ein paar Informationen zu den letzten Tagen der
Milit�rs in unserem geliebten Heimatland.
Bitte wertet die manchmal etwas martialischen Ausdrucksweisen nicht nur
negativ. Zu einem groben Holzklotz geh�hrt ein gro�er Keil!

Auch ist alles vor vielen Jahren geschrieben. Da war auch unsere Sprache
noch anders. Schlechter(?)

Bitte liebe Heimatfreunde, nehmt es nur als sachliche
Hintergrundinformation. Das Verhalten unserer Ahnen in der damaligen Zeit
und der dortigen Region kann nun vielleicht ein wenig besser bewertet werden
!?

Die letzten Tage des dt. Schlesien
Lagebericht der Heeresgruppe Mitte (bisher A)

26.01.45 �ber die Oder zwischen Kosel und Breslau kann der Gegner 4 kleine
Br�ckenk�pfe bilden.
Der Feind schiebt sich an Breslau heran.
In Oels ruhige Lage. Steinau wird gehalten.
Seit dem 12.01. hat die HG 1356 Panzer abgeschossen.
Die Gr. Nehring, deren F�hrung Gen.-Lt. Jauer �bernahm, ist im Zuge nach
Westen auf Glogau zu.

27.01.45 Die Br�ckenk�pfe an der Oder werden umk�mpft.
An der Ost- u. Nordfront von Breslau werden Angriffe zur�ckgewiesen.
S�dlich Steinau setzt der Feind �ber die Oder. 30 Panzer sto�en auf Dieban
vor.
Der Stab Nehring wird nach Glogau verlegt.
Die von Gen. Jauer �bernommene Gruppe soll sich nach Breslau durchschlagen.

28.01.45 Der Gegner hat seine Kr�fte mit Schwerpunkt Oberschlesien
abgedreht.
Bei Steinau vergr��ert er seinen Br�ckenkopf.
Die Gruppe Saucken setzt ihren Marsch fort.

29.01.45 Oberschlesien wird preisgegeben.
Die Armeegruppe Heinrici sowie die 17. Armee setzen sich ab.
Bei Ohlau gespannte Lage; bei Breslau keine Ver�nderungen.
Bei Steinau vereinigt der Feind seinen Br�ckenkopf mit dem bei K�ben (?).
Die Gruppe von Saucken versucht den Br�ckenkopf bei Steinau und K�ben zu
vernichten.
Der Gegner hat offensichtlich die Absicht, �ber Glogau den Raum Berlin zu
erreichen.

30.01.45 Bei Ohlau st��t der Feind bis an die Oder vor, wird dann aber
abgeriegelt.
Die Gruppen Saucken und Jauer gewinnen Anschlu� an das linke Oderufer.
Ihre Richtung wird wegen der Versorgungslage ge�ndert.
Vor Glogau wird der Feind abgewiesen.

31.01.45 Die Gruppe Saucken setzt ihren Angriff ostw�rts der Oder fort.

01.02.45 Bei Ohlau kann der Feind seinen Br�ckenkopf erweitern.
Saucken kommt nicht weiter voran.
Es wird beabsichtigt, auf das linke Oderufer �berzusetzen.

02.02.45 Saucken �bersetzt auf das linke Ufer.
Die 20. Pz.-Gren. Div. h�lt noch einen Br�ckenkopf rechts der Oder.

03.02.45 Der Feind schiebt sich weiter an Glogau heran.
Teile sollen �ber die Oder gedrungen sein.

04.02.45 Feindlage
Die 6. Garde-Pz. Armee wird aufgefrischt.
An der Oder steht die 6. Armee in breiter Front von Gleiwitz bis
Waldenburg.
Die 3. Garde-Pz. Armee wurde weiter nach Norden herumgezogen.
Gegen Breslau ist die Bildung einer Zange �ber Ohlau - Malsch zu erwarten.
Bei Steinau scheint der Feind einen Sto� in westliche Richtung nach
Ostsachsen vorzuhaben.
Vor Steinau sind jetzt 3 Inf.- und 3 Pz.-Korps versammelt.

05.02.45 Grottkau wird noch gehalten.
Die 208. Inf. Div. im Angriff. Die Gruppe Saucken mu� zur Abwehr �bergehen.
Vor Glogau werden feindliche Angriffe abgewiesen.

06.02.45 Der Feind verst�rkt sich im Raum Steinau und Glogau. Hier werden
5 - 6 Armeen angenommen.

07.02.45 N�rdlich von Glogau wiederum Angriffe.
In Zuf�hrung in diesen Raum anscheinend die 3. Garde-Pz. Armee

08.02.45 Um Glogau wird weiter gek�mpft.
S�dlich Glogau hat ein eigener Angriff begonnen.

09.02.45 Der Feind erreicht bei L�ben und n�rdlich Herwegen tiefe Einbr�che.
N�rdlich davon bis Glogau wurde die eigene HKL zur�ckgenommen.
Das Korps Gro�deutschland h�lt eine Front.
Eingesetzt in diesem Raum ist jetzt die Gruppe Rudel (Abschu� von 80
Panzern).
Kommandeur wird bei Notlandung verletzt.

10.02.45 In Nordschlesien hat die 4. Armee zum Sto� gegen Sagan, die 3.
Armee zum Sto� entlang
der Autobahn angesetzt.
Dabei wird ein Pz.-Sto� zum Herausbrechen von Breslau gef�hrt.
Der Gegner dringt in den Ostteil von Liegnitz ein. Bei Brieg kommt er nicht
weiter.
N�rdlich Breslau st��t er bis an den Bober vor und setzt an drei Stellen
�ber.
Die 20. Pz. Div. gewinnt Gel�nde in Richtung Grottkau.
Die Division Gro�deutschland mu� zur�ckweichen.

11.02.45 Aus seiner Operationsreserve hat der Gegner das VII. Garde-(mech.)
Korps herangef�hrt,
um Breslau von hinten zu fassen.
Bei Grottkau stie� die 20. Pz. Div. bis zur Oder vor. Sie wird jetzt
zusammen mit der 8.
und 19 Pz. Div. unter dem Gen. Kdo. XXXXVIII. Pz. Korps zum Sto� nach
Nordwesten
angesetzt.

12.02.45 Breslau wird von 90 Flugzeugen angegriffen.
Glogau wurde von S�den angegriffen. Die 21. Pz. Div. soll Entsatz schaffen.

13.02.45 S�dlich Glogau gewinnt der Feind an Gel�nde.
Das Korps Gro�deutschland mu� sich Richtung Sprottau absetzen.
Glogau ist jetzt abgeschnitten.
Die Landung von Versorgungsflugzeugen auf einem See ist noch m�glich.
N�rdlich Sagan gelangt der Gegner �ber den Bober.

14.02.45 Sprottau und Sorau sind in der Hand des Feindes.
Der Feind unternimmt St��e nach Norden in Richtung Neusalz.

15.02.45 Die dt. Kr�fte erringen noch einmal gr��ere Erfolge.
Die HKL befindet sich zwischen Gr�nberg und Nauenburg.
In Neusalz wird gek�mpft.

16.02.45 �berall in Niederschlesien (Strehlen, Breslau, Hirschberg,
L�wenberg, an der Queis, bei
Bunzlau zwischen der Autobahn und Sagan, bei Nauenburg und s�dlich von
Glogau) wird
erbittert gek�mpft.
Bei der Treckbewegung (es konnte ein Treck von 16 km L�nge beobachtet
werden) fehlt
jegliche Organisation. Es gibt ersch�tternde Bilder.

17.02.45 Sagan geht verloren.
Weiter schwere K�mpfe bei Sorau und der Linie Goldberg - L�wenberg -
Nauenburg - Lauban.

18./19.02 Weitere K�mpfe in Niederschlesien.

20.02.45 Die K�mpfe in Niederschlesien verhindern das schnelle Vordringen
des Feindes von S�den her
auf Berlin.

21.02.45 In Breslau weiterer Kampf um den S�dpark, ebenso bei L�wenberg und
Lauban, wo die
8. Pz. Div. Richtung G�rlitz zur�ckweichen mu�.
In Glogau besteht die Besautzung angeblich noch aus 9000 Mann, davon
allerdings jedoch nur
1500 grabensicher und 1200 Verwundete.
In der Stadt befinden sich noch 1000 alte Menschen und 560 Ausl�nder.

22.02.45 Der Feind dringt in Guben ein.

23.02.45 Angriff gegen Breslau von S�den und Westen.
Die Stadt kann nur noch nachts versorgt werden.
Einflug von einem Batl. Fallschirmspringer.
Dt. Angriffe bei Lauban.
Der Feind dringt in Forst ein; er wird jedoch wieder zur�ckgeworfen.
Er versucht n�rdlich davon, �ber die Nei�e vorzudringen.

24.02.45 Im S�dteil von Breslau werden einige Stra�enz�ge preisgegeben.
K�mpfe in Goldberg, L�wenberg, Lauban, Muskau, Forst, Guben und Glogau.

01.03.45 Der Kommandant in Glogau hat drei Kampfschulen eingerichtet.

07.03.45 In Breslau wird General Niehoff Kommandant.
Sein Stellvertreter, Gen. Koch-Erpach, f�hrt die neue Gruppe Schlesien.
Der bisherige Chef, Gen. v. Lo�berg, wird ebenfalls ausgetauscht.

08.03.45 Der Gegner schie�t die S�dviertel von Breslau systematisch in
Brand.
Weiterhin Luftangriffe auf das Stadtgebiet.

20.03.45 Gegen Glogau erstmalig Gro�angriffe.

31.03.45 Der Ausbruch der Besatzung Glogaus wird genehmigt.

10.04.45 19 Mann der Besatzung von Glogau haben sich durchgeschlagen.
Sie melden, den Kommandanten, Oberst Graf zu Eulenberg, in Prinkenau
gesehen zu haben.

Ein Monat fehlt noch, aber wenn auch nur einer es w�nscht, liefere ich ihn
�ber die Liste nach.
Auch glaube schon, dass es heute wichtiger w�re, nachzufragen, ob es in
Zukunft nicht �hnliche Kriegstageb�cher �ber die neue Fischer-Armee aus dem
Balkan geben wird ?
Beim Werfen mit Steinen ist es nie nur geblieben. Wehe, wenn die kleinen
Revoluzzer der Jugendzeit mit ihren privaten Kriegen nicht zufrieden
gestellt werden konnten, dann fangen sie, wenn ihnen die Macht gegeben, neue
an. Bei einem Himmler ("nur" Fahnenjunker im 1. Weltkrieg, dann Chef der
Heeresgrppe Mitte, bis ihm schlecht wurde vor der eigenen Gro�mannssucht)
hat es auch bis zum gr��ten .. F�hrer geklappt, von seinem Chef gar nicht
erst zu reden.

Verzeiht! Geschichte verleitet eben zu Vergleichen. Deswegen wollen wir ja
den dummen Deutschen.
Privatmeinung von Peter Frey