Hintergrund
- Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland rund 400.000 Kinder aus Beziehungen zu Zwangsarbeitern oder alliierten Soldaten.
- Viele dieser Kinder waren stigmatisiert, sozial ausgegrenzt und wuchsen häufig ohne Vater auf.
- Beziehungen zwischen deutschen Frauen und Zwangsarbeitern waren während des Krieges streng verboten und wurden als „GV-Verbrechen“ verfolgt.
Lebensgeschichte von Jack-Peter Kurbjuweit
Kindheit und frühe Jahre
- Geboren 1945 als Sohn einer deutschen Mutter und eines griechischen Zwangsarbeiters.
- Aufgewachsen in einem Flüchtlingslager, geprägt von Entbehrungen und Gewalt.
- Mit 13 Jahren verließ die Mutter ihn und seine Geschwister; er erfuhr erst dann von der Identität seines Vaters.
Suche nach den Wurzeln
- Erst im Alter von 50 Jahren begann er aktiv, seine Herkunft zu erforschen.
- Auslöser: Fund einer Süßigkeitenverpackung „Dolcetti“, die seinen Wunsch verstärkte.
- Erste Versuche über das Rote Kreuz blieben erfolglos; schließlich führte ein Kontakt zu einem Cousin in Griechenland zum Erfolg.
Familiäre Wiederbegegnung
- Die Begegnung mit seiner griechischen Familie empfand er als Erlösung.
- Reise mit einem Onkel ins ehemalige Sudetenland: Er erfuhr, dass seine Mutter einst die Brüder seines Vaters aus dem Zwangsarbeiterlager befreit hatte.
Wiedersehen mit dem Vater
- Am 24. Dezember 2000 erhielt er die Adresse seines Vaters.
- Kurz darauf kam es zum ersten und kurzen Treffen in Kandern.
- Trotz der begrenzten Zeit schätzte er den Kontakt sehr und pflegt die Verbindung zu seiner griechischen Familie bis heute.
Sources:
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