Liebe Listenmitglieder,
in dem Buch "Geschichte Schlesiens" vom Bechtermuenz-Verlag habe ich etwas
ueber Zuwanderer nach Schlesien gefunden.
Vielleicht hilft es einigen weiter.
Die Einwohnerschaft Schlesiens, die im Jahr 1740 noch 992 000 Personen
betragen hatte, war im Jahr 1770 trotz der Kriegsnot und vieler Krankheiten
auf 1 327 000 angestiegen. 1772 wurde zum Schutz der einheimischen
Steinkohle ein Einfuhrverbot f�r englische und schottische Steinkohle
erlassen. Im Jahr 1770 wollten 64 evangelische Familien aus Galizien
auswandern, weil sie von den katholischen Polen ihres Glaubens wegen
verfolgt wurden. Friedrich stellte ihnen ein milit�risches Schutzgeleit.
Preu�ische Husaren holten sie aus Polen heraus und begleiteten sie in das
Gebiet von Pless, wo sie den Ort Anhalt mit einer eigenen Kirche gr�ndeten.
Im gleichen Jahr kamen aus demselben Grunde 70 weitere Familien aus B�hmen.
Sie erhielten Aufnahme in Mehlteuer bei Strehlen und gr�ndeten den Ort
Podiebrad. In den Orten des freien Landes durften sich nur solche Handwerker
niederlassen, deren Gewerbe f�r die Landwirtschaft unentbehrlich war wie
Maurer, Schmiede, Stellmacher, Zimmerleute und andere, aber auch Weber.
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Viele Gruesse
Reinhard Koperlik