wie kann man wohl mehr �ber die Umz�ge unserer gemeinsamen Vorfahren
Friedrich August OTTO und Johanna Eleonore SPEER von Simsdorf nach
Wierischau (zwischen 1840 und 1842) und von Wierischau nach Ober B�gendorf
(etwa 1851) erfahren ? Es ist zwar toll, dass wir die von meiner
Urgro�mutter damals m�ndlich �ber ihre Gro�eltern gemachten Angaben in den
Kirchenb�chern so sch�n best�tigt gefunden haben. Aber ich w�rde auch gerne
wissen, ob die Wohnorte dieses Paares wohl in irgendeinem Zusammenhang
standen. Simsdorf im ehemaligen Kreis Bolkenhain liegt ja ganz auf der
anderen Seite von Schweidnitz, ich sehe zu Wierischau bisher noch keinen
Zusammenhang. Besonders r�tselhaft, wie Du auch schon festgestellt hast, ist
der Umzug nach Ober B�gendorf, da Friedrich August OTTO ja schon in
Wierischau Freistellenbesitzer und auch Gerichtsgeschworener war. Wieso gibt
man wohl eine Freistelle auf und erwirbt in einem anderen Ort eine neue
Freistelle ? Kam das wohl damals h�ufig vor ?
Gestern habe ich mir den Film mit dem evangelischen Kirchenbuch Gr�ditz
angesehen und beim ersten �berfliegen festgestellt, dass es in Wierischau
auch SPEER-Taufen gibt, wobei bei einer der Taufen Friedrich August OTTO als
Pate genannt wird. Man kann also vermuten, dass es sich bei der Familie
SPEER in Wierischau um Verwandte von Johanna Eleonore SPEER handelt. Hast Du
das mal genauer nachgesehen (ich hatte gestern nur wenig Zeit) ? Vielleicht
kommt man ja auch dadurch bei dem R�tsel um die Mutter von Johanna Eleonore
SPEER in Simsdorf weiter ...
wie kann man wohl mehr über die
Umzüge unserer gemeinsamen Vorfahren
Friedrich August OTTO und Johanna
Eleonore SPEER von Simsdorf nach
Wierischau (zwischen 1840 und 1842)
und von Wierischau nach Ober Bögendorf
(etwa 1851) erfahren ?
Wierischau gehörte 1785 der Witwe des Paul Friedrich von Dreskay, ebenso
Kreisau und Nieder-Gräditz. 1845 erbte Hans von Dreskay die Güter. (Später
gingen die Güter an General Helmut von Moltke) Für 1785 werden 1 Vorwerk,
17 Gärtner (Steller), 9 Häuser [Häusler?] und 135 Einwohner genannt. 1845
werden 30 Häuser, 1 Vorwerk, 180 Einwohner (20 Kath.) genannt. Eine
Verbindung zu Simsdorf Krs. Bolkenhein kann man schlecht finden.
Vielleicht verwandschaftliche Bande oder eine freie Freihäuslerstelle?
Besonders rätselhaft,...
...der Umzug nach Ober Bögendorf,
da Friedrich August OTTO ja schon in
Wierischau Freistellenbesitzer und
auch Gerichtsgeschworener war.
Gute Frage. Gerichtsgeschworener war doch schon eine gewisse soziale
Stellung. Um es als Fremder in 10 Jahren zum Gerichtsgeschworener zu
bringen muss man sicher auch sehr guten Leumund gehabt haben.
Der Ackerboden an sich war in Wierischau genauso gut oder schlecht wie in
Nieder-Bögendorf. Jedenfalls war der Grundsteuerreinertrag in beiden Orten
gleich, nähmlich durchschnittlich. In Ober-Bögendorf, da schon mehr in den
Bergen gelegen, war der Boden schlechter. Also eine grundlegende
wirtschaftliche Verbesserung wäre nur bei dem Wechsel zu einer größeren
Freitstelle möglich gewesen.
Bögendorf gehörte zur Grundherrschaft der Stadt Schweidnitz, war ein
sogenanntes Kämmereidorf, da durch die Kämmerei der Stadt verwaltete, und
lag innerhalb der Meile, so das sich z. Bsp. keine Handwerker niederlassen
durften. Dies war erst nach 1810, der Aufhebung des Zunftzwanges, möglich.
Für 1845 werden daraufhin in Nieder-Bögendorf 38 Handwerker, 6 Händler und
in Ober-Bögendorf 28 Handwerker und 4 Händler genannt.
Im gesamten Bögendorf arbeiteten um 1845 insgesamt 120 Webstühle. Dafür
mussten die Bauern auf einem bestimmten Teil ihre Ackerfläche Flachs
anzubauen. Außerdem gab es damals in Bögendorf um 2000 Schafe.
Was besseres fällt mit auch nicht ein. Sicher keine Lösung, vielleicht ein
Hinweis bei der Suche nach der Lösung.