Liebe Liste,
mit dieser Mail möchte ich mich in der Genealogie "zurückmelden".
Ab April bzw. Juli 2006 fehlte mir völlig die Zeit für die Erforschung meiner Ahnen, nachdem mich zuvor auch noch eine defekte Festplatte ziemlich zurückgeworfen hatte:
Zwar hatte ich bisweilen Datensicherung betrieben und den Großteil meiner Ahnen gesichert, doch musste ich meine Ahnentafeln erst einmal wieder neu tippen!
Auch gingen kleinere Forschungsergebnisse und Anregungen von Mitforschern leider verloren.
Daher ist es auch sehr wahrscheinlich, dass ich mich noch nicht für alle Hilfe bedankt bzw. auf alle Mails geantwortet habe (weil sie schlicht verlorengingen), wofür ich mich hiermit entschuldige!
Nun zu meinen Forschungsgebieten und dem derzeitigen Stand meiner Forschung:
Väterlicherseits stammen meine Ahnen aus Niederschlesien, genauer gesagt aus dem Grenzgebiet der Kreise Breslau und Neumarkt (bei Kanth) sowie der Stadt Breslau. Bisher sind diese Ahnen kaum erforscht, doch habe ich für 2008 eine Schlesienreise fest eingeplant.
Allerdings erschweren dort uneheliche Kinder und vor allem vernichtetes Archivgut (z. B. evangelische Kirchenbücher) die Forschung.
Mütterlicherseit stammen meine Vorfahren aus dem Schaumburger Land (Schaumburg-Lippe und hess. Grafschaft Schaumburg) sowie den angrenzenden Gebieten Calenberg, Lippe und Minden.
Diesen gilt bisher meine Hauptaufmerksamkeit, da ich hier die bessere Ausgangslage für meine Forschung vorfand: Zum einen lagen weitaus mehr Personenstandsurkunden etc. meiner Ahnen vor, und zum anderen wurde ich hier nicht von den Standesämtern mit horrenden Forderungen für Kopien (wie in Polen) abgeschreckt, und der Anteil der im zweiten Weltkrieg untergegangenen Archivalien mit Bezug zu meinem Forschungsgebiet ist gering, wenn auch im Einzelfall schmerzlich (z. B. verbrannte Eheberedungen des Amtes Schaumburg).
Zwar ist der Großteil meiner Ahnen mütterlicherseits noch unerforscht, doch kann ich einige Linien bereits bis zur Mitte des 16. und eine sogar bis ins späte 15. Jh. zurückverfolgen.
Und obwohl noch alle meine Schaumburger Urururgroßväter Bergleute waren, habe ich dennoch auch studierte Ahnen im 16. und 17. Jh..
So waren z. B. Höhepunkte meiner bisherigen Forschung, als ich von einer Nachfahrin eines in die USA ausgewanderten Urururgroßonkels das Foto eines Ölgemäldes bekam, welches meinen Alturgroßvater, einen bereits 1847 verstorbenen Bauern, und meine Alturgroßmutter, in einer sehr frühen Form der Bückebuger Tracht, zeigten, sowie als ich erfuhr, dass sich in einem der von einem im 16. Jh. lebenden Vofahren, einem Mediziner, verfassten Bücher ein Porträt desselben erhalten hat, von welchem ich demnächst eine Kopie erhalten werde.
Ansonsten werde ich zwecks Forschung in den nächsten Wochen einige Male das Staatsarchiv Bückeburg sowie Landesbibliothek und Kirchebuchamt in Hannover aufsuchen, ehe ein Umzug nach Süddeutschland die genealogische Forschung vor Ort erst einmal wieder bis zum Herbst unmöglich machen wird.
Deshalb hoffe ich umso mehr, aus der Liste noch weitere Hinweise zu meinen Ahnen zu erhalten und beabsichtige auch, dem Niedersächsischen Landesverein für Familienkunde beizutreten.
In den folgenden Tagen werde ich nach und nach meine Spitzenahnen, nach Kirchspielen sortiert, in der Liste veröffentlichen.
Ich hoffe sehr, weitere Hinweise zu erhalten und freute mich umso mehr, wenn ich meinerseits weiterhelfen könnte!
Im Übrigen plane ich langfristig, nach weiterer gründlicher Forschung, einen Teil meiner Forschungen zu veröffentlichen, vor allem die Geschichte des niedersächsisch-westfälischen Gelehrtengeschlechtes der FALCKE (FALCONIUS) bis zur Mitte des 18. Jh.s, als anscheinend der letzte FALCKE als alter cand. theol. starb, und der von Familienmitgliedern verfassten Bücher des 16. und 17. Jh.s.
Diese deutschen wie lateinischen Schriften sind bisher noch unerforscht und die Forschung war bisher auch aufgrund der sich gleichenden Vornamen der Familie und mangels Kenntnis der Lebensdaten nicht in der Lage, sie korrekt zuzuschreiben, wozu ich mich nun aber Dank meiner Mühen in der Lage sehe.
Die diesbezügliche Forschung wird nun ein weiterer Schwerpunkt meiner Forschung werden, doch hoffe ich darauf, einmal mein Wissen weitergeben zu können, so dass noch so mancher Mitforscher, der bisher nur von Schaumburger Bauern abzustammen glaubte, auf einmal einen hessischen Leibmedicus unter seinen Ahnen finden wird, denn die Familie, sollte sie auch im Mannesstamm erloschen sein, hat sich über ihre Töchter doch vielfach bis auf den heutigen Tag fortgepflanzt!
Mit freundlichen Grüßen aus dem Schaumburger Land,
Felix Arndt
felix_arndt@gmx.net