Das Grabstein-Projekt des Vereins für Computergenealogie (CompGen) hat einen weiteren Meilenstein erreicht: In der Datenbank sind nun mehr als 10.000 Friedhöfe dokumentiert. Damit stehen Forschenden aktuell über 4,3 Millionen Fotografien von Grabsteinen und Daten von über 6,7 Millionen Personen zur Verfügung. Und das bis in die heutige Zeit, also auch für den Zeitraum, der aufgrund der Regeln des Personenstandsgesetzes für den Zugriff in Standesämtern und Archiven gesperrt ist. Die Erfassung von Grabstein-Inschriften liefert somit wichtige Ergänzungen für die genealogische Arbeit, da sie oft Lebensdaten, Berufe oder Familienzusammenhänge zeigen, die in anderen Quellen fehlen.
Entwicklung des Erfassungsstands im Grabstein-Projekt seit 2007
Der Verlauf der Erfassung von Friedhöfen zeigt seit vielen Jahren ein stetiges Wachstum des Datenbestands:
Seit dem Beginn der systematischen Erfassung im Jahr 2007 steigt die Gesamtzahl der Friedhöfe kontinuierlich an. Nach den Anfangsjahren pendelte sich der jährliche Neuzugang ab 2013 auf einem stabilen Niveau von 500 bis 1.000 Friedhöfen pro Jahr ein. Zusätzlich zu den Neuerfassungen (grün) zeigt die Auswertung der letzten Jahre einen wachsenden Anteil an Aktualisierungen bereits bestehender Friedhofseinträge (blau).
Verteilung der Bild-Beiträge innerhalb der Community
Die Grabsteinbilder als Datengrundlage des Projekts werden ausschließlich von Ehrenamtlichen beigesteuert. Eine Auswertung der hochgeladenen Bildmengen zeigt die Struktur der Beiträge:
Insgesamt haben bislang 669 Personen mehr als zehn Bilder beigesteuert. Die Verteilung der Bildmengen gestaltet sich wie folgt:
Hohe Beitragsmengen: 63 Fotografinnen und Fotografen (das entspricht den beiden Gruppen mit mehr als 10.000 Bildern) stellen zusammen 83,6 % des gesamten Bestands bereit. Die Gruppe der 9 aktivsten (> 100.000 Bilder) hat 43,3 % aller Fotos beigetragen. Diesen „fleißigen Bienen“ gebührt ganz besonderer Dank für ihren enormen Zeitaufwand bei der Erfassung vor Ort und die Aufbereitung am Bildschirm.
Regionale Sammler: 180 Mitwirkende lieferten zwischen 1.000 und 10.000 Bilder (zusammen 13,8 % des gesamten Bestands).
Gelegenheits- und Lokalbeiträge: 426 Mitwirkende haben jeweils bis zu 1.000 Bilder beigetragen (zusammen 2,6 % des gesamten Bestands). Diese Beiträge sind oft für die Abdeckung kleinerer oder regionaler Friedhöfe von Bedeutung.
Nur durch das große ehrenamtliche Engagement ist das seit knapp 20 Jahren laufende Projekt zu einem der erfolgreichsten Vorhaben des CompGen-Vereins geworden. An dieser Stelle sagen wir den vielen Grabsteiner und Grabsteinerinnen ein ein herzliches Dankeschön!
Information zum Mitmachen beim Grabstein-Projekt
Da Grabsteine durch Neubelegungen und Abräumungen meist nur zeitlich begrenzt existieren, wird die Erfassung fortlaufend aktualisiert. Interessierte können gerne eigene Fotografien von Friedhöfen einreichen und/oder bei der Indexierung der Daten im Grabstein-Projekt helfen.
CompGen – offen, vernetzt, geschichtsbegeistert!
WordPress im Fediverse – Bloggen ohne Grenzen – Reichweite ohne Ende!
2.404 Beiträge
346 Folgende
Folge Verein für Computergenealogie e.V. (CompGen)
Mein Profil
Gib mein Profil in das Suchfeld deiner bevorzugten Open-Social-App oder -Plattform ein.
Mein Fediverse-Handle
Kopieren
Dein Profil
Oder wenn du dein eigenes Profil kennst, können wir damit loslegen!
Warum muss ich mein Profil eingeben?
Diese Website ist Teil des ⁂ Open Social Web, einem Netzwerk miteinander verbundener sozialer Plattformen (wie beispielsweise Mastodon, Pixelfed, Friendica und andere). Im Gegensatz zu zentralisierten sozialen Medien befindet sich dein Profil auf einer Plattform deiner Wahl, und du kannst mit Menschen auf verschiedenen Plattformen interagieren.
Wenn du dein Profil eingibst, können wir an dein Profil senden, wo du diese Aktion abschließen kannst.
Das klingt wirklich sehr, sehr beachtlich, wenn man bedenkt, dass damit fast ein Drittel der Friedhöfe in Deutschland ehrenamtlich erfasst wurde. Dennoch ist ein Drittel eben auch nur ein Drittel.
Frage: gibt es Statistiken pro Bundesland, oder gar per Landkreis, welche Regionen besonders gut abgedeckt wurden, und vor allem, wo es noch viel weiße Flecken gibt? In München wurden viele Friedhöfe erfasst, aber es fehlt zum Beispiel der größte, der Waldfriedhof. Das ist sicher kein Einzelfall bei großen Städten.
die Frage bzgl den von dir hier angesprochenen Waldfriedhof in München kann ich dir beantworten, da ich den alten Teil gerade in Bearbeitung habe. Dieser ist eigentlich schon da, allerdings gerade Offline, weil ich wieder einige Fotos neu hochgeladen habe und diese jetzt noch erfasse. Der ist schon komplett fotografiert - zwischen 2020-2023 war, allerdings sind immer noch ein paar 1000 Bilder noch nicht von mir für das Hochladen bearbeitet worden. Das passiert immer nach und nach, wenn mein Beruf mir Zeit dafür lässt…
Insgesamt sind jetzt eigentlich über 19000 Gräber online mit fast 58.000 Personen. Also von daher schon eine ganze Menge
Falls du da noch Fragen dazu hast, kannst du dich gerne an mich wenden.
danke für die gute Nachricht! Ich erinnere mich eigentlich nicht daran, den Münchner Waldfriedhof jemals im Grabstein-Projekt gesehen zu haben, ich kann mich aber natürlich irren.
Jetzt jedenfalls sehe ich auf “grabsteine.genealogy.net”
keinen Eintrag. Wichtig: ich suche den großen Waldfriedhof in München-Sendling und nicht den kleinen in Obermenzing.
Sehe ich das richtig, oder suche ich an der falschen Stelle?
Nein, auch ich meine nicht den Obermenzig (der kommt allerdings auch von mir ), sondern den großen, allerdings nur den alten Teil. Nachdem ich da zur Zeit dran arbeite, ist der für Außenstehende nicht sichtbar. Das ist leider von der Projektorganisation etwas ungeschickt gemacht/dargestellt, weil es tatsächlich so aussieht, als wenn wir hier keine Doku zu hätten. Es wäre deutlich besser, wenn hier Fremde sehen würden, dass der zwar da ist, aber in Bearbeitung. So könnte man in ein paar Tagen nochmal schauen, ob er jetzt wieder verfügbar ist. So wie es jetzt aussieht, suggeriert mam den Leuten, dass der Verein den noch gar nicht dokumentiert hat und kann halt fatal sein, da man dann davon ausgehen muss, dass es keine gibt - auch nicht in nächster Zeit und das ist natürlich das falsche Signal…
Allerdings kann ich da nichts dran ändern, da ich nur ein Fotograf bin und Verbesserungsvorschläge von Mitgliedern - wie soll ich sagen - eher ohne Rückmeldung verpuffen… Von daher musst du dich hier noch ein bisschen gedulden bis ich mit den paar letzten 100 Bildern dieser Charge durch bin.
By the way - Statistiken gibt’s übrigens auch auf der Seite. Da kannst hier z.B. auch nach Bundesland suchen und würdest dann sehen, wie viele pro Land bisher erfasst worden sind. Außerdem gibt’s da irgendwo auch eine Übersichtskarte wo alle FH mit Fähnchen gekennzeichnet sind (ich sitz gerade nur am Handy deswegen kann ich dir nicht genau beschreiben wie das aussieht) Aber die Info könnte auch jemand von der Projekt Orga geben und sicherlich noch mehr Tipps da diese Konversation sicherlich auch dort gelesen werden…
super, danke für die Erläuterung, dann ist das klar. Ich hatte mich tatsächlich gewundert, ggfls. werde ich da im Projekt mal einen Vorschlag machen. Und danke für den Hinweis zu den “FH mit Fähnchen”. Werde ich mal suchen.
…und mittlerweile ist der Waldfriedhof jetzt auch sichtbar - allerdings eben mit dem Hinweis, dass er in Bearbeitung ist und man eben deswegen zur Zeit nicht mehr sieht. Aber immerhin weiß man jetzt, dass hier Daten vorliegen. Hier hat die Projektleitung schnell reagiert und dies Hinweis eingebaut! Merci!!!
Genau! Das meinte ich - das ist eine super Visualisierung! Nicht nur für Friedhöfe, sondern auch gleich für Ortsfamilienbücher und Adressbücher. Danke dir Hermann!
Hab’s jetzt gesehen (verzögert wg. Urlaub). Ist ja ganz toll geworden!!
Ist schon eine Mammutaufgabe, rangiert er m.W. unter den Top5 in Deutschland und ist der allererste seiner Art. Wohl ca. ein Drittel der Gräber liegt im neuen Teil.
Weißt Du, ob eigentlich jemand den neuen Teil ins Auge gefasst hat?
VG Christian.
Merci jaaaa, klein ist er nicht gerade das stimmt. Nicht das ich wüsste, dass den jemand ins Auge gefasst hat - ich hatte am Anfang auch überlegt den mal zu machen. Aber ich finde den eigentlich nicht so spannend, da er noch nicht so alt ist - gerade mal 60 Jahre. Allerdings kenne ich auch keinen anderen aktiven Fotografen in dieser Ecke der das evtl machen würde. Wäre das was für dich?
Ich selber bin mir noch nicht sicher, welcher mich als nächstes am meisten interessiert. Es gibt da ja noch einige in München die hier nicht vorhanden sind. Je länger man wartet, desto mehr verschwinden natürlich auch alte Gräber.
ja, die alten Gräber sind sehr wichtig. Ich wohne jetzt weit außerhalb, komme aber immer wieder nach München und spaziere dann gerne durch den Alten Nördl. Friedhof in der Maxvorstadt (der schon erfasst ist).
Ich bin im Würmtal und dann in München-Sendling aufgewachsen, diese Friedhöfe würden mich interessieren, da sind auch Familie und Freunde begraben, aber ich wohne jetzt zu weit weg, als dass ich das anbieten würde.
Frage nur im Prinzip: ich gehe davon aus, dass Ihr eine KI-Lösung aufgebaut habt, die die Fotos dann auswertet und direkt in die Datenbanken schreibt? (die einzelnen Friedhofs-Unterbereiche/Nummern müsste man beim Foto-Export sicherlich manuell hinzufügen)