Hallo in die Runde,
ich beschäftige mich neu mit der Ahnenforschung und bin dabei auf den Familiennamen „von der Wellen“ gestoßen.
Der Name scheint recht selten zu sein. In älteren Quellen taucht er mehrfach im Raum Osnabrück (u. a. Ankum, Druchhorn) auf – z. B. in Kirchenbüchern des 17. bis 19. Jahrhunderts.
Hat jemand hier den Namen „von der Wellen“ schon einmal in der eigenen Forschung gesehen oder nähere Informationen dazu?
Auch Hinweise zu verwandten Schreibweisen, Bedeutungen oder typischen Regionen wären hilfreich.
Vielen Dank im Voraus!
Viele Grüße
Sehr geehrter Herr von der Wellen,
Die Namensbedeutung ist recht einfach.
Sie können Englisch? Dann wissen Sie, dass im Englischen „well“ der Brunnen ist.
Brunnen ist im Deutschen das jüngere Wort zu „Quelle“ (Gesprochen: „Kwelle“). Auch da steckt das englische Wort „well“ drin.
Weitere Schlussfolgerung: Quelle ist ein niederdeutsches Wort, Brunnen ist das hochdeutsche Pendant dazu.
Somit heißt jemand, der an einem Brunnen/einer Quelle wohnt, im niederdeutschen/niederländischen Sprachraum "Wellen, VanDerWell(e(n)) auch Vellen oder ähnlich, im Hochdeutschen Sprachraum heißt der gleiche Mensch „Brunner“.
Ein noch älteres Wort ist übrigens „Putz“, in Ostdeutschland ist ein „Putzenmacher“ ein Brunnenbauer. Somit kann der Ostdeutsche, der an einer Quelle/einem Brunnen lebt, dort als "Putzer"auftauchen.
Damit wird auch klar, dass Familiennamen sehr oft einen Regionalbezug haben.
Allzeit viel Forschererfolg wünscht nebst einem schönen Abend
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Peren