Zufallsfund Schweden

Ich würde andererseits gerne wissen, wie es das Mädel nach Deutschland verschlug

Da war sie ganz sicher kein Einzelfall. Viele Schwedinnen haben gerade Anfang der 1870er Jahre einen Mecklenburger geheiratet. In den Rostocker Kirchenbüchern ist es mir ganz besonders aufgefallen. Vereinfacht kann man wohl sagen, das diejenigen, die schon Verwandtschaft in den USA hatten in der Regel dorthin ausgewandert sind. Nach Deutschland und Dänemark gingen die, denen das Geld für die große Reise fehlte (vielleicht auch ein wenig der Mut?). Nun war das Leben für einen Landarbeiter oder in der Stadt als Arbeiter- für andere Arbeiten fehlten ja in der Regel die (Sprach-)kenntnisse)hier aber kaum besser als in Schweden und die Motivation zu bleiben wohl eher gering. Wenn so eine junge Schwedin aber ihren Liebsten traf...

Was mich interessieren würde: Mein schwedischer Urgroßvater und auch ein Verwandter von ihm sind 1871 illegal nach Deutschland bzw. Mecklenburg eingewandert. Gab es auch eine Möglichkeit zur legalen Einwanderung? Für Dänemark war es möglich eine entsprechende Arbeitserlaubnis zu bekommen- für "Deutschland" vielleicht nicht?
Ev. war der illegale Aufenthalt hier ja auch eine Motivation zur Heirat.

Schönen Gruß,
Heike
www.carlsson-genealogie.de